4 Tipps: So finden Sie die richtige Hundeleine

Leinen gibt es in den verschiedensten Designs, Farben und Mustern. Mit diesen Tipps finden Sie die beste für Sie.

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Das Wichtigste zuerst: Die richtige Hundeleine muss zu Ihnen und Ihrem Vierbeiner passen. Hundegröße, Gewicht und sein Charakter sind dabei genauso wichtig wie die Freizeitgestaltung, in die Sie Ihren Liebling einbeziehen. Mit diesen Tipps finden Sie das perfekte Modell:

1. Das Material

Die Hundeleine wird stark beansprucht und muss allen Witterungen standhalten. Deshalb werden bei der Herstellung robuste und langlebige Materialien genutzt.

Leder erfüllt diese Eigenschaften und ist bei angemessener Pflege sehr weich und liegt gut in der Hand. Da es ein schweres Material ist, ist es besonders für große, kräftigere Hunde gut geeignet. Einziger Nachteil: Bei anhaltender Nässe saugt sich die Leine voll und wird dadurch noch schwerer.

Wer eine günstigere Alternative sucht, ist mit einer Nylonleine gut beraten. Das Material ist flexibel, widerstandsfähig, reißfest und leichter als Leder. So ist es auch für kleinere Hunde sehr gut geeignet. Nylonleinen gibt es in zahlreichen Farben und Mustern und sind sogar in der Maschine waschbar. Achten Sie aber auf eine gute Verarbeitung, sonst können Nylonleinen schnell ausfransen.

Besonders pflegeleicht ist das Material Biothane. Ein Kunststoff, der auch im Pferdesport Verwendung findet und durch seine wasser- und schmutzabweisende Wirkung überzeugt, weshalb er auch keine unangenehmen Gerüche speichert. Biothane gibt es in vielen Farben und zahlreichen Designs.

2. Länge

Die Leinenlänge hat einen großen Einfluss auf die Sicherheit und sollte deshalb mit Bedacht gewählt werden. Die Angebote reichen von 35 Zentimeter bis über 20 Meter. Hierbei gilt: je kürzer die Leine, desto mehr Kontrolle haben Sie über Ihren Vierbeiner, je länger die Leine, desto mehr Freiheit bekommt Ihr Liebling.

Es muss immer individuell entschieden werden, wie viel Lauffreiheit Sie Ihrem Vierbeiner gestatten möchten oder können. Sie sollten dabei aber sowohl an die Sicherheit Ihres Hundes, als auch die anderer Menschen und Tiere denken.

 

Sind Sie in der Stadt mit viel Verkehr und Menschen unterwegs, sollte die Leine nicht zu lang sein. Es ist wichtig, dass Sie hier genug Kontrolle über den Hund haben, falls überraschende Situationen auftreten, wie beispielsweise rasante Fahrradfahrer. Länger als 2 Meter sollte die Leine in solchen Situationen besser nicht sein.

Sind Sie in der Natur unterwegs, kann zur Brutzeit auch manchmal eine lange Leine notwendig werden, die Ihrem Hund genug Freiraum bietet, Sie aber im Fall der Fälle eingreifen lässt. Überschreitet die Leine eine Länge von 3 Metern, sollten Sie unbedingt auf ein Brustgeschirr zurückgreifen, da andernfalls Halswirbel und Kehlkopf ihres Lieblings zu stark belastet werden.

3. Typ

Je nach Art der Nutzung können Sie auf unterschiedliche Leinentypen zurückgreifen. Für den alltäglichen Spaziergang in der Stadt ist eine klassische Führleine bestens geeignet. Sie ist meist 2 Meter lang, was auch der festgelegten Länge der Leinenpflicht entspricht. Eine Handschlaufe am Ende gibt einen guten Griff und genug Kontrolle über Ihren Hund, sodass sie auch für junge Hunde gut zu nutzen ist.

Wenn Ihr Hund gut auf Ihre Kommandos reagiert und der Verkehr auf Ihrem Gassi-Weg eher ruhig ist, können Sie auch eine Flexileine benutzen. Diese Leinen rollen sich automatisch ein und aus und ändern so Ihre Länge auf bis zu 8 Meter. Im Alltag kann die Flexibilität sehr praktisch sein, auf der anderen Seite aber auch viele Gefahren bergen. Viele Menschen nutzen diese Leinen unbedacht: Schnüffelt der Hund am Baum und spannt deshalb die Leine über einen Radweg, kann dies zur großen Gefahr werden. Daher sollte eine Flexileine immer mit Bedacht gewählt und mit großer Umsicht genutzt werden.

Wollen Sie Ihrem Hund in einem ruhigeren Rahmen Kommandos beibringen, können Sie hierfür eine Schleppleine nutzen. Die Leinen sind zwischen 6 und 20 Meter lang und werden vom Vierbeiner locker neben sich her getragen, ohne dass er die Leine groß beachtet. Im Notfall haben Sie aber die Möglichkeit Ihren Vierbeiner zu stoppen oder zu sich heranzuholen.

Bei sportlichen Aktivitäten bieten sich spezielle Joggingleinen an, die am Handgelenk oder um die Hüfte getragen werden. Auf diese Weise bleiben die Hände frei. Außerdem sind diese Leinen meist dehnbar und können mit kleineren Taschen für Schlüssel o. ä. ausgestattet sein.

4. Design

Farbe und Muster der Leine sind vor allem Geschmackssache. Ob in einem gedeckten schwarz, einem knalligen Pink, gestreift, gemustert oder gezwirbelt, wählen Sie einfach, was zu Ihnen passt und Ihnen gefällt. Wenn Sie allerdings eine lange Leine nutzen, sollten Sie daran denken, dass gedeckte Farben die Stolpergefahr vergrößern, auffällige Farben dagegen viel besser sichtbar sind.