Katzenfutter selber machen: So geht’s

Ist Deine Katze das ewige Dosenfutter leid? Dann zaubere ihr doch einfach selbst etwas auf den Teller! So kochst Du das perfekte Katzen-Menü.

Katzenfutter selber machen: So geht's
Katzenfutter selber machen? Aber nur unter „fachlicher“ Aufsicht! ©Nic_Ol/iStock

1. Vor dem Kochen

Achte beim Einkaufen darauf, nicht nur das Bedürfnis nach Fleisch abzudecken. Fleisch oder Fisch kann die Grundlage des Gerichtes sein, Du solltest aber auch auf Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe achten. Kaufe also auch Reis, Gemüse, Butter, Eier, Milch oder Kräuter.

Die ideale Zusammensetzung hängt vom Alter der Katze ab, ob sie Freigänger ist, faul oder eher aktiv. Frage hierzu unbedingt Deinen Tierarzt, damit Deine Katze mit allen benötigten Nährstoffen versorgt ist.

Bei der Menügestaltung kannst Du sehr kreativ sein und musst lediglich für Katzen bedenkliche Lebensmittel vermeiden.

Katzen gesund ernähren
  • Streicher, Michael (Autor)

2. Die Zubereitung

Hier stellt sich zunächst die Frage: roh oder nicht? Mag Deine Katze das Futter roh, achte darauf, dass das Fleisch sehr frisch und nicht von Bakterien befallen ist. Auf rohes Schweinefleisch solltest Du jedoch unbedingt verzichten (hier erklären wir, warum). Rohe Leber fütterst Du am besten nur in Maßen, da sie einen Vitamin-A-Überschuss begünstigen kann.

Rohe Innereien lieben unsere Samtpfoten. Entferne vor dem Füttern aber das Fett, da es den meisten Tieren nicht schmeckt. Nieren wiederum sind roh auch tabu, weil sie als Filterorgane zu viele Schadstoffe enthalten.

Setzt Du lieber auf Gekochtes, bereite zunächst Reis oder auch Getreideflocken und verträgliches Gemüse wie Karotten, Brokkoli, Kartoffeln oder Spinat vor. Probiere hier einfach verschiedene Varianten aus. Anschließend gibst Du etwas Butter und frische Kräuter wie z. B. Petersilie dazu und garst die Mischung, bis alles weich und bekömmlich ist. Sogar eine Prise Salz ist erlaubt. Zu viel würzen solltest Du aber auf keinen Fall.

Reguliere mit Wasser noch ein wenig die Konsistenz und gib dann das Fleisch wahlweise roh oder ebenfalls gekocht hinzu. Anschließend kannst Du kleine Portionen einfrieren und bei Bedarf auftauen oder gleich frisch servieren. Fertig ist das Grundrezept!

3. Zwei Rezeptideen

Im Prinzip bist Du hier völlig frei, solange Du die Tabu-Lebensmittel (welche das sind, liest Du hier) meidest. Probiere einfach verschiedene Gerichte aus und beobachte, was Deiner Katze am besten schmeckt. Bei diesen zwei Gerichten läuft fast jeder Katze das Wasser im Mäulchen zusammen:

Deftig für kältere Tage

  • 1 Kalbsfuß
  • 2 Hühnerflügel
  • Möhren
  • Kräuter

Koche zunächst den Kalbsfuß aus und gieße ihn warm ab. Reduziere anschließend die entstandene Brühe etwas und koche die beiden Hühnerflügel darin. Gib das Fleisch mit Haut und Brühe anschließend zusammen mit den vorher kleingeschnittenen Möhren in eine Form.

Lasse alles erkalten und entferne die Fettschicht. Für den letzten Schliff gibst Du noch ein paar Kräuter hinzu. Schon hast Du eine deftige Sülze, die vor allem Freigängern ordentlich Energie liefern kann.

Für Fischfans

  • Calamari
  • 1 Ei
  • 1 EL Olivenöl

Schneide die kleinen Tintenfischringe in schmale Streifen und koche sie in heißem Wasser ab. Auch das Ei wird gekocht. Vermenge anschließend den kleingehackten Eidotter mit einem Esslöffel Olivenöl und benutze das Ganze als Soße für die Calamari. Fertig sind die leckeren Meeresfrüchte-Antipasti für fellige Italien-Liebhaber. ♥