Katzensprache: 7 Signale, die Du kennen solltest

Du willst Deine Katze besser verstehen? Das ist gar nicht so schwer: Lerne diese 7 Signale, dann gibt es bald keine Missverständnisse mehr.

Katzensprache: Was bedeuten die Signale?
Diese 7 Signale Ihrer Katze sollten Sie richtig deuten. © iStock Diese 7 Signale Ihrer Katze sollten Sie richtig deuten. ©Valeriya/iStock
• Weißt Du immer, was Deine Katze von Dir will?
• Bestimmte Signale solltest Du unbedingt lesen können.
• Die wichtigsten sieben lernst Du genau hier kennen.

1. Blickkontakt

Genau wie beim Menschen ist auch bei unseren schnurrenden Freunden der Blickkontakt ein wichtiges Signal. Befindet sich Deine Katze in einer vertrauten Situation, bedeutet der Blickkontakt meist, dass Deine Katze aufmerksam oder neugierig ist und deshalb den Kontakt zu Dir sucht.

Herrscht eine negative Stimmung oder ist Deine Katze verunsichert, wird sie eher den Kopf wegdrehen und den Blick senken. So zeigt sie, dass sie nicht auf einen Konflikt aus ist.

Im Gegenzug kann zu intensives Anstarren aber auch als Drohgebärde verstanden werden. Vor allem fremden Katzen solltest Du deshalb nicht die ganze Zeit in die Augen schauen.

2. Ohrenhaltung

Dir ist vielleicht schon aufgefallen, dass Katzen gern und oft ihre Ohren bewegen. Das geschieht nicht nur, um zu lauschen, sondern ist auch ein wichtiger Teil der Körpersprache. Du musst also auch lernen, die Öhrchen zu lesen.

Ist Deine Katze besonders entspannt, richten sich die Ohren beispielsweise nach vorne. So muss Deine Katze sich nicht darauf konzentrieren, eine potenzielle Bedrohung wahrzunehmen. Sieht sie wiederum etwas Interessantes, spitzt sie wortwörtlich die Ohren und stellt ihre Lauscher besonders stark auf.

Verändert sich die Ohrenposition schnell und lässt die Katze sie hin und her zucken, ist sie meistens nervös oder angespannt.

Sind die Ohren vollständig angelegt, liegt das häufig an Angst oder enormer Verunsicherung. Diese tritt vor allem in ungewohnten Situationen auf. Silvester ist da ein echter Klassiker der Angstursachen.

Lies dazu auch: 10 Tipps gegen Angst an Silvester

Manchmal können sich die Ohren sogar völlig unterschiedlich bewegen: Ist nur die Ohröffnung abgewinkelt, aber das Ohr weiterhin aufgestellt, ist das eine Drohgebärde. Deine Katze signalisiert damit, dass sie bereit zum Angriff ist. Das potenzielle Opfer sollte dann besser schnell in Deckung gehen.

3. Schwanzhaltung

Auch der Schwanz ist ein wichtiger Teil der nonverbalen Kommunikation unserer Lieblings-Fellknäuel. Völlig entspannt ist Deine Katze, wenn der Schwanz ruhig horizontal liegt oder leicht gebogen ist.

Ist der Schwanz aufgestellt, drückt das freudige Erregung aus. Das kann z. B. passieren, wenn Du wieder nach Hause kommst und Dein kulleräugiger Liebling Dich begrüßt.

Ist Deine Katze aufgeregt oder angespannt, kann es passieren, dass die Schwanzspitze abgeknickt ist oder leicht zittert.

Schwanzwedeln ist übrigens nicht wie beim Hund ein Zeichen der Freude: Deine Katze drückt damit Unentschlossenheit aus. Das passiert beispielsweise, wenn sie nicht sicher ist, wie sie mit einer bestimmten Situation umgehen soll.

Peitscht der Schwanz regelrecht hin und her, kann das auch auf starke Erregung oder Aggressivität hindeuten. Ein eingeklemmter Schwanz ist dafür aber wie beim Hund eine Geste, die Unterwerfung ausdrückt.

4. Maunzen

Natürlich sind unsere kleinen Stubentiger nicht stumm und können sich auch mit ihren Stimmchen artikulieren. Das machen sie übrigens nur bei uns Menschen. (Mehr dazu liest Du hier.) Erwachsene Katzen „unterhalten“ sich nicht über Miauen.

Die Lautsprache dient eigentlich primär der Kommunikation von und mit kleinen Kätzchen. Sie können die Körpersprache noch nicht richtig deuten und noch weniger selbst anwenden. Die Katzenmutter macht damit auf Dinge aufmerksam, warnt oder tadelt.

Gegenüber Menschen wird das Maunzen später gern genutzt, um Aufmerksamkeit zu bekommen, zum Beispiel, wenn Deine Katze etwas zu Fressen haben möchte.

Dabei schaffen es unsere Lieblinge verblüffend gut, über die Laute ihre aktuelle Stimmung zu transportieren. Und das, obwohl sie sich untereinander überhaupt nicht so unterhalten. Da dürfen wir uns als Menschen fast schon geehrt fühlen, dass sich unsere stolzen Samtpfoten uns sogar etwas anpassen.

5. Schnurren

Das Schnurren ist zum Glück meist sehr einfach zu interpretieren: Brummt Dein Liebling wie ein kleiner Rasenmäher, geht es ihm gut und er ist entspannt. Gleichzeitig zeigt Deine Katze damit, dass sie Vertrauen aufbauen möchte. Sie signalisiert aktiv ihre Zuneigung.

Ähnlich ist es, wenn Deine Samtpfote ihren Kopf an Dir reibt oder Dir um die Beine streicht. Damit verteilt sie ihren Geruch auf Dir und zeigt sozusagen, dass Du zu ihr gehörst.

Wichtig: Das Schnurren kann aber auch ein Warnsignal sein, denn Katzen beruhigen damit auch sich selbst. Schnurrt Dein Vierpfoter in ungewöhnlichen Situationen, lass ihn lieber einmal vom Tierarzt anschauen.

Dazu, warum Katzen schnurren und wie sie das tun, gibt es verschiedene Theorien, vier davon kannst Du in unserem Artikel zum Thema nachlesen.

6. Fauchen

Weniger schön ist es, wenn Deine Katze ein Fauchen oder Knurren von sich gibt. Das ist oft ein Zeichen für Unwohlsein, für Angst oder Aggression. Was im Einzelfall zutrifft, lässt sich meist der restlichen Körpersprache entnehmen.

Halte dann erst einmal Abstand und versuche nicht, Deine Katze zu besänftigen. Schließlich weißt Du in diesem Moment nicht, was sie aufregt oder verunsichert. Im schlechten Fall bekommst Du womöglich nur ein paar Krallenhiebe ab.

Lass Deine Katze also in Ruhe und verhalte Dich selbst entspannt. So merkt Deine Katze, dass es keinen Grund zur Beunruhigung gibt.

7. Gesträubtes Fell

Ja, auch Deiner Katze können mitunter die Haare zu Berge stehen. Sträubt sich das Fell der Katze, stellen sich die Schnurrhaare auf und buckelt sie vielleicht noch ihren Rücken, begibt sie sich klar in Angriffsstellung. Ein Artgenosse oder die bevorzugte Beute Deines Stubentigers sollte dann schleunigst Reißaus nehmen.

Aufgeplustertes Fell allein kann aber auch auf allgemeines Unbehagen hindeuten, zum Beispiel wenn Deine Katze krank ist oder friert. Auch Angst kann ein Auslöser dafür sein, dass Dein Liebling am liebsten ganz schnell in seinem dichten Pelz verschwinden würde.

Wir hoffen, dass unsere Tipps Dir helfen, Deinen kleinen Liebling besser zu verstehen. Wir wünschen Dir eine wundervolle Zeit mit Deiner Katze! ♥


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