Polizist findet angeketteten Hund und rettet ihm das Leben

Ein Polizist rettet einen angeketteten Hund. Er nimmt ihn mit und bringt ihn in eine Auffangstation. Sofort will er ihn adoptieren. Doch mitnehmen darf er das Tier an dem Tag nicht …

Angekettet mitten im Regen

Eines Tages war der New Yorker Polizist Michael Pascale auf Streife unterwegs. Seine Tour mit dem Dienstwagen führte ihn auch in einen öffentlichen Park. Im Augenwinkel bemerkte er einen kleinen Hund, der mitten im Regen angekettet war. Um ihn herum lagen benutzte Spritzen. Das Tier zitterte und war völlig verunsichert, durchnässt und durchgefroren.

„Er starrte nur hoch zu mir mit diesen ‚Hilf mir‘-Augen“, sagt Pascale. „Mein erster Gedanke war: Ich muss diesen Hund hier herausholen!“

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Also befreite der Polizist das kleine Häufchen Elend und brachte den Hund in einen der Animal Care Center (ACC) in New York. In der Tierauffangstation des Centers konnte sich der Hund aufwärmen, etwas zur Ruhe kommen und vor allem eine liebevolle Behandlung durch Menschen erfahren.

Der Polizist brachte den Hund in seine Box und trocknete ihn mit einem Handtuch sanft ab. Da lehnte sich der Hund fest an ihn und brachte das sonst so sachliche Herz des Polizisten zum ersten Mal zum Schmelzen. „Ich sehe nicht nur ein Tier. Ich sehe eine Seele“, sagte Pascale später über diesen Moment. „Dem kann ich nicht den Rücken zukehren.“

„Bring ihn heim!“

Schließlich schickte er ein Foto des Hundes an seine Frau, das zeigte, wie er im Park angekettet gewesen war. Er fragte sie per Textnachricht: „Kannst du glauben, dass jemand das einem unschuldigen Tier antut?“ Seine Frau überlegte keine Sekunde. Ihre Antwort war: „Bring ihn heim!“ Pascale war erst nicht sicher, ob seine Frau es ernst meinte und schrieb: „Mach keine Scherze. Ich mache das!“ Seine Frau antwortete kurz und knapp: „Ich scherze nicht. Bring ihn heim!“

Sofort durfte der Polizist mit dem Herz aus Gold den Hund allerdings nicht mitnehmen. Es gibt eine verpflichtende Wartezeit von 72 Stunden bei der Auffangstation. In dieser Zeit können sich ggf. Besitzer melden, um das Tier abzuholen.

Am Tag darauf ging der Polizist in seiner Pause zur Tierauffangstation, um den Hund wiederzusehen. Eine Zeitlang setzte er sich neben die Box und verbrachte einige Minuten mit dem Hund. Am dritten Tag kehrte Pascale wieder zurück. Dieses Mal durfte er den Hund in der Mittagspause zu einer Gassirunde ausführen. Wieder zurück in der Box schlief der Hund auf der Hand des Polizisten ein. Spätestens jetzt war das Herz des Ordnungshüters vollkommen erweicht.

Ab nach Hause

Dann endlich war der Tag gekommen: Pascale durfte das Findelkind mit nach Hause nehmen. Mit dem Versprechen, dass ihm nie wieder etwas zustoßen werde, machten sich die beiden – Hund und Polizist – auf nach Hause und auf in eine schöne, gemeinsame Zukunft.

„Joey“ hatte Pascale den Hund inzwischen getauft. Und beide konnten es kaum erwarten, endlich den Moment zu erleben, in dem der Hund in ein sicheres und liebevolles Heim einzieht. Schließlich waren sie dort angekommen, die Tür öffnete sich und Joey stapfte neugierig ins Haus. Dort schaute er sich erst einmal kurz um, bevor er schließlich auch seinem neuen Frauchen Hallo sagte.

Die zweite Chance: Hunde mit Vergangenheit
  • von der Leyen, Katharina (Autor)

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Pitbulls haben einen schlechten Ruf. Aber Joey könnte nicht weiter davon entfernt sein“, sagt Pascale. „Joey ist ein Energiebündel und ein echter Kuschelkönig. Und ich glaube, das ist sein Weg mir zu sagen: ‚Danke, dass du mich gerettet hast.'“

Schaut man dem Hund heute in das Gesicht, ist der Unterschied überwältigend: Aus dem verunsicherten, ängstlichen häufchen Hund ist ein fröhlicher, liebevoller und bildhübscher Pitbull geworden. Danke, Michael Pascale, dass Sie nicht weggesehen haben! ♥