6 Tricks: So kommt die Medizin in Ihren Hund

Mit diesen 6 Tipps wird das Verabreichen von Tabletten, flüssiger Medizin und Augentropfen zum Kinderspiel.

 © Fotolia -  BillionPhotos.com

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Wenn Ihr Hund krank ist, dann leiden Sie mit. Es soll ihm möglichst bald wieder besser gehen. Allerdings versteht der arme Vierbeiner nicht, dass dazu die bitteren Medikamente nötig sind. Hier sind 6 Tipps, wie Sie die Medizin in Ihr Tier bekommen.

1. Auf gut Glück

Bei einigen Hunden hat man Glück und bekommt Tabletten mit diesem Trick in den Magen des Tieres: Umfassen Sie von oben die Lefzen des Hundes und öffnen Sie vorsichtig das Maul. Legen Sie das Medikament dann an die Zungenwurzel, also ganz hinten in den Rachen, schließen Sie das Maul Ihres Lieblings und halten Sie es sanft (!) zu. Massieren Sie dabei vorsichtig die Kehle. Dadurch wird der Schluckreflex ausgelöst. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Hund in dieser Zeit gut beobachten und prüfen, ob die Tablette wirklich geschluckt wurde.

2. Pipetten als Hilfsmittel

Mit diesem Werkzeug können Sie Ihrem Hund flüssige  Medizin leichter verabreichen. Halten Sie auf einer Seite die Lefze weit hinten, also praktisch im "Mundwinkel" fest und ziehen Sie sie sehr sanft leicht nach außen, sodass sie einen Trichter bildet. Schieben Sie Ihrem Hund die Pipette dort vorsichtig ins Maul. Geben Sie dann die Flüssigkeit langsam ein. Bleiben Sie dabei ruhig und lassen Ihrem Liebling genug Zeit, die Flüssigkeit zu schlucken. Ein Leckerli danach macht vieles vergessen. 

3. Leckere Verpackung

Wenn Sie eine Tablette in ein kleines Fleischstück verpacken, ist das Problem oft schon gelöst. Zu einer Extraportion Leckerei können nur wenige Hunde nein sagen. Inzwischen gibt es im Handel aber auch speziell für die Tablettengabe angefertigte Leckerlis, in denen man das Medikament verstecken kann. 

Fliegt der Schwindel auf, versuchen Sie es bei der Hauptmahlzeit, wenn Ihr Hund mehr Hunger hat, und verstecken Sie die Tablette zwischen dem Futter im Napf. Beobachten Sie Ihren Hund beim Fressen jedoch genau. Einige Schwänzchenwedler sind echte Künstler darin, erst einmal alles wegzuputzen und die Tablette dann doch am Ende wieder auszuspucken. 

4. Verändern Sie den Aggregatzustand

Flüssige Medizin lässt sich oft besser verabreichen. Sie können Tabletten einfach in Wasser auflösen und dann mit einer Pipette eingeben (s. Punkt 2). Eine andere Möglichkeit ist, die Tablette zu verkleinern, das funktioniert sehr gut mit einem Mörser. So fällt sie im Futter weniger auf und kann vom Hund nicht einfach wieder ausgespuckt werden.

5. Arbeiten Sie im Team

Manchmal ist es einfacher, Medikamente zu zweit zu verabreichen. Dann ist die Prozedur schneller geschafft und der Hund hat deutlich weniger Stress. Bei Augentropfen etwa kann einer die Schnauze des Hundes sanft halten, der andere öffnet das betreffende Hundeauge und gibt die Tropfen vorsichtig hinein. Lassen Sie die Tropfen dabei von oben auf das Auge tröpfeln, ohne mit der Flasche die Hornhaut zu berühren. 

Bei Ohrentropfen sind zwei helfende Hände ebenso hilfreich, weil viele Hunde sich gegen das Medikament mit heftigem Kopfschütteln wehren. Lassen Sie Ihren Helfer den Hund sanft halten, während Sie die Ohrentropfen eingeben. Wichtig: Sie müssen nicht besonders weit in das Ohr hinein. Da der Ohrkanal nach unten verläuft, fließt das Medikament von ganz allein hinunter. 

Auch hier ist Ruhe geboten und ein Leckerli im Anschluss eine gute Idee. 

6. Fragen Sie um Rat

Falls sich ihr Hund immer noch sträuben sollte, die Medikamente nicht aufnimmt oder bei der Gabe enorm unter Stress gerät, fragen Sie Ihren Tierarzt, ob evtl. eine andere Darreichungsform (also z. B. per Injektion) möglich ist.