Rasseportrait Havaneser: Charakter, Aussehen, Herkunft

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Der Havaneser ist keck, quirlig und quietschfidel! © iStock

Der Havaneser ist ein richtig keckes Kerlchen! Erfahren Sie hier alles über den kleinen Wirbelwind und warum er viel mehr als ein Schoßhund ist.

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Der Havaneser ist keck, quirlig und quietschfidel! © iStock

Der Havaneser hat vor allem drei Merkmale, die seinen Charakter bzw. den ganzen Hund ausmachen: Er ist klein, quirlig und quietschfidel!

Der kleine Hund hat es binnen einiger Jahre gut und gerne zu einem Beliebtheits-Champion unter den kleinen Rassen gebracht. Auf der Hitliste der beliebtesten Hunde landet er auf einem guten 22. Platz. Von den kleinen Hunderassen liegt nur noch der Cavalier King Charles Spaniel vor dem Fellknäuel. Er schafft es sogar vor den Chihuahua!

Und das gelingt dem putzigen Hund nicht nur wegen seines knuddeligen Aussehens mit den dunklen Knopfaugen, die aus einem wuscheligen Kopf munter herausschauen. Der Havaneser gilt als treuer und loyaler Freund des Menschen. Er stellt keine besonderen Ansprüche an seine Haltung und ist mit dem Leben in einer Stadtwohnung genauso zufrieden wie mit einem großen Haus und Garten auf dem Land.

Für den Havaneser ist etwas ganz anderes viel wichtiger: seine Menschen. Mit ihnen möchte er am liebsten tagein, tagaus zusammen sein. Dabei ist es dem Hund egal, ob er beim Arbeiten oder in der Freizeit dabei sein kann. Das macht ihn zu einem idealen Familienhund.

Wie groß ist ein Havaneser?

Ein Havaneser soll zwischen 23 und 27 cm groß sein. Der Rassestandard erlaubt aber eine Spanne bei Hunden dieser Rasse von 21 bis 29 cm. Die Vorgabe unterscheidet dabei nicht zwischen Rüden und Hündinnen. Jedoch befinden sich Hündinnen meist am unteren Ende der Skala und Rüden eher am oberen.

Wie schwer ist ein Havaneser?

Der Rassestandard gibt kein konkretes Gewicht vor. Im Durchschnitt wiegen die Hunde laut VDH aber zwischen 3,5 und 6 kg. Die männlichen Vertreter des Havanesers sind dabei meist etwas schwerer als die Hündinnen.

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Wie sieht ein Havaneser aus?

Ein Havaneser ist kompakt und steht auf kurzen Beinchen, wobei der Körper etwas länger als hoch ist.

Das Fell

Auffällig ist das lange, weiche Fell des Havanesers. Es ist glatt oder gewellt. Der Havaneser besitzt jedoch anders als andere Hunderassen wenig bis keine Unterwolle.

Das Deckhaar ist bei einem erwachsenen Hund 12 bis 18 cm lang. Es sollte weder geschnitten noch getrimmt werden, wenn man den Standard wörtlich nimmt.

Havaneser können reinweiß gefärbt sein, was jedoch seltener vorkommt und eher beim weiß gezüchteten Malteser, Bologneser und Bichon Frisé zu finden ist.

Viel häufiger sind beim Havaneser unterschiedliche beige (falbfarbene) Tönungen. Weitere Farbschläge sind

  • Schwarz,
  • Havanna-Braun,
  • tabakfarben und
  • Rot-Braun.

Manche Hunde sind in den genannten Farben gefleckt. Auch Brandmarkierungen im Fell sind erlaubt. Das sind hellbraune Abzeichen über den Augen, an der Schnauze oder an den Pfoten.

Der Kopf

Die mandelförmigen, kecken Augen sind dunkel und schauen wach und fröhlich aus dem Wuschelkopf hinaus in die Welt. Die Hängeöhrchen der Hunde laufen spitz zu und sind dicht mit Fransen besetzt.

 

Wie alt wird ein Havaneser?

Als kleine Rasse, die sich bei entsprechender Pflege zudem oft bester Gesundheit erfreut, dürfen Besitzer eines Havanesers mit einer Lebenserwartung von 13 bis 15 Jahren rechnen.

Welchen Charakter bzw. welches Wesen hat der Havaneser?

Der Havaneser ist vom Charakter her ein klassisches Schoßhündchen. Das verrät übrigens auch schon sein Name: Der Hund ist auch als Bichon havanais oder Bichón Habanero bekannt. Bichon heißt übersetzt „Schoßhündchen“.

Am liebsten hat der Havaneser eine ganze Familie um sich herum. Dann kann er im Mittelpunkt stehen. Er passt sich aber verschiedenen Lebenssituationen an, ob in der Stadtwohnung oder im Landhaus. Ein Havaneser kann durchaus auch einen wachsamen Charakter haben.

Doch auch als klassisches Schoßhündchen möchte der Havaneser gern beschäftigt werden und kein Leben als Couchpotato führen. Bekommt er diesen körperlichen und geistigen Ausgleich, ist er ein anhänglicher und verschmuster Hund mit einem ausgeglichenen Wesen, der sich gut in den Alltag einbinden lässt.

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Der Havaneser kommt tatsächlich von der Insel Kuba. Inzwischen ist er aber überall in der Welt zu Hause. © iStock

Woher kommt der Havaneser?

Der Name des Havanesers verrät die Herkunft der Rasse: Havanna in Kuba. Seine Wurzeln liegen jedoch in Europa, genauer gesagt in Spanien. Experten vermuten, dass der Hund mit spanischen Kolonialherren auf die mittelamerikanische Insel gekommen ist. Dort wurde er mit einheimischen Hunden weitergezüchtet. So entstand das kleine, robuste Kerlchen. Beliebt war der Hund auf Kuba übrigens besonders bei den Reichen.

Nach der kubanischen Revolution unter Fidèl Castro hatte der Havaneser jedoch kein gutes Image mehr. Er galt als Überbleibsel der abgeschafften Oberklasse und seine Zahl dezimierte sich rasant, sodass die alten Blutlinien ausstarben.

Einige Fans schmuggelten den Hund aus Kuba in die USA, wo er dann von manchem Züchter eingesetzt wurde. Von dort fand er schließlich seinen Weg wieder bis nach Europa.

In Deutschland gehört der Havaneser wegen seiner Loyalität und Lebensfreude mittlerweile zu beliebtesten Kleinhunden nach dem Cavalier King Charles Spaniel und noch vor dem Chihuahua.

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Havaneser: Die richtige Haltung und Erziehung

Für den Havaneser sind seine Menschen der Mittelpunkt seines Lebens. Er schmust gern mit seinen Zweibeinern, liegt auf ihnen oder ist einfach nur dabei. Bekommt er nicht die Aufmerksamkeit, die er seiner Meinung nach verdient, kann er diese auch schon einmal lautstark bellend einfordern. Der Havaneser hat Charakter und zeigt ihn auch.

Daher sollten Sie – bei aller Niedlichkeit – schon beim Welpen mit der Erziehung des Fellknäuels beginnen. Das startet mit geduldigem Abwarten (beispielsweise beim Füttern oder Aus-der-Tür-gehen) und endet beim Training zum Alleinbleiben. (Lesetipp: 8 Schritte – So lernt Ihr Hund, allein zu bleiben) Denn das mag der kleine Wirbelwind gar nicht. Vor die Wahl gestellt, wird sich der Havaneser immer für die Gesellschaft mit seinen Menschen entscheiden als für eine ruhige Minute allein im Nebenzimmer.

Als reiner Familien- und Begleithund wurde der Havaneser nicht für eine klassische Aufgabe gezüchtet. Dennoch möchte ein Hund dieser Rasse gut beschäftigt werden. Glücklich ist er mit allem, was er zusammen mit seinen Menschen machen kann: kleine Suchspiele, aber auch Tricks oder Dogdancing sind hervorragende Möglichkeiten, etwas gemeinsam mit dem Hund zu unternehmen. Einige Havaneser machen sich auch sehr gut beim Apportieren. Probieren Sie es einmal aus: Apportieren lernen – So trainieren Sie es richtig.

Da Havaneser sehr klug und gelehrig sind, ist die Erziehung keine große Herausforderung. Es braucht lediglich liebevolle Konsequenz. Übertriebene Strenge oder lautes Schreien quittiert der „Havi“ dagegen schon einmal mit ignoranter Sturheit. Er erzieht seine Menschen also auch zum Respekt ihm gegenüber.

Welche Pflege braucht der Havaneser?

Durch ihr langes Fell gehören Havaneser zu den eher pflegeintensiven Hunderassen. Sie sollten das Haarkleid daher regelmäßig bürsten. Am besten nehmen Sie sich täglich Zeit für diese Pflege.

Das hat nicht nur optische Gründe. Während des Fellwechsels neigen die Haare der Hunde zum Verfilzen. Sie bilden dann an der Haut anliegende Platten. Diese lassen sich später nur durch eine Schur wieder entfernen und sind zudem ein Hygieneproblem bzw. beeinträchtigen Sie die Gesundheit: Die Verfilzungen können Entzündungen und Hautpilze zur Folge haben.

Im Gegensatz zu Rassen wie dem Puli oder dem Komondor ist das Verfilzen beim Havaneser nicht erwünscht, es gilt vielmehr als Zeichen mangelnder Pflege.

Die Stirnhaare sollten Sie entweder leicht kürzen oder mit einer Haarspange hochbinden, sodass der Havaneser einen guten Durchblick behält. Wollen Sie Ihren seidigen Wuschel ab und an baden, nutzen Sie ein mildes Hundeshampoo. Hier gilt: So oft wie nötig, aber so selten wie möglich.

Welche typischen Krankheiten hat der Havaneser?

Der Havaneser ist eine äußerst robuste Hunderasse mit einer soliden Gesundheit. Erbkrankheiten sind bei dem kleinen Kubaner nicht sehr weit verbreitet.

Dennoch testen seriöse Züchter ihre Hündinnen und Rüden und schließen so bei den Zuchttieren erblich bedingte Augen- und Herzerkrankungen, Hüft- und Ellenbogendysplasie, Taubheit sowie Patellaluxation aus. Ältere Hunde erkranken jedoch häufiger an Krebs.

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Unbedingt vermeiden sollten Sie Übergewicht. Denn das befördert Gelenkerkrankungen oder auch Diabetes. Ausreichend Bewegung und eine gute Ernährung beugen hier aber vor. Achten Sie außerdem schon beim Welpen auf die richtige Futtermenge und auch auf ein qualitativ hochwertiges Fressen für Ihren Hund.

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Was kostet ein Havaneser?

Welpen der Rassehunde vom seriösen Züchter im VDH kosten zwischen 800 und 1.800 Euro. Für Welpen mit seltenen Farben oder Nachwuchs von Schönheitschampions können auch schon einmal mehr als 2.000 Euro beim Züchter fällig werden.

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Letzte Aktualisierung am 27.09.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen