So stärken Sie die Bindung zu Ihrem Hund

Herrchen oder Frauchen ist man, sobald man sich einen Hund kauft. Ein echtes Team ist man dann aber noch lange nicht. Mit diesen Tipps werden Sie unzertrennlich!

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Geht man nicht nur als Mensch und Hund durch die Welt, sondern als eingespieltes Team, hat das für beide Seiten enorme Vorteile. Sie können sich aufeinander verlassen, haben grenzenloses Vertrauen und viel mehr Freude miteinander, als wenn sie nur nebeneinanderher leben würden. So stärken Sie die Bindung zu Ihrem Hund und werden zu einem unschlagbaren Team.

1. Die Bindung stärken beim Spielen

Nutzen Sie die Zeit mit Ihrem Hund wann immer Sie können für gemeinsame Spiele. Die Möglichkeit dafür haben Sie im Grunde überall: zu Hause genauso wie beim Spazieren. Verstecken Sie in der Wohnung das Lieblingsspielzeug Ihres Hundes und lassen Sie es ihn suchen. Findet er es nicht allein, helfen Sie ihm. So lernt er, dass es sich für ihn lohnt, mit Ihnen zusammenzuarbeiten. 

Nehmen Sie auch auf Ihre Gassirunden den Ball oder das Knautschtier Ihres Hundes mit. Wann immer er gerade einmal nicht auf Sie achtet, verstecken Sie es und lassen es ihn suchen. Da draußen die Ablenkung größer ist, kann es sinnvoll sein, hier leichter zu starten und das Spielzeug zunächst nur fallenzulassen. Bringt Ihr Hund es zuverlässig zu Ihnen, können Sie die Schwierigkeit nach und nach erhöhen.

Wichtig: Es muss immer Ihnen beiden Spaß machen. Klappt mal etwas nicht, ärgern Sie sich nicht darüber, sondern machen Sie es beim nächsten Mal wieder etwas leichter. Wenn es klappt, dürfen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Hund über alle Maße freuen!

2. Die Bindung stärken durch Futter

Diese Variante kann ergänzend zu Punkt 1 genutzt werden. Ist Ihr Hund eher verfressen als verspielt, können Sie auch ganz auf diesen Weg setzen. 

Nutzen Sie die Tatsache, dass Ihr Hund von Ihnen abhängig ist, aus. Das klingt zunächst herzlos, kann aber für den Hund jeden Tag aufs Neue unendlich viel Spaß bedeuten: Geben Sie Ihrem Vierbeiner sein Trockenfutter nicht mehr im Napf zu Hause, sondern nehmen Sie es mit auf Ihre Gassitouren. Verfahren Sie dann wie in Punkt 1 beschrieben: Sobald sich Ihr Hund von Ihnen entfernt oder unaufmerksam ist, verstecken Sie einige Bröcken des Futters. Der Aufwand ist hier denkbar gering: Lassen Sie im Gehen einfach einen Futterbrocken fallen. Rufen Sie dann Ihren Hund und zeigen Sie ihm, wo er suchen soll. Die Geste begleiten Sie mit einem Kommando (z. B. "Such!"). Hat Ihr Hund das Leckerchen gefunden, loben Sie ihn und geben Sie ihn wieder frei (z. B. mit dem Kommando "Lauf!").

Da Ihr Hund nach kürzester Zeit weiß, dass es sich lohnt, zu Ihnen zurückzukehren, wird der Rückruf künftig ein Kinderspiel für Sie beide sein.

Wichtig: Achten Sie genau darauf, dass Ihr Hund nur das von Ihnen verteilte Futter aufnimmt! Fällt das schwer, sollten Sie lieber mit einem Spielzeug arbeiten. Lassen Sie sich zudem nicht von Ihrem Hund erziehen. Futter gibt es nur, wenn SIE es möchten. Kommt Ihr Hund mit großen Augen auf Sie zu, ohne dass Sie ihn gerufen haben, dürfen Sie sich zwar freuen, zum Leckerliautomaten sollten Sie sich aber nicht dressieren lassen.

3. Bindung stärken durch Streicheleinheiten

Ihren Hund mit liebevollen Berührungen zu bedenken, tut nicht nur Ihrem Vierbeiner gut. Sie senken gleichzeitig auch Ihren Stresslevel und können vom Alltag abschalten. Nutzen Sie jede Gelegenheit, um Ihren Hund zu streicheln, zu kraulen oder zu knuddeln. 

Unter Wölfen wird Körperkontakt zur Stärkung der Bindung eingesetzt: Hier kuscheln sich die Tiere eng aneinander, wodurch das "Kuschelhormon" Oxytocin ausgeschüttet wird. Es sorgt dafür, dass man sich enger an den Kuschelpartner bindet. Diesen Effekt können auch Sie sich zunutze machen: Kuscheln Sie sich wann immer möglich an Ihre Fellnase oder lassen Sie sich bekuscheln. Darf Ihr Hund nicht auf die Couch oder ins Bett, setzen Sie sich zu ihm auf den Boden und genießen Sie die körperliche Nähe. Sie wird Sie sehr bald eng zusammenschweißen.

4. Bindung stärken durch gemeinsame Erlebnisse

Langeweile ist das Ende jeder Beziehung. Bei Hund und Mensch ist es nicht anders. Halten Sie das Leben für sich und Ihren Hund spannend, indem Sie nicht tagein, tagaus zur selben Zeit dieselben Wege laufen und dabei die immergleichen anderen Hunde treffen. Packen Sie Ihren Hund ein und fahren Sie in die Berge oder an einen See. Es muss nicht weit sein. Auch das nächste Waldstück kann eine willkommene Abwechslung sein. Hier gibt es reichlich Neues für Ihren Schwänzchenwedler zu entdecken. Nutzen Sie dann noch die Punkte 1 und 2, wird der Ausflug für Ihren Hund und für Sie zu einem spannenden gemeinsamen Erlebnis, das sie wieder ein Stück enger zusammenbringt.

Gemeinsam sind Sie bald unschlagbar

Nutzen Sie all diese Möglichkeiten und setzen Sie dabei auf Eindeutigkeit (z. B. indem Sie immer die gleichen Kommandos verwenden) und Konsequenz  ("Aus!" heißt "Aus!"), wird sich das Verhältnis von Ihnen und Ihrem Hund in Windeseile zum Positiven verändern. Sie werden staunen, wie schnell Ihr Vierbeiner begreift, wie viele positive Dinge von Ihnen ausgehen können. Es ist daher nur natürlich, dass er sich künftig besonders gern in Ihrer Nähe aufhalten wird und Sie zu einem unschlagbaren Team zusammenwachsen.