Vorsicht ist besser als Nachsicht: die Hundekrankenversicherung erklärt

Für den eigenen Hund ist vielen Menschen nichts zu teuer. Im Krankheitsfall dann aber ungewollt leider doch. Eine Versicherung schützt und hilft.

Hundeversicherung erklärt
Krankheiten beim Hund lassen sich nicht vorhersehen. ©SeventyFour/iStock

Des Menschen bester Freund – so wird der Hund auch genannt. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Menschen häufig alles tun, um ihrem Vierbeiner zu helfen, wenn es ein Problem gibt. Der Gang zum Tierarzt wird oftmals ohne zu zögern angetreten. Doch kommt es dann zur Diagnose und den potenziellen Kosten, müssen viele auch erst einmal innehalten.

Das ist natürlich grausam. Geld sollte keine Rolle spielen, wenn man seinen Hund retten möchte. Aber das tut es nun mal. Viele Operationen kosten tausende Euro und das kann sich nicht jeder leisten. Häufig müssen sogar Kredite aufgenommen werden. Eine Krankenversicherung speziell für Hunde kann die Lösung sein, um sich davor zu schützen.

Die Kosten beim Tierarzt steigen

Hunde machen das Leben vieler Menschen besser. Aber sie sind nun mal Lebewesen, die krank werden können. Die Liste der Dinge, die einen Tierarztbesuch nötig machen können, ist sehr lang. Schon eine Zahnentfernung kann (bei Narkose) über 200 Euro kosten.

Hundeversicherung einfach erklärt
Ist eine Operation nötig, um dem Liebling zu helfen, steigen die Kosten schnell in den vierstelligen Bereich. ©SeventyFour/iStock

Operationen, die deutlich über 1000 Euro kosten:

  • Tumorentfernung
  • Kreuzbandriss
  • Magendrehung
  • Bandscheiben-OP

Die sogenannte Gebührenordnung für Tierärzte gibt vor, welche Kosten zu erwarten sind. Und diese wird angepasst, wenn die Kosten für die Aufrechterhaltung der Praxis steigen. Durch Inflation und steigende Energiekosten wurden die Preise in der Gebührenordnung erneut nach oben gesetzt.

Krankheiten lassen sich schlecht planen

Das Problem bei Tierarztkosten ist, dass sie sich nicht wirklich planen lassen. Viele Menschen sind immerhin vorausschauend genug, um ein Budget dafür zu haben. In der Haushaltsplanung gibt es dann einen eigenen Punkt für alle Kosten rund um die Haustiere. Das ist schon mal ein guter Anfang.

Doch damit gibt es auch zwei große Probleme. Zum einen natürlich, dass sich das nicht jeder leisten kann. Ein angemessenes Budget für Tierarztnotfälle sollte um die 2.000 Euro betragen – nicht jeder hat dies auf der hohen Kante. Zum anderen gibt es oft nicht nur ein Haustier. Viele Menschen haben Hunde und Katzen. Oder auch mehrere Hunde. Manchmal spielt das Schicksal nun mal übel mit und es passieren mehrere Dinge auf einmal. Für alle Haustiere ein Notfallbudget zu haben, ist für die meisten Menschen keine machbare Option.

Genau hinschauen bei den Versicherungsbedingungen

Die Hundekrankenversicherung ist noch umstritten. Das liegt unter anderem daran, dass es auch Anbieter gibt, die Geld nehmen und kaum Leistung geben. So passiert es immer wieder, dass Tumorbehandlungen abgelehnt werden, da die Erkrankung schon bestand, bevor die Versicherung abgeschlossen wurde – unter Umständen unwissentlich.

Auch therapeutische Nachbehandlungen fallen oftmals aus dem Raster. Nach einer Kreuzband-OP sind diese jedoch essenziell. Manche Versicherungen übernehmen auch nicht die Kosten für Voruntersuchungen. Für eine sichere und effektive Behandlungen sind Röntgenbilder aber extrem wichtig.

Glücklicherweise kann man sich gegen schlechte Verträge gleich doppelt wehren. Einerseits gilt es, genau hinzuschauen und alles zu lesen. Wichtig ist aber auch die Meinung anderer Hundebesitzer. Sie sind häufig bereit, ihre Erfahrungen zu teilen – vor Ort und online. Ob die Versicherung wirklich alle wichtigen Kosten übernimmt, wissen diejenigen am besten, die selbst betroffen sind. Außerdem kann das Gespräch mit dem Tierarzt gesucht werden. Allerdings nur, wenn dieser unabhängig ist und nicht etwa Provisionen für Versicherungs-Deals bekommt. ♥