4 Gründe: Darum fressen Hunde Gras

Glaubt Ihr Hund, er sei eine Kuh? Nein, er hat mehr als gute Gründe, Gras zu knabbern. 

 © Fotolia -  Tanja Esser

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Viele Hundebesitzer erleben bei einem Spaziergang mit ihrem Hund, dass dieser es sich auf einer Wiese bequem macht und genüsslich an Grashalmen knabbert. Aber was verleitet ihn dazu? Geht es ihm nicht gut? Reicht ihm sein Futter nicht? Hat er einfach Langeweile? Oft wird wild spekuliert. Doch was für Gründe können wirklich hinter diesem Verhalten stecken? Im Folgenden sind vier Möglichkeiten dargestellt, welche Hunde zum Gras fressen verleiten können. Wichtig ist den eigenen Vierbeiner genau zu beobachten, um den Grund schließlich identifizieren und falls notwendig handeln zu können.

Grund 1: Probleme mit dem Magen

Magenprobleme werden bei Hundehaltern am häufigsten vermutet, wenn der Vierbeiner vermehrt Gras frisst. Tatsächlich gilt das Fressen von Gras als eine Methode etwas Schädliches oder Unerwünschtes, aus dem Körper wieder auszuscheiden. Durch die Aufnahme der Halme müssen Hunde sich häufig übergeben und Stoffe, die unverdaulich oder giftig für sie sind, werden auf diesem Wege wieder ausgestoßen. Besonders wenn der treue Vierbeiner sich wie ein Raubtier auf das Grün stürzt und sehr oft das Verlangen danach hat, können Magenschmerzen die Ursache sein. Er versucht seinen Magen mithilfe des Grases zu reinigen. Auch nach der Aufnahme von Fremdkörpern fressen Hunde gerne Gras, denn die Halme wickeln diesen in der Regel ein und erleichtern so die Ausscheidung.

Grund 2: Stress

Ein Hundeleben ist nicht immer einfach. Oftmals fühlen sich die treuen Vierbeiner gestresst und greifen dann zu den Grashalmen, um für Entspannung zu sorgen. Diese enthalten unter anderem zuckerähnliche Bestandteile und können eine Erhöhung des Blutzuckerspiegel bewirken. Kontrolle und Ausgeglichenheit sind bei einem Hund von großer Bedeutung. Vor allem wenn Hunde sich gestresst oder aufgewühlt fühlen, kann das süßliche Gras dem Vierbeiner beim Entspannen helfen. Gerade wenn Ihr Vierbeiner Schwierigkeiten mit anderen Hunden hat und Begegnungen zu Stress führen, kann dieser Stress auch Ersatzverhalten auslösen. Der Hund beginnt dann beispielsweise an Grashalmen zu kauen, um sich selbst abzulenken. Zusätzlich zu den zuckerähnlichen Bestandteilen wirkt auch das Kauen selbst beruhigend, da durch die Kieferbewegungen Glückshormone freigesetzt werden können. Sollten Sie bei Ihrem Hund Stress als Ursache ausmachen sollte ein Weg gefunden werden ihn auf eine andere Weise zu entspannen.

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Grund 3: Durst

Gras enthält Wasser und kann eine Trinkquelle für Hunde darstellen. Da kann es nicht nur im Hochsommer geschehen, dass die Vierbeiner es sich auf einer Wiese gemütlich machen. Insbesondere Hunde, die ihre Nase kaum vom Boden nehmen und es lieben zu schnüffeln benötigen mehr Wasser als andere, da es so zu einer schnellen Austrocknung der Schleimhäute kommt.

Grund 4: Langeweile

Auch Langeweile kann dazu führen, dass Ihr Hund an Grashalmen kaut. In diesem Fall gilt es für eine ausreichende Auslastung zu sorgen und ihn mehr zu fordern.