Diese 10 Dinge hasst jeder Hund

Einige Sachen, die wir tun, gehen unseren Hunden gewaltig auf die Nerven. Manche schaden ihnen sogar. Diese Dinge solltest Du künftig vermeiden.

Diese Dinge hasst jeder Hund
Diese 10 Dinge hasst jeder Hund. ©TzuReyes/iStock

1. Permanentes Reden

Menschen kommunizieren vor allem mit Wörtern. Hunde setzen viel mehr auf Körpersprache. Ein Mensch, der den ganzen Tag auf seinen Hund einredet, macht ihm das Leben wirklich schwer, weil er ihn so mit Reizen vollkommen überflutet. Das Tier reagiert entweder gestresst oder schaltet irgendwann völlig ab. Dann musst Du Dich auch nicht wundern, wenn Du für Deinen Hund irgendwann nur noch Luft bist. 

2. Anspannung

Hunde haben ein sehr feines Gespür für die Emotionen ihrer Zweibeiner. Besonders leicht wird die Stimmungsübertragung, wenn die Vierpfoter an der Leine sind. Ist der Mensch angespannt, überträgt sich das sofort auf den Hund. Dadurch bereitest Du ihm enormen Stress.

Mache Dir das bewusst. Denn immer noch ärgern sich viele Hundehalter darüber, dass ihr Tier plötzlich aggressiv reagiert – und das, wo sie doch eh schon schlechte Laune haben. Dass die Halter selbst der Auslöser dafür sind, fällt den wenigsten ein. Also: durchatmen, Frust abbauen und dann mit ausgeglichenerem Gemüt los. So kannst Du die Gassirunde genauso genießen wie Dein Hund.

3. Tätscheln des Gesichts oder des Kopfes

Hier unterscheiden sich Hunde kaum von uns Menschen. Möchtest Du gern am Kopf oder sogar im Gesicht angefasst werden? Vielleicht von Deinem Partner oder der Partnerin, aber ganz sicher nicht von fernen Bekanntschaften oder sogar Fremden.

Jedes Individuum hat seinen persönlichen Raum, in den niemand einzudringen hat – Menschen wie Hunde gleichermaßen. Willst Du einem Hund körperliche Zuneigung geben, streichle ihn am Rücken oder den Flanken. Hier sind die Tiere weniger sensibel.

4. Anstarren

Unter Menschen gilt ein lockerer Augenkontakt als Zeichen des Vertrauens oder der Achtung. Bei Hunden wird er sehr schnell als Anstarren und damit als Bedrohung angesehen. Bevor es zwischen zwei Hunden zu einer körperlichen Auseinandersetzung kommt, starren sich diese häufig drohend in die Augen. Als exakt diese Drohgebärde fassen es Hunde auch auf, wenn sie ein Mensch anstarrt.

Schaue daher lieber an fremden Hunden vorbei, um in ihnen keine Unsicherheit oder Aggression zu wecken. Bringe auch Deinen Kindern bei, dass sie Hunde niemals anstarren (und im schlimmsten Fall noch mit ausgestreckten Armen auf sie zulaufen) dürfen.

5. Planlosigkeit

Der Hund ist ein Rudeltier. In jedem Rudel gibt es eine Rangordnung. Du als Mensch tust gut daran, durch Dein Verhalten und Deine Strukturiertheit dafür zu sorgen, dass Dein Hund Dich als Rudelführer ansieht. Schaffe klare Regeln und sorge dafür, dass diese immer eingehalten werden. Und zwar nicht nur von Deinem Hund, sondern auch von Dir. Planlosigkeit aufseiten der Menschen führt schnell zu unsicheren Hunden, die im schlimmsten Fall glauben, die Kontrolle über die Zweibeiner übernehmen zu müssen.

Mache auch keine Ausnahmen von den Regeln. Dein Hund versteht diese nicht. Maßregelst Du ihn beim nächsten Mal wieder, wenn er davon ausgeht, dass es evtl. wieder eine Ausnahme geben könnte, bedeutet das Stress. Und zwar für beide Seiten.

6. Erzwungener Kontakt

Unter Hunden gibt es genauso wie bei uns Menschen jene, die gern in Gesellschaft sind. Gleichzeitig gibt es solche, die lieber allein durch die Welt stiefeln, unsicher sind oder einfach schüchtern. Einige Hunde mögen auch einfach keine anderen Hunde.

Einen introvertierten oder ängstlichen Hund zum Kontakt mit anderen Tieren zu zwingen, bringt nichts, sondern verunsichert die meisten Hunde nur noch mehr. Lass Deinem Schwänzchenwedler die Wahl, mit welchen Hundekumpels er sich abgeben möchte. Zum Kontakt mit anderen Tieren solltest Du ihn niemals zwingen.

Übrigens: Wenn Du den Eindruck hast, dass Dein Hund auch Kontakt mit anderen Menschen nicht schätzt, respektiere das. Erlaube dann nicht, dass fremde Menschen Deinen Hund streicheln oder ihn anderweitig bedrängen.

7. Gassigänge an der Kurzleine

Hunde lieben es, mit uns draußen unterwegs zu sein. Dabei können sie toben, andere Hunde treffen und mit ihnen spielen, schnuppern, graben und in Ruhe ihr Geschäft erledigen. All dies ist nicht möglich, wenn Du Deinen Hund an der extrem kurzen Leine vor die Tür schleifst und alsbald wieder kehrt machst, um möglichst schnell wieder nach Hause zu kommen.

Die Touren in der Natur mit viel Zeit zum Schnüffeln und Hundsein gehören zu einer artgerechten Haltung dazu. Wer diese nicht ermöglichen kann, sollte überdenken, ob ein Hund wirklich das richtige Tier für ihn ist.

8. Umarmungen

Wer seinen Hund von Herzen liebt, ist immer wieder versucht, die Liebe mit einer Umarmung auszudrücken. Lass das aber lieber. Hunde haben keine Arme. Dementsprechend umarmen sich die Tiere untereinander auch nicht. Die einzige Situation, in der ein Hund dem anderen die Vorderpfote auf- oder umlegt, ist, wenn er Dominanz signalisieren möchte oder Streit sucht.

Eine Umarmung ist für Deinen Hund somit keine liebenswerte Geste, sondern verursacht bei den meisten Tieren nur Stress und Aggression.

9. Langweiler

Es kommt oft genug vor, dass sich Hundehalter über ihren Vierbeiner ärgern, weil der schon wieder das Sofa angeknabbert hat oder zu Hause über Tische und Bänke geht. Dabei ist die Ursache hierfür oft ganz leicht zu finden: Viele Hunde versuchen, mit den o. g. Aktionen, ihr viel zu langweiliges Leben aufzupeppen. Denn Hunde hassen kaum etwas mehr, als nicht genügend gefordert zu werden. Dies gilt grundsätzlich, aber speziell für die 10 klügsten Hunderassen der Welt.

Ein mit Spiel, Sport und geistigen Aufgaben ausgelasteter Hund wird niemals auf die Idee kommen, zu Hause für Chaos zu sorgen. Ein solcher Hund ist nämlich von all den tollen Aktivitäten mit seinem Menschen oder anderen Hunden so erschöpft, dass er zu Hause glücklich dösen wird. Mach den Alltag also spannend für Deinen Hund und frage Dich bei Fehlverhalten, ob Dein Hund vielleicht einfach nicht genügend Beschäftigung bekommen hat.

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10. Nervensägen

Unter Hundefreunden klingen diese Dinge absurd, aber es gibt immer noch viel zu viele Menschen, die Hunden gehörig auf die Nerven gehen:

  • Sie bellen sie an.
  • Sie ziehen ihnen am Schwanz.
  • Sie springen auf sie zu.
  • Sie spritzen sie nass.
  • Sie provozieren Tiere, die im Auto warten …

Wer sich darüber amüsiert, sollte dringend einmal die eigene Einstellung überdenken und sich fragen, wie er es fände, würde man mit ihm so umgehen. Niemand mag Nervensägen. Menschen nicht und Hunde noch viel weniger.

Wir wünschen Dir und Deinem Hund eine schöne, harmonische Zeit! ♥