Rasseporträt: Norwegische Waldkatze

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Norwegische Waldkatze – Schönheit aus dem hohen Norden. © iStock

Die aus Skandinavien stammende Norwegische Waldkatze gehört zu den größten Katzenrassen der Welt. Mit ihrem halblangen Fell ist sie eine wahre Schönheit. Und auch ihr Charakter ist einfach wundervoll!

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Norwegische Waldkatze – Schönheit aus dem hohen Norden. © iStock

Mit ihrem halblangen Fell und ihrer stattlichen Erscheinung fällt die Norwegische Waldkatze sofort ins Auge. Doch die fast schon unverschämt schöne Katze besitzt noch ganz andere Qualitäten: Der Riese unter den Katzenrassen ist sanftmütig und besonders anhänglich.

Norwegische Waldkatze: So groß ist fast keine

Fällt unser Blick auf die Norwegische Waldkatze, sehen wir einen überdurchschnittlich großen Schmusetiger mit flauschigem Teddybärenfell.

Die Norwegische Waldkatze belegt auf der Liste der größten Katzenrassen der Welt den zweiten Platz direkt hinter der Savannah. Und diese ist aus einer Kreuzung mit dem afrikanischen Serval hervorgegangen und somit eigentlich keine Rasse, sondern ein Hybride.

So gesehen ist die norwegische Variante die weltweit größte Hauskatze nichthybriden Ursprungs. Der stattliche Sofa-Tiger aus dem hohen Norden erreicht eine Schulterhöhe von bis zu 44 Zentimetern und ein Gewicht von maximal 9 Kilogramm – ein echter Wikinger eben.

Die perfekte Schneekatze

An der Norwegischen Waldkatze gibt es viel Interessantes zu entdecken, was an anderen Stubentigern fehlt. Deshalb ist sie etwas ganz Besonderes.

Eine jahrhundertelange Auslese im kalten Klima Skandinaviens machte den Norweger zu einem Kuschelbär mit buschigem Schwanz und einer flauschigen Halskrause.

Was unser Auge verzückt und unserer Hand schmeichelt, sicherte den Katzen einst das Überleben bei klirrender Kälte. Regen und Minustemperaturen von bis zu -30 Grad, bereiten der Katze aus dem hohen Norden kaum Probleme. Das wollige und dichte Fell der Rasse ist wasserabweisend und hält die Wärme am Körper.

 

Tipps für Ihren Freigänger im Winter haben wir hier für Sie.

Damit die Katze während ihrer Streifzüge nicht im Schnee versinkt, besitzt sie zwischen ihren Zehen kleine Fellbüschel. Sie trägt somit ihre Schneeschuhe immer bei sich.

Waldkatzen wechseln ihr Fell mit der Jahreszeit. Das plüschige Winterfell verfügt über eine dicke Unterwolle. Darüber liegt das wasserabweisende Grannenhaar.

Das Sommerfell ist weniger stark unterfüttert, wobei die Tiere ihren buschigen Schwanz und die Halskrause ganzjährig behalten. Ein weiteres Merkmal dieser Rasse sind kleine Ohrpinsel, die den Tieren ein luchsähnliches Aussehen verleihen.

Wie sieht die Norwegische Waldkatze aus?

Die große Katze mit dem flauschigen Fell ist erst im Alter von etwa 3 bis 4 Jahren voll ausgewachsen und dann von der Nase bis zum Schwanz etwa 130 Zentimeter lang. Sie wirkt allgemein hochbeiniger und gestreckter als andere Halblanghaarkatzen. Ihr dreieckiges Gesicht mit den hoch angesetzten Ohren sieht den Betrachter freundlich an.

Norwegische Waldkatzen gibt es in vielen verschiedenen Farben, in getupfter, gestromter, getickter und getigerter Variante, in Schwarz, Schildpatt, Blau, Rot und mit Weiß.

Eine Besonderheit ist das Amber, eine bernsteinfarbige Nuance. Das Amber-Gen existiert fast nur bei Norwegischen Waldkatzen. Es entstand durch eine Mutation, die sich auf das Schwarz-Gen auswirkt und dieses in ein Bernstein-Gen verwandelt. Katzen mit diesem Gen besitzen ein rötlich-braunes Fell.

Norwegische Waldkatzen mit dieser Genvariante sehen nicht alle gleich aus, sondern manche sind heller und manche dunkler gefärbt. Das Deckhaar der roten Tiere ist mit schwarzen Haaren durchsetzt, sodass je nach Lichteinfall eine Art Salz-und-Pfeffer-Muster zum Vorschein kommt.

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Norwegische Waldkatze im Schnee. © Pixabay

Charakter der Norwegischen Waldkatze

Mit der imposanten Größe wirkt die Norwegische Waldkatze vorerst ein wenig respekteinflößend. Bei näherem Kennenlernen wandelt sich die anfängliche Scheu aber in Sympathie, denn die riesige Katze entpuppt sich schnell als liebevoller Kuscheltiger mit souveräner Ausstrahlung. (Schon gewusst? Diese Katzenrassen sind besonders verschmust.)

Gutmütig und sanft, aber dennoch aufgeweckt und verspielt: Die Waldkatze ist das perfekte Familienmitglied und eignet sich somit auch als Katze für Kinder. Ihr unkompliziertes, tolerantes Wesen und ihre aufgeschlossene Art machen sie zu einem angenehmen Hausgenossen.

Norweger sind beziehungsfähig. Sie gehen mit ihrem Menschen eine enge Bindung ein und bleiben ihm ein Leben lang treu.

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Das Zusammenleben mit anderen Haustieren verläuft meist harmonisch, denn die großen Miezen teilen gern ihr Revier. Die meisten Waldkatzen mögen Kinder und gehen sehr freundlich mit ihnen um. Dabei zeigen sie auch bei hektischen Bewegungen kaum Scheu.

Der Kuschelriese ist allgemein mit den meisten Artgenossen verträglich und eine Vergesellschaftung auch mit kleineren Katzenrassen ist in der Regel problemlos möglich.

Norwegische Waldkatzen: athletisch und elegant

Die Norwegische Waldkatze ist trotz ihrer massigen Gestalt sehr sportlich und agil. Beim Springen und Klettern zeigen die muskulösen Stubentiger große Ausdauer. Ihr Jagd- und Spieltrieb ist stark ausgeprägt, sodass sie sich freuen, wenn sich ihr Mensch ausgiebig mit ihnen beschäftigt. Dies können Jagdspiele ebenso sein wie Intelligenzspiele für Katzen.

Viele Norweger sind leidenschaftliche Freigänger. Sie erklimmen geschickt hohe Bäume und Mauern. Ist aufgrund der Verkehrslage kein Freigang möglich, dann bleiben die Katzen auch gern im Haus, denn auch in der Wohnung gibt es viel Spannendes zu entdecken.

Die Katzen freuen sich über deckenhohe Kratzbäume und viel interessantes Spielzeug. Ideal wäre natürlich ein abgesicherter Balkon oder eine Terrasse.

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Katzenrasse mit besonderer Abstammung

Die Norwegische Waldkatze ist nicht nur durch züchterischen Fleiß, sondern vor allem mithilfe natürlicher Selektion entstanden. Im Laufe der Jahrhunderte passten sich die Hofkatzen Norwegens perfekt an das raue Klima an. Schließlich waren die Winter schneereich und nass.

Als Mäuse- und Rattenjäger hielten die Katzen die Schädlinge von den Vorräten in den Kornspeichern fern. Vermutlich verdanken die geschmeidigen Tiere ihr kuscheliges Aussehen natürlichen Mutationen, die das Überleben in der Kälte erleichterten.

Anderen Vermutungen nach brachten Seefahrer Perserkatzen mit nach Norwegen, die sich dann mit den heimischen Mäusejägern vermischten. In jedem Fall bildeten die langhaarigen Hofkatzen den Grundstock für die spätere Rassekatzenzucht in den 1930er-Jahren.

1938 stellte man die Norwegische Waldkatze zum ersten Mal auf einer Ausstellung in Oslo vor. 1972 folgte die Anerkennung der „Norsk Skogkatt“ beim Norwegischen Rassezuchtverband.

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Kitten der Norwegischen Waldkatze. © Pixabay

Pflege und Haltung der Norwegischen Waldkatze

Norwegische Waldkatzen sind im Allgemeinen robust, anspruchslos und brauchen somit nicht viel Pflege. Wenn Sie gern zur Bürste greifen, dürfen Sie das tun. Das Fell der Katze erhält dadurch einen seidigen Glanz und die Katze ein paar Streicheleinheiten zusätzlich. In der Regel genügt es, bei der Pflege einmal wöchentlich die Unterwolle zu kontrollieren und Verfilzungen zu entfernen.

Extratipp: So gelingt die perfekte Fellpflege

Wie alle Katzen putzen sich auch Norwegische Waldkatzen ausgiebig, kümmern sich intensiv um die eigene Pflege und halten ihr Fell selbst rein. Damit die Waldkatze bei Ihnen rundum glücklich ist, benötigt sie daher eigentlich nur eine katzengerechte Ausstattung und natürlich jede Menge Liebe.

Die Stubentiger fühlen sich weit oben am wohlsten und lieben Kratzbäume über alles. Da es sich bei der Waldkatze um ein stattliches Exemplar handelt, ist beim Kauf des Kratzbaums auf eine robuste und stabile Verarbeitung zu achten.

Auch Katzenklappen, Bettchen und weitere Ausstattungsgegenstände müssen der Größe der Katzen entsprechen. Die meisten Zoofachgeschäfte führen die Utensilien in Übergröße und bieten somit die passende Auswahl auch für Ihre Katze. ♥

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Letzte Aktualisierung am 4.05.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API