So macht der Hund Diät, ohne zu hungern

Hat Ihr Hund einige Pfunde zu viel auf den Rippen? So nimmt er ab und kann sich trotzdem sattfressen.

Hin und wieder kommt es auch beim besten Freund des Menschen vor, dass er das ein oder andere Pfund zu viel auf den Rippen trägt. Dann ist Abspecken angesagt – doch geht das überhaupt, ohne dass der Hund hungern muss? Mit welcher Diät wird aus einer leichten Rundung wieder eine schlanke Taille?

Bewegung

Bevor man sich als Halter an das Kürzen der Futterration macht, ist es meist sinnvoller, zunächst das Pensum an Bewegung zu steigern.

Bei übergewichtigen Hunden ist jedoch darauf zu achten, dass sie die Gelenke nicht überbeanspruchen, beispielsweise durch Start-Stopp-Spiele wie Ballwerfen oder häufige, große Sprünge. Auch Radfahren kann je nach Übergewicht schon zu viel sein. Die Devise lautet daher: angemessene, gleichmäßige und schonende Bewegung (z. B. im Wasser) macht schlank und nicht krank.

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Überprüfen der Futterration

Zwischen Hungern und Mäßigen besteht ein großer Unterschied bei Diäten: Die Futtermenge des Hundes auf beispielsweise zehn Prozent zu kürzen ist nicht nur übertrieben, sondern auch ungesund und führt schnell zu Mangelernährung.

Sinnvoll kann es im Zuge einer Diät allerdings sein, zu prüfen, ob der Hund nicht vielleicht zu viel Futter erhält. Dies passiert beispielsweise nach einer Futterumstellung oder durch den Übergang vom Junghund zum adulten Tier recht schnell. 

Strecken des Futters

Zusätzlich zur Verringerung der Futtermenge kann es sinnvoll sein, die Zusammensetzung zu verändern. Ballaststoffe machen satt, aber nicht dick. Einen Teil des normalen Futters können Sie deshalb mit Futterzellulose strecken. (Bitte Fütterhinweise auf der Packung beachten.) So wird Ihr Hund satt, ohne unnötig Kalorien aufzunehmen.

Futterumstellung

Nicht immer ist die Menge schuld, manchmal ist es das Futter selbst. Dabei geht es sowohl um Bestandteile wie nicht entzuckerte Rübenschnitzel, als auch um die analytischen Bestandteile. Ein Hund mit mäßiger Bewegung braucht kein Sporthundefutter mit einem Fettanteil von nahezu 20 Prozent – das macht alles andere als schlank.

Diät-Futtermittel

Wer möchte, kann seinen Hund mit einem extra hierfür konzipierten Futter wieder schlank bekommen. Diese Diät-Futtermittel werden von diversen Herstellern angeboten und haben im Prinzip alle eines gemeinsam: einen hohen Anteil an Rohfaser, meist in Form von Inulin. Dieser senkt die Verdaulichkeit des Futters und sorgt somit dafür, dass weniger davon im Verdauungstrakt aufgenommen wird. Der Hund kann also eine recht normale Futtermenge zu sich nehmen und dennoch Gewicht verlieren.

Vermeiden von Snacks

Nichts steht einer Diät und einer schlanken Linie so sehr im Weg wie das Naschen. Das gilt auch für Hunde, nur dass es sich bei ihnen nicht auf Schokoriegel und Kekse bezieht, sondern auf fett- und zuckerhaltige Leckerlis oder gar Essenreste vom Tisch.

Diese kleinen Gaben zwischendurch summieren sich und werden so zu echten Dickmachern. Deswegen sollten sie entweder von der täglichen Ration abgezogen oder ganz gestrichen werden. 

Das Gleichgewicht ist wichtig

Wie bei allem im Leben kommt es auch bei einer Diät auf ein gesundes Mittelmaß an. Ausreichend Bewegung, eine angemessene Menge Futter und die mäßige Verwendung von Leckerlis erhalten dem Hund eine schlanke Figur, ohne zu Hungern oder Extremsport betreiben zu müssen. Denn ebensowenig wie Übergewicht der Gesundheit zuträglich ist, sind es zu rasches Abnehmen, zu kleine Futterrationen oder zu viel, den Körper zu stark belastende sportliche Anstrengungen. Eine Diät ist ein Marathon, kein Sprint.