Die Katze starrt mich an: Das ist der Grund

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Warum starrt eine Katze ihren Menschen an? Lässt die Katze die Augen nicht mehr von einer Person, hat das immer einen Grund. Wir verraten ihn!

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Hilfe! Die Katze starrt mich an! © iStock

In die großen Kulleraugen unserer Samtpfoten zu sehen, erfüllt uns mit Glück. Hin und wieder schaut die Katze jedoch nicht einfach nur, sondern starrt durchdringend.

Um den Blick Ihres Lieblings und seine Bedürfnisse zu verstehen, ist es wichtig, dass Sie die Gründe für dieses Verhalten kennen. Was das Starren zu bedeuten hat, erklären wir Ihnen hier.

6 Gründe: Darum starrt eine Katze

Katzen haben einen ausgeprägten Eigensinn und wirken immer etwas mystisch. Das gilt insbesondere dann, wenn sie scheinbar ins Nichts starren oder uns direkt und tief in die Augen blicken.

Mustert uns die Katze eindringlich, dann hat das immer einen Grund. Irgendetwas beschäftigt den Stubentiger, irgendetwas will er uns mit seinem starren Blick mitteilen.

Eine oder auch mehrere dieser 6 Botschaften stecken hinter dem Anstarren:

1. Hunger

Dass wir Menschen vorrangig als Dosenöffner und Dienstpersonal für unsere Katze fungieren, nehmen wir gern in Kauf. Vor allem dann, wenn unsere Samtpfote vor uns sitzt und uns erwartungsvoll mit ihren wunderschönen Augen anstarrt. (Übrigens: Diese Katzen haben die schönsten Augen.)

Ist Ihre Katze entspannt und läuft während des „Bettelns per Blickkontakt“ in Richtung Fressnapf oder Futtertüte, ist der Fall eindeutig: Hunger kommt vor allem dann als Grund für das Anstarren infrage, wenn die Katze zur typischen Fütterungszeit zu starren beginnt oder Sie selbst etwas essen.

Manche Katzen folgen ihren Besitzern sogar so lange durch die Wohnung und starren sie dabei an, bis sie an ihr Ziel gekommen sind. Überprüfen Sie daher die Futternäpfe und reichen Sie bei Bedarf frisches Futter.

Bleibt die Katze (regelmäßig) vorm vollen Napf sitzen, riecht daran und starrt, kann das ein Zeichen dafür sein, dass sie mit der Wahl des Futters nicht zufrieden ist. Die kleinen Gourmets wissen eben, was gut ist.

Manchmal kann man das Problem einfach aussitzen, bis die Katze sich wieder am Futter bedient. Frisst sie aber länger nicht, sollten Sie diese Tipps beherzigen: Das können Sie tun, wenn Ihre Katze nicht frisst.

 

2. Neugierde

Katzen sind wunderbar! Sie sind so verspielt und neugierig wie ein Kind. Sobald irgendwo in der Wohnung etwas los ist und die Vierpfoter nicht zu den ängstlichen Katzen gehören, sind sie zur Stelle. Katzenaugen und Katzenohren entgeht schließlich kaum etwas. Sind Sie als Katzenhalter beschäftigt und gehen gerade einer Aufgabe nach, ist das für Ihre Katze manchmal so spannend wie für uns ein guter Krimi.

Extratipp: So nehmen Sie Ihrer Katze die Angst

Sitzt der Stubentiger in Ihrer Nähe und starrt Sie an, dann will er mit großer Wahrscheinlichkeit zuschauen und herausfinden, was Sie tun. Aufgepasst: Manche Katzen sind so neugierig, dass sie beim Anstarren und Zuschauen zwischen Ihren Füßen umherlaufen, um ganz dicht am Geschehen zu sein.

Dabei passiert es manchem Katzenbesitzer schnell, dass er in einem unachtsamen Moment über die Katze stolpert. Laufen Sie daher stets langsam und mit Bedacht, wenn Ihre Katze Sie umkreist.

Natürlich können Sie Ihre Katze auch in ein anderes Zimmer bringen oder ablenken, bis Sie fertig sind – binden Sie sie allerdings mit in die Arbeit ein und lassen Sie sie zusehen, wird Ihre Katze es Ihnen mit guter Laune und eventuell Schmuseeinheiten danken.

3. Liebesbeweis

Wenn eine Katze Sie anstarrt und dabei die Augen langsam schließt und blinzelt, dann haben Katzenbesitzer den Jackpot geknackt. Diese Mimik, die ein wenig so wirkt, als würde die Katze gleich eindösen, ist ein Ausdruck großer Zuneigung und Zufriedenheit. Die Katzenforscherin Mircea Pfleiderer nannte dieses Verhalten sogar das „Lächeln der Feliden“, also der Katzen.

Wieso das so ist? Kneift eine Katze die Augen leicht zusammen und blinzelt langsam, während sie Sie anstarrt, dann fühlt sie sich bei Ihnen sicher und geborgen. Die sonst sehr aufmerksame Fellnase fühlt sich sicher und behütet, weshalb sie ihren „Radar“ ruhen lassen und unaufmerksam sein kann.

Dieser Blick ist ein absoluter Vertrauensbeweis und zeigt, dass Ihre Katze Sie liebt und gern in Ihrer Nähe ist. Er sagt oft mehr als 1.000 Worte und bringt Katzenfans einfach zum Schmelzen.

Das langsame Blinzeln ist aber nur ein Liebesbeweis von vielen. Weitere verraten wir Ihnen hier: 7 Zeichen, dass Ihre Katze Sie liebt.

4. Drohung

Nicht immer ist der Stubentiger gut gelaunt oder auf Streicheleinheiten aus, wenn er starrt. Starren in Kombination mit folgenden Verhaltensweisen zeigt, dass Abstandhalten angesagt ist:

  • angelegte Ohren
  • buckeliger Rücken
  • schlagender Schwanz
  • ausgefahrene Krallen
  • abweisende Körperhaltung
  • Knurren und Fauchen

So gesellig und verschmust Katzen auch sind, manchmal wollen auch sie einfach nur ihre Ruhe. Starrt die Katze und zeigt die oben genannten Verhaltensweisen, dann will sie alleine gelassen werden. Die Botschaft lautet: „Komm mir nicht zu nah!“

Wichtig: Respektieren Sie den Wunsch Ihrer Katze und geben Sie ihr den Freiraum, den sie braucht. Das ist eine wesentliche Grundregel bei der Katzenhaltung. Zwingen Sie sie nicht zum Streicheln oder Spielen, beachten Sie ihre Signale und gehen Sie auf Ihre Wünsche ein. So stärken Sie das Vertrauen Ihrer Fellnase. Außerdem ist sie dank regelmäßiger Ruhepausen ausgeglichener und genießt das Schmusen mit Ihnen anschließend noch mehr.

Lesen Sie dazu auch unseren Artikel: Diese Signale bedeuten: Fass mich nicht an!

5. Verwirrung

Katzen können ebenso verwirrt von unserem Verhalten sein wie Menschen. Handeln Sie anders als gewohnt oder so, dass Ihre Samtpfote Sie nicht versteht, kann das zu Missverständnissen führen. Die zehn häufigsten Missverständnisse zwischen Mensch und Katze haben wir übrigens hier für Sie.

Kann die Katze das Verhalten nicht deuten, kommt sie schnell aus der Ruhe. Sie ist irritiert und angespannt, eventuell sogar verunsichert.

Verhalten Sie sich also anders als gewohnt oder probieren Sie gerade etwas Neues aus (z. B. eine neue Spielart oder neues Zubehör), ist das eine Umstellung. Die Katze starrt Sie in so einem Fall gern an und fragt mit ihren Augen: „Was willst du von mir?“

6. Unsicherheit

Katzen sind sehr vorsichtige Tiere. Ganz besonders dann, wenn sie einen Menschen noch gar nicht oder noch nicht gut genug kennen.

Zieht eine neue Katze oder ein kleines Kitten bei Ihnen ein oder begegnen Sie einer fremden Katze, beobachten Sie eventuell ein ausgiebiges Anstarren.

Extratipp: So sollten Sie fremde Katzen begrüßen.

Meist möchte die Samtpfote so die Lage prüfen und das Verhalten des Menschen analysieren. Sie will wissen, ob sie Ihnen vertrauen kann oder ob sie besser auf Distanz bleibt.

Mustert Sie eine Fellnase durchdringend, dann starren Sie nicht intensiv zurück. Das ist unter Katzen eine Kampfansage und vermittelt dem Tier, Sie seien auf einen Machtkampf aus.

Tipp: Wollen Sie das Vertrauen Ihrer Katze gewinnen? Wie oben beschrieben, ist ein langsames Blinzeln das Lächeln der Katzen. Blinzeln Sie Ihrer Katze langsam zu und machen Sie dabei nur sanfte Bewegungen. Dieser Trick hilft, dass Katzen Sie im Nu als Freund einstufen und Vertrauen gewinnen.

Wir wünschen Ihnen viel Freude mit Ihrem Tier! ♥

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Letzte Aktualisierung am 27.09.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen