Sicher im Auto unterwegs: So geht's

Im Straßenverkehr gilt als oberste Regel: Sicherheit geht vor! So wie wir unseren Gurt anlegen, müssen auch tierische Mitfahrer gesichert werden. Wir erklären, wie Ihr Hund sicher von A nach B kommt.

© Fotolia - Patryk Kosmider

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1. Transportboxen

Kombifahrern steht die sicherste Variante zum Fahren mit dem Vierbeiner zur Verfügung: eine fest installierte Transportbox im Kofferraum. Ihr Liebling kann bei einem Unfall nicht durch das Fahrzeug geschleudert werden, somit ist die Verletzungsgefahr für den Vierbeiner auf ein Minimum reduziert. 

Fest installierte Boxen sind allerdings auch teuer und sorgen für einen dauerhaften Platzverlust im Kofferraum. Tragbare Transportboxen, welche sich ohne Probleme aus dem Auto entfernen lassen, bieten ebenfalls guten Schutz und sind auch für Menschen ohne Kombi eine Option. Die Box sollte allerdings ordentlich im Fahrzeug befestigt werden können, damit sie nicht samt Hund durch das Auto geschleudert wird. Kleinere Boxen können auch im Fußraum hinter den Vordersitzen platziert werden, müssen jedoch auch dort sicher befestigt werden.

Um Ihrem Hund die Reise so angenehm wie möglich zu machen, sollten Sie die Box so platzieren, dass er nicht aus dem Auto schauen kann. So fühlt er sich am wohlsten und kann eine ruhige Fahrt genießen. Zudem ist es ratsam, Ihren Liebling in Ruhe, mit viel Geduld und Liebe an die Box zu gewöhnen. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie eine längere Fahrt planen.

2. Trenngitter und -netze

Für Halter von großen Vierbeinern gibt es die Möglichkeit, ein Trenngitter oder Trennnetz im Auto zu installieren. Generell sind Gitter eher zu empfehlen, da diese stabiler sind.

Trenngitter können entweder zwischen Rück- und Vorderbank installiert werden oder zwischen Kofferraum und Rückbank. Generell ist es wichtig, dass das Netz oder Gitter ordentlich im Fahrzeug befestigt ist.

Insbesondere in einem großen Kofferraum ist die Verletzungsgefahr für das Tier bei einem Unfall allerdings noch gegeben. Bei einer Vollbremsung würde der Hund durch den Kofferraum geschleudert werden. Ein Trenngitter zwischen Kofferraum und Rückbank ist daher auch bei besonders großen Hunden nur bedingt zu empfehlen.

3. Sicherheitsgeschirr

Bei einem Sicherheitsgeschirr handelt es sich um eine Art Gurt für den Hund. Dieser verhindert, dass das Tier bei einem Aufprall durch den Wagen katapultiert wird. Eine kurze Gurtlänge ist hierbei empfehlenswert, diese schränkt den Vierbeiner allerdings auch in seiner Bewegungsfreiheit sehr ein und kann dazu führen, dass er sich darin verheddert und sich unwohl fühlt.

Sollten Sie sich für ein Sicherheitsgeschirr für Ihren Hund entscheiden, ist es zu empfehlen, ihn an den eingeschränkten Bewegungsfreiraum zu gewöhnen, bevor Sie längere Fahrten antreten. 

4. Autositz

Der Autositz für Hunde ist eine Erweiterung des Sicherheitsgeschirrs. Der Hund sitzt dabei in einer Halbschale und wird mit einem Geschirr gesichert.

Wie beim Sicherheitsgeschirr ist die Bewegungsfreiheit des Hundes im Autositz jedoch stark eingeschränkt. Auch hier sollte der Hund deshalb vor langen Fahrten unbedingt an den Sitz gewöhnt werden. Zusätzlich sind häufige Pausen in diesem Fall noch wichtiger als sonst, damit der Hund sich die Beine vertreten kann.

5. Schutzdecke

Schutzdecken sind wenig empfehlenswert und sollten wenn überhaupt nur für kurze Wege genutzt werden. Zwar verhindert eine Schutzdecke, dass der Hund vom Rücksitz aus in den Fußraum fallen kann, sie bietet aber ansonsten nur wenig Sicherheit für das Tier und den Halter: Der Vierbeiner könnte den Fahrer stören und somit Unfälle verursachen. Schutzdecken allein sind daher keine gute Idee für längere Fahrten.

Als Ergänzung zum Trenngitter oder -netz macht sich eine Schutzdecke jedoch sehr gut. Sie bietet dem Hund eine bequeme Liegemöglichkeit und schützt die Autositze vor Hundehaaren.

Die optimale Lösung ist wie so oft vom Tier abhängig. Zusätzlich ist die Art des Autos entscheidend, welche Möglichkeiten sich Ihnen bieten. Wählen Sie daher weise und planen Sie vor einer längeren Autoreise etwas Zeit ein, um Ihre gewählte Transportart zu testen. Nur so können Sie sicher sein, dass Ihr Hund die Fahrt gut und stressfrei verkraftet.