Völlig verängstigter Hund taut endlich auf

Die kleine Hündin „Blossom“ kam endlich in gute Hände. Doch selbst dort brauchte sie noch drei Monate, um endlich wieder eine Sache zu tun.

Ein zitterndes Häufchen Elend

Blossom, eine kleine Hündin aus einer Tiervermehreranlage, muss furchtbare Dinge erlebt haben. Als eines Tages Tierschützer nach den Tieren schauen, ist sie vollkommen verängstigt. Unter einem Hundebett hatte sie sich verkrochen. Als die Helfer es entfernten, kauerte sie sich auf dem Boden zusammen. Zitternd. Mit riesigen, hilflos blickenden Augen.

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Einer der Helfer nahm Blossom mit zu sich nach Hause. Doch auch dort änderte sich das Verhalten des Hundes nicht. Sobald es möglich war, huschte Blossom unter den Tisch oder das Bett, immer zitternd wie Espenlaub.

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Geduld und Liebe

Die Menschen in Blossoms neuer Familie versuchten, die Hündin so wenig wie möglich zu bedrängen. Laute Geräusche machten ihr Angst oder auch schon die Tatsache, dass man sie ansah. Nie zuvor hatte sie Gras unter den kleinen Pfoten gespürt. Alles war neu für sie. Blossom wusste schlicht nicht, was es bedeutet, ein Hund zu sein.

Einen ersten kleinen Schritt in die richtige Richtung machte Blossom schließlich, als sie von ihren Menschen ein kleines Tipi geschenkt bekam. In dieser kleinen Höhle fühlte sie sich offenbar ein kleines bisschen sicherer und taute so nach Monaten voller Versuche mit Geduld und Liebe endlich ein wenig auf.

Die zweite Chance: Hunde mit Vergangenheit
  • von der Leyen, Katharina (Autor)

Handfütterung für mehr Vertrauen

Blossom bekam ihr Futter nur noch aus der Hand. So sollte sie Vertrauen gewinnen. Außerdem war das die einzige Möglichkeit, ihr genügend Flüssigkeit zuzuführen. Denn auch aus einem Napf zu trinken, kannte Blossom bisher nicht.

Doch eines Tages geschah es: Offenbar hatte sich das kleine Bündel Hund genau angesehen, was die anderen Hunde im Haushalt am Napf machen. Und so steckte auch Blossom nach sechs Wochen erstmals ihre kleine Zunge ins Wasser, um zu trinken.

Ein großer Sprung für den kleinen Hund

Nach zwei Monaten sprang Blossom dann schließlich endgültig über ihren Schatten. Mit einem großen Satz sprang sie aufs Sofa und neben ihre Menschen, ließ sich streicheln und sich gut zureden. Noch war sie unsicher, aber das war eine riesige Veränderung für den kleinen Hund.

Und auch sonst änderte sich einiges: Blossom taute auch gegenüber den anderen Hunden auf. Andere Pflegehunde begrüßte sie freudig und hieß sie im Haus willkommen.

Und dann endlich, nach ganzen drei Monaten machte Blossom etwas, was sie die ganze Zeit nicht getan hatte: Sie fasste sich ein Herz, flitzte durch den Garten und wedelte mit dem kleinen Schwänzchen! All die Monate hatte sie sich das nicht getraut. Doch die Liebe und Zuwendung ihrer Pflegefamilie hatte ihr den Mut gegeben, endlich wieder ein kleines bisschen mehr Hund zu sein.

Wir danken Blossoms Pflegefamilie sehr und freuen uns, dass sie inzwischen ein liebevolles Für-immer-Zuhause gefunden hat. ♥