So schützen Sie Ihren Hund vor Diebstahl

Kriminelle machen auch vor Tieren nicht halt! So schützen Sie Ihren Hund davor, gestohlen zu werden.

© fotolia.de -  Jana Behr

© fotolia.de - Jana Behr

Kriminalität macht selbst vor der Tierwelt nicht halt. So gerät der beste Freund des Menschen bei passender Gelegenheit ins Visier von Verbrecherbanden.

Hier lauern die Gefahren

Es genügt bereits ein kurzer Moment vor Läden, in denen die Anwesenheit eines Hundes nicht erwünscht ist und dieser daher kurz vor dem Eingang angeleint wird. Profis wissen diesen unbeobachteten Augenblick für sich zu nutzen. Opfer werden vor allem zutrauliche Tiere, die aufgrund ihres Alters oder mangelnder Vorsicht keinerlei Argwohn gegenüber Fremden Personen zeigen.

Täter lauern aber nicht nur vor Geschäften auf ihre Beute. Überall dort, wo Hunde sich kurze Zeit der Aufmerksamkeit ihrer Besitzer entziehen, existieren potenzielle Gefahren. 

In parkenden Autos, während des Spazierganges oder gar direkt im eigenen Garten schlagen die Entführer zu. Auf dem Hundemarkt besteht eine sehr große Nachfrage nach bestimmten Rassen. Aber auch Erpressungen oder die Vortäuschung einer guten Tat mit der Spekulation auf Finderlohn stehen auf der Agenda der Banden. 

Das sind die Motive der Diebe

  • Verkauf an neuen Halter oder Züchter
  • Erpressung und Lösegeldforderung
  • Einstreichen von Finderlohn
  • persönliche Interessen am Tier
  • Nutzung für Tierversuche oder Hundekämpfe

Trainieren Sie Ihren Hund

In jungen Jahren hat Neugierde und Spieltrieb kleine Welpen voll im Griff. In diesem Lebensabschnitt ist Ihr Hund ein leichtes Ziel, zeigt keine Aggressionen oder macht Sie nicht auf Näherungsversuche von Fremden aufmerksam. Passanten in der Nähe haben keinerlei Hinweise auf eine sich anbahnende Straftat und verwechseln den Dieb schlichtweg mit Ihnen als Besitzer.

Unter diesen Bedingungen könnte Ihr Hund schnell und unauffällig gestohlen werden. Zur richtigen Hundeerziehung gehört daher eine klare Schulung, gegenüber wem sich das Tier zutraulich zeigen darf.

Melden Sie sich beim kostenlosen Hunde-Newsletter an!

* Eingabe erforderlich

Abhängig von der Rasse kann dies eine beträchtliche Herausforderung für Sie und Ihr Haustier darstellen. Unter Anleitung eines professionellen Hundetrainers ist jedoch eine erfolgreiche Konditionierung möglich. Eine natürliche Scheu vor unbekannten Personen erschwert den Zugriff auf den Vierbeiner enorm. Lassen Sie sich hier unbedingt ausführlich beraten und coachen, denn niemand kann einen Hund wollen, der voller Angst und Scheu durchs Leben geht!

Eine besonders schwere Lektion besteht in der Verweigerung von Leckereien aus fremder Hand. Der Hund sollte lernen, mit lautem Gebell Aufmerksamkeit erregen, sollten Unbekannte ihm zu nahe treten oder Nahrung anbieten.

Bleiben Sie an der Seite Ihres Vierbeiners

Ein Hund sollte Ihnen ohne jedes Zögern gehorchen und wissen, wo seine Loyalität und Zugehörigkeit liegt. Auf klare Signale von Ihrer Seite sollte ohne Verzögerung eine Reaktion erfolgen. Entwendete Tiere, die entsprechend trainiert sind, spurten ihren Entführern regelrecht davon, wenn diese die Stimme ihres Herrchens vernehmen.

Niemals sollten Sie ihr Haustier in der Öffentlichkeit allein lassen. Auch wenn es Sie anfangs schmerzt: Ihr tierischer Wegbegleiter verweilt bei langen Ausflügen in Einkaufszentren am besten allein in der Wohnung oder beim Hundesitter. (Wie Sie einen guten Hundesitter finden, verraten wir Ihnen hier.)

Bei Spaziergängen ist der Sichtkontakt unverzichtbar, besonders wenn weitläufige Parks dazu einladen, Ihrem felligen Freund großen Auslauf zu gewähren. Eine gute Bindung zum Tier ist da unerlässlich. 

Halten Sie Augen und Ohren offen

Auf großangelegten Diebestouren kommen häufig Lockstoffe zum Einsatz. Diese signalisieren Rüden Paarungsbereitschaft einer Hündin und ziehen mögliche Verehrer magisch an. Daher sollten Sie stets genau beobachten, ob Ihr Tier auf Spaziergängen plötzlich ein außergewöhnliches Interesse an einem bestimmten Ort hegt.

Bereits bekannte Fälle von Diebstahl in der Umgebung sollten Sie ebenfalls aufhorchen lassen. Erkundigen sich fremde Personen speziell nach Hunden in der Nachbarschaft, sollten Sie alarmiert sein. Ähnliche Tricks wie der Verkauf von Tierfutter an der Haustüre dienen zum Ausspähen möglicher Ziele. Hier sollten Sie besonders misstrauisch sein und ggf. auch die Polizei informieren.