8 Tipps: Das sollten Sie über alte Katzen wissen

Wer seine Samtpfote liebt, begleitet sie ihr ganzes Leben lang. So kommt Ihr Senior gesund und glücklich durch die letzten Jahre.

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Bei Katzen ist es nicht anders als bei uns Menschen: Mit zunehmendem Alter wird manches schwerer, der Körper verändert sich und besondere Pflege ist vonnöten. Katzenbesitzer, die wissen, was sie mit einem Senior erwartet, können ihm das Leben deutlich leichter machen. Die folgenden Dinge sollten Sie wissen.

1. Ab wann gilt eine Katze als alt?

Das hängt vor allem vom Gesundheitszustand ab. Bei gesunden Katzen spricht man ab ca. zehn Jahren von einem Senior.

2. Wie alt werden Katzen?

Auch hier ist natürlich die Gesundheit entscheidend. Aber auch die Haltungsform bestimmt, wie gut die Chancen einer Katze stehen, alt zu werden. Freigänger sind mehr Gefahren ausgesetzt als Wohnungskatzen. Dies liegt nicht allein an den Bedrohungen im Straßenverkehr, sondern auch am höheren Infektionsrisiko: Katzen, die draußen anderen Tieren begegnen, können sich leichter anstecken als Wohnungskatzen. Gesunde Katzen, die den Gefahren des Alltags entgehen, werden etwa 15 Jahre alt. Es gibt jedoch immer wieder auch Tiere, die deutlich älter werden.

3. Wie verändert sich das Verhalten einer Katze im Alter?

Viele Katzen sehen und hören schlechter, wenn sie schon viele Jahre durch die Welt stromern. Sie werden dann vorsichtiger, weil sie nicht mehr genau einschätzen können, was die Umwelt für Überraschungen für sie bereithält. Oft werden die Tiere auch anhänglicher und suchen vermehrt den Körperkontakt zu ihren Menschen. Insgesamt werden die Samtpfoten im Alter ruhiger und brauchen mehr Schlaf.

4. Welche körperlichen Veränderungen gibt es?

Alte Katzen sind zwar immer noch echte Verrenkungskünstler, insgesamt wird der Katzenkörper im Alter aber nach und nach immer weniger elastisch. Auch die Muskelmasse nimmt ab, was auch damit zusammenhängt, dass die Tiere im Alter weniger aktiv sind. Dies wiederum führt dazu, dass viele Katzensenioren schnell zunehmen. Zusätzlich wird bei alten Katzen der Stoffwechsel heruntergefahren. Aufgenommene Kalorien werden weniger gut verbraucht und setzen leichter an.

Zeigt die Katze Symptome wie vermehrten Durst oder Bewegungseinschränkungen, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden. Verhält sich die Katze insgesamt normal, reichen halbjährliche Kontrolluntersuchungen, bei denen der Veterinär frühzeitig ernstere Erkrankungen erkennen kann.

5. Müssen Sie anderes Futter geben?

Eine pauschale Aussage zu treffen, ist hier schwer. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten, ab wann Sie von dem bisherigen Futter zu einem speziellen für Senioren wechseln sollten. In der Regel wird er Ihnen ab einem Alter von etwa acht bis zehn Jahren dazu raten.

Seniorenfutter schont die Nieren und ist leichter verdaulich. Sparen Sie hier nicht am falschen Ende und probieren Sie ggf. verschiedene Sorten aus, um diejenige zu finden, die Ihre Katze gut annimmt. Achten Sie bei der Umstellung darauf, zunächst das neue Futter mit dem alten zu mischen, um den Organismus Ihres Minitigers nicht unnötig zu belasten. Ihre Katze wird es Ihnen danken.

6. Müssen Sie die Futtermenge anpassen?

Besonders bei einem Futterwechsel sollten Sie die Futtermenge noch einmal genau überdenken. Zum einen benötigt Ihre Samtpfote im Alter weniger Energie, gleichzeitig liefert Seniorenfutter weniger davon. Fragen Sie auch hier Ihren Tierarzt, welche Menge er empfiehlt. So bekommt Ihr Schatz auch nach dem Futterwechsel genau das, was er braucht.

7. Was ist beim Trinken zu beachten?

Viele Katzen sind im Alter weniger begeistert dabei, wenn es ums Fressen und Trinken geht. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist aber wichtig, um die Katze hydriert zu halten und die Nieren zu schonen. Viele Katzen lassen sich mit einem Trinkbrunnen überzeugen, häufiger Wasser aufzunehmen. Funktioniert dies nicht, können Sie das Futter mit Wasser mischen und testen, ob Ihre Katze dies annimmt. Wie Sie feststellen, ob Ihre Katze genügend trinkt, verraten wir Ihnen hier: Trinkt Ihre Katze wirklich genug?

8. Wie sollten Sie sich Ihrem Liebling gegenüber verhalten?

Geben Sie Ihrem Schatz so viel Liebe wie er möchte und gönnen sie ihm die Ruhe, die er braucht. Nehmen Sie jedoch keine falsche Rücksicht, sondern fordern Sie Ihre Katze auch im Alter noch geistig und - soweit möglich - körperlich. Intelligenzspiele für Katzen sind hier eine gute Idee, aber auch kleinere Jagdspiele halten Ihren Liebling fit. Beobachten Sie Ihre Katze dabei genau, um zu erkennen, wie viel ihr gut tut und ab wann es ihr zu viel wird. 

Wir wünschen Ihrem Schatz noch ein langes, gesundes und glückliches Leben!