Katzenfutter selber machen: So geht's

Ist Ihre Katze das ewige Dosenfutter leid? Dann zaubern Sie ihm doch einfach selbst etwas auf den Teller! Wir zeigen, wie Sie das perfekte Menü für Ihren Fellball kochen.

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1. Vor dem Kochen

Achten Sie beim Einkaufen darauf, nicht nur das Bedürfnis nach Fleisch abzudecken. Fleisch oder Fisch kann die Grundlage des Gerichtes sein, Sie sollten aber auch auf Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe achten. Kaufen Sie also auch Reis, Gemüse, Butter, Eier, Milch oder Kräuter. Die ideale Zusammensetzung hängt vom Alter der Katze ab, ob sie Freigänger ist, faul oder eher aktiv. Fragen Sie hierzu unbedingt Ihren Tierarzt, damit Ihre Katze mit allen benötigten Nährstoffen versorgt ist.

Bei der Menügestaltung können Sie sehr kreativ sein und müssen lediglich für Katzen bedenkliche Lebensmittel vermeiden.

2. Die Zubereitung

Hier stellt sich zunächst die Frage: roh oder nicht? Mag Ihr Liebling sein Futter roh, müssen Sie darauf achten, dass das Fleisch sehr frisch und nicht von Bakterien befallen ist. Auf rohes Schweinefleisch sollten Sie jedoch unbedingt verzichten (hier erklären wir, warum) und rohe Leber nur in Maßen füttern, da sie Vitamin-A-Überschuss begünstigen kann.

Rohe Innereien lieben unsere Samtpfoten, Sie sollten vorm Füttern aber das Fett entfernen, da es den meisten Tieren nicht schmeckt. Nieren wiederum sind roh auch tabu, weil sie als Filterorgane zu viele Schadstoffe enthalten.

Setzen Sie lieber auf Gekochtes, sollten Sie zunächst Reis oder auch Getreideflocken und verträgliches Gemüse wie Karotten, Brokkoli, Kartoffeln oder Spinat vorbereiten. Probieren Sie hier einfach verschiedene Varianten aus. Anschließend geben Sie etwas Butter und frische Kräuter wie z. B. Petersilie dazu und garen die Mischung, bis alles weich und bekömmlich ist. Sogar eine Prise Salz ist erlaubt, zu viel würzen sollten Sie aber auf keinen Fall.

Regulieren Sie mit Wasser noch ein wenig die Konsistenz und geben Sie dann das Fleisch wahlweise roh oder ebenfalls gekocht hinzu. Anschließend können Sie kleine Portionen einfrieren und bei Bedarf auftauen oder gleich frisch servieren. Fertig ist das Grundrezept!

3. Zwei Rezeptideen

Im Prinzip sind Sie hier völlig frei, solange Sie die Tabu-Lebensmittel (welche das sind, lesen Sie hier) meiden. Probieren Sie einfach verschiedene Gerichte aus und beobachten Sie, was Ihrem Stubentiger am besten schmeckt. Bei diesen drei Gerichten läuft fast jeder Katze das Wasser im Mäulchen zusammen:

Deftig für kältere Tage

  • 1 Kalbsfuß
  • 2 Hühnerflügel
  • Möhren
  • Kräuter

Kochen Sie zunächst den Kalbsfuß aus und gießen Sie ihn warm ab. Reduzieren Sie anschließend die entstandene Brühe etwas und kochen Sie die beiden Hühnerflügel darin. Geben Sie das Fleisch mit Haut und Brühe anschließend zusammen mit den vorher kleingeschnittenen Möhren in eine Form. Lassen Sie alles erkalten und entfernen Sie die Fettschicht - für den letzten Schliff geben Sie noch ein paar Kräuter hinzu. Schon haben Sie eine deftige Sülze, die vor allem Freigängern ordentlich Energie liefern kann.

Für Fischfans

  • Calamari
  • 1 Ei
  • 1 EL Olivenöl

Schneiden Sie die kleinen Tintenfischringe in schmale Streifen und kochen Sie sie in heißem Wasser ab. Auch das Ei wird gekocht. Vermengen Sie anschließend den kleingehackten Eidotter mit einem Esslöffel Olivenöl und benutzen Sie das ganze als Soße für die Calamari. Fertig sind die leckeren Meeresfrüchte-Antipasti für fellige Italien-Liebhaber.