So geht's: Krallenpflege leicht gemacht

Die Krallen spielen eine wichtige Rolle im Leben der samtpfötigen Vierbeiner. Mit ihnen klettern, jagen und spielen sie. Wie unsere eigenen Nägel brauchen aber auch diese Multifunktionswerkzeuge die richtige Pflege, damit Ihr Haustier sie noch lange benutzen kann.

© iStock

Wie beim Fell gilt, dass sich die Katzen normalerweise selbst um ihre Krallen kümmern – in der Regel reicht also ein Kratzbaum oder Freilauf, um das Problem aus der Welt zu schaffen. Allerdings können Krankheit, Übergewicht oder ein hohes Alter ein Grund dafür sein, dass es mit der eigenen Krallenpflege nicht mehr so gut klappt.

Wir haben für Sie die wichtigsten Produkte zur Krallenpflege zusammengestellt und erklären, was Sie beachten müssen.

Welche Produkte sind nützlich?

Bitte gern
Müssen Sie die Krallen schneiden oder stutzen, weil die Katze selbst nicht dazu in der Lage ist, sollten Sie am besten zu einer speziell angefertigten Krallenschere greifen. Durch deren spezielle Form wird die unangenehme Prozedur für Sie und ihren Stubentiger deutlich einfacher und die Krallen werden nicht ungünstig verformt. Es gibt auch Nagelfeilen, mit denen die Krallenpflege besonders sanft ablaufen soll. Haben Sie noch nie Krallen geschnitten, empfiehlt es sich, sich das Vorgehen einmal von einem Tierarzt zeigen zu lassen. Ebenso wichtig ist es, das Tier geduldig an die Geräte und die Handhabung zu gewöhnen.

Bitte nicht
Schneiden Sie ihrer Katze nur die Krallen, wenn es wirklich notwendig ist. Natürlich sind zerkratzte Möbel oder blutige Finger nach dem Spielen ärgerlich, aber die Krallen gehören nun einmal zu Ihrem kleinen Begleiter dazu. Achten Sie lieber darauf, dass er etwas hat, womit er die Krallen abwetzen kann, etwa einen Kratzbaum, eine Kratzecke oder ein Kratzbrett, dann ist bei einer gesunden Katze auch keine weitere Pflege notwendig.

Auf Krallenkappen sollte man wirklich nur dann zurückgreifen, wenn die Katze gesundheitliche Probleme hat, also beispielsweise eine Hautkrankheit hat und dazu neigt, sich aufgrund des Juckreizes selbst aufzukratzen. Ansonsten sind diese Kappen absolut abzulehnen!

Wie pflegen Sie die Krallen richtig?

Bitte gern
Obwohl die Prozedur schmerzfrei für die Katze ist, müssen Sie sie ähnlich wie beim Zähneputzen erst mit der Situation vertraut machen. Passen Sie auf, keine Nerven oder Blutgefäße zu erwischen, da das extrem schmerzhaft ist. Schneiden Sie deshalb niemals in den zartrosa gefärbten Bereich, der unter der Hornschicht sichtbar wird. Bei dunkleren Krallen kann es sein, dass sie sie gegen das Licht halten müssen, damit Sie sehen, wo Sie schneiden dürfen. Sind Sie unsicher, gehen Sie zum Tierarzt und lassen ihn diese Aufgabe übernehmen!

Halten Sie die Prozedur zudem möglichst kurz. Handlungen wie diese verursachen immer Stress. Schneiden Sie lieber öfter ein bisschen oder bearbeiten nur einen Teil der Krallen, anstatt das Tier lange zum Stillhalten zu zwingen. Damit das gelingt, ist wichtig, dass Sie ihre Katze gut festhalten. So vermeiden Sie Verletzungen, sollte ihr Stubentiger versuchen, sich aus ihrem Griff zu winden, während sie mit der Schere hantieren. Am besten nehmen Sie ihn auf den Schoß, beruhigen ihn und klemmen ihn dann vorsichtig (!) zwischen Ihrem Arm und den Rippen ein. Schaffen Sie das alleine nicht, ist es hilfreich, jemanden zu bitten, die Katze festzuhalten, während Sie vorsichtig schneiden.

Ebenfalls wichtig ist es, nach dem Schneiden den sog. Krallenschuh zu entfernen. Diese lockere Hülle umgibt die Kralle und muss abgelöst werden, damit die Ihre Samtpfote die Krallen später wieder alleine schärfen kann. Ein Leckerchen nach der Nagelpflege macht schließlich vieles vergessen.

Bitte nicht
Hantieren Sie nicht grundlos an den Krallen herum. Ob eine Pediküre bei Ihrem Fellball wirklich nötig ist, können Sie ganz einfach feststellen: Hören Sie auf glattem Boden schabende Geräusche oder hat die Katze Probleme beim Klettern? Dann könnte es notwendig sein, die Krallen zu stutzen. Ist das nicht der Fall sollte man unbedingt davon absehen, selbst Hand anzulegen.