Der Hund hustet: Ursachen, Symptome, Therapie

Husten bei Hunden ist genauso doof und lästig wie bei uns Menschen. Die Ursachen für den Husten sind mal harmlos, manchmal aber auch sehr ernst.

Der Hund hustet: Ursachen, Symptome, Therapie
Wenn der Hund hustet, fühlt er sich oft auch insgesamt eher „puh“. ©Sushiman/iStock
• Husten beim Hund kann immer wieder auftreten.
• Man unterscheidet verschiedene Arten.
• Die Ursachen sind mal harmlos und mal sehr ernst.

„Bellt“ Dein Hund neuerdings ganz anders als sonst? Aber nicht, weil er wirklich bellt, sondern weil er sich einen schlimmen Husten eingefangen hat? Husten ist bei Hunden gar nicht so selten. Die Arten sind allerdings verschieden und die Gründe auch.

Wegen der gereizten Atemwege zeigen viele Hunde neben dem Husten übrigens häufig auch ein Würgen. Das macht das Ganze noch ein wenig unangenehmer für Deinen felligen Freund. Wir schauen mal genauer hin, was es mit dem Husten bei Hunden auf sich hat.

Welche Arten von Husten gibt es beim Hund?

Beim Hund gibt es genau wie bei uns Menschen verschiedene Arten von Husten. Beide sind sehr unangenehm für Deinen Wautz. Beobachte ihn daher genau, um möglichst früh zu erkennen, wann er Hilfe braucht. Ein genaues Hinschauen und Hinhören ist außerdem wichtig, damit Du dem Tierarzt oder der Tierärztin möglichst genau beschreiben kannst, welche Symptome Du bei Deinem Hund bemerkt hast.

Trockener Husten

Was ist das?

Trockener Husten beim Hund kann den kleinen Schwänzchenwedler ganz schön nerven. Diesen Husten nennt man auch Reizhusten oder unproduktiven Husten. Der Hund hustet also „nur“ und bringt dabei aber keinen Schleim hervor.

Trockener Husten beim Hund ist oft sehr laut und kann Deinem Vierbeiner ziemliche Schmerzen bereiten. Mit jedem Husten werden die Schleimhäute weiter gereizt. Der trockene Husten beim Hund löst außerdem nichts, sodass er dem Wautz auch keine Linderung verschafft.

Was sind die Ursachen?

Sehr trockene Luft oder ein Druck auf den Hals des Hundes kann diesen Husten auslösen. Es können aber auch Infekte oder Allergien dahinterstecken.

Als Ursache für trockenen Husten beim Hund kommen zudem Fremdkörper im Hals des Hundes infrage. Hat Dein Vierbeiner kürzlich beispielsweise Gras geknabbert, kann es sein, dass ihm schlicht ein Halm im Hals feststeckt, dort kitzelt oder die Atemwege reizt. (Warum Hunde so gern Gras fressen, erfährst Du hier.) Oft kommt es dann auch zum Würgen bei Hunden.

In seltenen Fällen stecken Würmer beim Hund hinter dem trockenen Husten. Zudem können Herzerkrankungen oder Asthma beim Hund der Grund für den Husten sein. Der Tierarzt oder die Tierärztin kann hier die wahre Ursache finden.

Feuchter Husten

Was ist das?

Feuchten Husten beim Hund nennt man auch produktiven Husten. Dabei löst sich Schleim, der heraufgehustet und oft anschließend nach intensivem Würgen hervorgebracht wird. Hustet der arme Vierbeiner besonders viel Schleim hoch, ist es auch möglich, dass er sich direkt nach dem Husten erbricht.

Lies dazu auch: Hund erbricht – Anzeichen, Ursachen und Behandlung

Feuchter Husten beim Hund wird häufig in der Nacht schlimmer und raubt so den Menschen, aber vor allem dem armen Vierbeiner den Schlaf. Der Grund dafür ist so einfach wie gemein: Im Schlaf sammeln sich größere Mengen Schleim an, die der Hund dann mühsam über die Atemwege aushusten muss.

Was sind die Ursachen?

Oft steckt ein bakterieller Infekt dahinter, wenn der Hund hustet und er dabei einen feuchten Husten zeigt. Eine Lungenentzündung ist ebenso möglich wie Probleme mit dem Herz oder andere Auffälligkeiten an den Lungen.

Auch hier hilft der Tierarzt oder die Tierärztin weiter und kann die Ursache finden bzw. die Behandlung des Hundes einleiten.

Hausmittel gegen Husten beim Hund

Willst Du Deinem Vierpfoter möglichst schnell und im Idealfall auch auf natürliche Weise helfen, können Hausmittel eine gute Idee sein. Dies gelingt allerdings nur, wenn nichts Ernsteres hinter dem Husten steckt.

Kläre daher bitte unbedingt mit Deinem Tierarzt oder der Tierärztin ab, welche Hausmittel auch wirklich für Hunde geeignet sind. Nicht alles, was uns Menschen guttut, verträgt auch ein kleiner Hundekörper.

Grundsätzlich können aber diese Hausmittel gegen Husten beim Hund helfen:

  • Zimmerwarmer Tee (z. B. Pfefferminz, Salbei oder Kamille)
  • Feuchtere Raumluft: Die erreichst Du mit einem Luftbefeuchter. Alternativ kannst Du einige Schüsseln mit Wasser im Raum aufstellen. Die verdunstende Flüssigkeit kann bei Reizungen der Atemwege recht angenehm sein.
  • Honig kann den gereizten Rachen Deines Schwänzchenwedlers beruhigen.
  • Thymian soll das Immunsystem stärken. Steckt ein Infekt hinter dem Husten, kann das Kraut somit helfen, den Husten bald loszuwerden.

Schone Deinen Hund außerdem, wenn es ihm gerade nicht so gut geht. Du willst schließlich auch nicht stundenlang durch den Park laufen, wenn Dich ein lästiger Husten quält. Beobachte Deinen Hund und seine Symptome genau und versuche einzuschätzen, wie viel Bewegung er gerade braucht und wie viel ihm guttut.

Auch wenn Du Deinem Hund sonst keine Kleidung anziehst – wenn der Hund krank ist, kann Hundekleidung wie ein wärmender Mantel sinnvoll sein. Achte außerdem darauf, dass Dein Wautz nicht pitschenass bis auf die Knochen wird. Hat der Regen kein Erbarmen, sodass Ihr rausmüsst, während es schüttet, kann ein Regenmantel für Hunde helfen. Alternativ kannst Du versuchen, Deinen Hund mit dem Schirm zu schützen. Dann hältst Du die Hunderunde am besten eher kurz.

Lies dazu auch: Hundemantel ja oder nein?

Husten beim Hund vorbeugen

Im besten Fall bekommt Dein Hund erst gar keinen Husten. Vorbeugen kannst Du, indem Du das Immunsystem Deines Hundes mit gutem Futter, viel Bewegung an der frischen Luft, vielen Hundekontakten und einem insgesamt gesunden Lebensstil aufbaust.

Ein gutes Immunsystem zeigt Erregern oft gleich die Rote Karte, sodass Hunde sich gar nicht erst mit ihnen herumschlagen müssen.

Weißt Du, dass ein anderer Hund gerade krank ist, solltest Du den Kontakt mit diesem Vierpfoter vorübergehend vermeiden. Erst wenn er wieder ganz fit ist, sollte er Deinen Hund treffen und mit ihm über die Wiese jagen bzw. um die Wette buddeln dürfen. Und nimm bitte auch Du Rücksicht, wenn Dein Hund krank ist. Gehe dann nicht mit ihm zur Hundeschule oder zum Sport (wie z. B. Agility), wo er andere Hunde treffen würde. Er könnte dort andere Nassnasen anstecken.

Hustet Dein Hund, weil sein Halsband zu stark auf seinen Hals drückt, hilft ein Brustgeschirr oder (bitte nicht als Vorwurf verstehen) Training für eine bessere Leinenführigkeit. 😉

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Der Hund hustet: Wann muss man zum Tierarzt?

Hustet Dein Hund länger als zwei bis drei Tage, solltest Du unbedingt mit ihm zum Tierarzt oder der Tierärztin gehen. Er oder sie kann meist sehr schnell feststellen, was Deinem Vierpfoter fehlt und ob etwas Ernstes dahintersteckt.

Mit der richtigen Behandlung bzw. Therapie und mit den nötigen Medikamenten kann der Husten beim Hund in der Regel schnell in die Flucht geschlagen werden.

Wie immer gilt: Gehe lieber einmal zu oft zum Tierarzt oder zur Tierärztin. Lässt sich nichts Ernstes feststellen, ist es umso besser und Du kannst mitsamt Hund erleichtert davonstiefeln. Und steckt doch einmal etwas dahinter, das behandelt werden muss, geht das umso besser, wenn Deinem Hund möglichst schnell geholfen wird.

Wir wünschen Dir und Deinem Hund alles Gute! ♥


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