So kommt Ihr Hund gut durch heiße Tage

Steigen die Temperaturen, wird es für Ihren Hund nicht nur unangenehm, sondern kann auch schnell tödlich enden. BITTE beachten Sie unsere Tipps!

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Der Wetterbericht bezeichnet die heißen Sommertage zwischen Mitte Juli und Mitte August als Hundstage. Aber warum? Die Hitze löst bei den Vierbeinern doch alles andere als Begeisterung aus. Jeder verantwortungsvolle Hundebesitzer überlegt da, wie er seinem besten Freund dabei helfen kann, die Hitzewelle unbeschadet zu überstehen.

Hier finden Sie die wichtigsten Punkte, die Ihrem Hund die heißen Tage erleichtern.

1. Passen Sie den Tagesablauf an

Hunde lieben einen geregelten Tagesablauf. Bei hohen Temperaturen tun Sie Ihrem Vierbeiner allerdings keinen Gefallen, wenn Sie versuchen, den regulären Rhythmus einzuhalten. Den täglichen Gang durchs Revier legen Sie besser in die frühen Morgenstunden. Oder Sie drehen erst nach Sonnenuntergang gemeinsam Ihre große Runde. 

2. Wählen Sie Alternativrouten

Es darf auch gern eine andere Strecke sein: Parks, Wälder oder Wege am Fluss bieten oft ausreichend Schatten – im günstigsten Fall kann Ihr Hund unterwegs sogar eine Abkühlung in einem Brunnen, Bach oder See genießen. Die Straßen, die Sie benutzen, sind idealerweise nicht asphaltiert, denn Asphalt speichert Hitze. Es besteht die Gefahr, dass sich Ihr Schatz die Pfoten verbrennt.

3. Nehmen Sie immer Wasser mit

Hunde regulieren ihre Körpertemperatur über das Hecheln. Schwitzen können sie nur über die Pfoten. Frisches Wasser unterstützt sie dabei. An heißen Tagen ist es besonders wichtig, dass Sie Ihrem Vierbeiner regelmäßig kühles Wasser anbieten. Nehmen Sie auf Spaziergänge und Ausflüge ausreichend Frischwasser und einen faltbaren Napf mit – am besten für jeden Hund und für Sie eine Flasche!

4. Schalten Sie einen Gang zurück

Mensch und Tier stöhnen gleichermaßen unter der Hitze, lassen Sie es deshalb ruhig angehen. Einige Pflichten müssen Sie auch bei großer Hitze erledigen – alles andere darf warten. Nutzen Sie die Zeit stattdessen für Ihren Hund. Ihre Fellnase genießt es, wenn Sie an einem kühlen Ort mit ihr zusammen mehr Zeit als sonst verbringen.

Sucht Ihr Hund einen ungewohnten Liegeplatz auf, lassen Sie ihn - Fliesen sind an heißen Sommertagen angenehmer als das Hundekörbchen.

5. Lassen Sie Ihren Hund ggf. zu Hause

Hund, Auto und sommerliche Hitze bilden eine heikle Kombination. An heißen Tagen bleibt der Vierbeiner bei Besorgungen besser im Haus. Steht eine wichtige Fahrt an, beachten Sie bitte Folgendes: Parken Sie Ihr Auto bereits am Vortag an einem möglichst schattigen Platz. Kurz bevor Sie starten, öffnen Sie den Kofferraumdeckel und alle Türen - das sorgt zusätzlich für Abkühlung. Sobald Sie am Ziel angelangt sind, wählen Sie ebenfalls einen Stellplatz im Schatten.

Doch auch wenn Sie einen solchen Platz gefunden haben: Lassen Sie Ihren Hund niemals - auch nicht nur "für ein paar Minuten" im Wagen. Egal, wie viele Fenster Sie öffnen oder wie kühl es dank Klimaanlage eben noch im Wagen war - das Auto heizt sich in Windeseile auf und wird für Ihren Schatz zur tödlichen Falle!

6. Gehen Sie baden

Vielleicht haben Sie Zeit und Lust, mit Ihrem treuen Begleiter einen Badetag einzulegen. An vielen Seen existieren Badestrände für Hundebesitzer mit Anhang. Hier können die Tiere bedenkenlos auf der Wiese toben und jederzeit zum Schwimmen ins Wasser.

Ein Hundestrand eröffnet Ihnen und Ihrem Hund die Chance, neue Kontakte zu knüpfen und zusammen eine angenehme Zeit zu verleben. Durch den Strand ist das erfrischende Wasser jederzeit erreichbar. Wenn Sie es lieber ruhiger haben, suchen Sie ein abgelegenes Plätzchen an einem See oder Bach auf und freuen sich an der Ruhe.

Übrigens: Die Hundstage tragen ihren Namen, weil zwischen dem 23. Juli und dem 23. August das Sternbild des Großen Hundes (Canis Major) am Himmel erscheint. Die "dies canis major", also die Tage des Großen Hundes treffen in Mitteleuropa auf den Hochsommer und wurden so zum Inbegriff der Sommerhitze.