Warum schnurren Katzen?

Schnurrt die Katze, entsteht das Lieblingsgeräusch aller Katzenbesitzer. Aber warum brummen Katzen wie kleine Motoren? Wir verraten es Dir!

Warum schnurren Katzen?
Warum schnurren Katzen? Es gibt verschiedene, sehr gute Gründe. ©Photocreo Bednarek/Fotolia.de

Warum schnurren Katzen?

Kaum etwas verbreitet eine so wohlige und friedliche Stimmung wie eine schnurrende Katze auf dem Schoß. Dieses leise, aber deutliche Rollen gilt als Zeichen, dass die Samtpfote glücklich und entspannt ist.

Allerdings stimmt das so nicht ganz, denn Katzen schnurren durchaus auch in unangenehmeren Situationen. Und dafür gibt es sogar einen guten Grund.

Schnurren als Ausdrucksmittel

Schon kurz nach der Geburt beginnen Kätzchen zu schnurren, wenn sie zum ersten Mal an ihre Mutter gekuschelt Milch trinken. Damit zeigen sie, dass sie sich wohlfühlen und zufrieden sind.

Gleichzeitig schnurrt aber auch die Katzenmutter, die ihren Kindern so signalisiert, dass alles in Ordnung ist und keine Gefahr droht. Diese gleichmäßigen Laute stehen deshalb für Katzen tatsächlich von Anfang an mit Situationen in Verbindung, in denen sie sich sicher und geborgen fühlen. Sie wirken sogar bindungsfördernd, denn in größeren Gruppen beginnen nach und nach alle Katzen zu schnurren, was für eine friedliche Stimmung sorgt.

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Deshalb fängt auch eine erwachsene Katze an, wie ein kleiner Motor zu brummen, wenn sie gestreichelt wird. Dass es sich beim Schnurren um einen Ausdruck der Zufriedenheit handelt, lässt sich auch leicht daran erkennen, dass Katzen dabei oft die Augen geschlossen halten und ihre Muskeln ganz entspannt sind. Schnurrt die Katze, stehen die Chancen also gut, dass sie rundum glücklich ist. (5 weitere Zeichen, dass die Katze glücklich ist, lernst Du hier kennen.)

Heilsame Wirkung

Ganz anders sieht es aus, wenn Katzen krank, gestresst oder sogar verletzt sind. Auch in diesen Fällen können die Samtpfoten durchaus laute und ausdauernde Schnurrgeräusche von sich geben. Gleichzeitig signalisiert ihre Körperhaltung, dass sie alles andere als glücklich sind. Schnurrt die Katze, bedeutet dies also oft, aber leider nicht immer, dass sich das Tier rundherum wohlfühlt. Das Schnurren von Katzen kann aber auch ein Ausdruck für Leid sein.

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Früher wurde angenommen, dass Katzen sich damit selbst beruhigen. Obwohl das sicher auch ein Faktor sein mag, haben Wissenschaftler inzwischen aber einen überraschenden anderen Effekt des Schnurrens entdeckt.

Die sanften Vibrationen der Stubentiger sorgen nämlich nachweisbar dafür, dass das Gewebewachstum bei den Katzen angeregt wird. In gesundem Zustand werden dadurch die Muskeln trainiert. Auch Verletzungen von Knochen, Sehnen und Muskeln verheilen sichtbar schneller, wenn sie in der typischen Frequenz des Katzenschnurrens beschallt werden.

Und diese Wirkung zeigt sich nicht nur bei den Stubentigern selbst, sondern auch bei erkrankten Katzenhaltern. Deshalb lässt sich mit Recht sagen, dass Schnurren heilsam für Körper und Seele ist. Und zwar für Mensch und Tier.

Wie entsteht das Schnurren?

Welcher biologische Mechanismus für das sanfte Rollen aus der Katzenkehle sorgt, ist bis heute leider noch nicht hinreichend geklärt. Sicher ist nur, dass beim Atmen die Stimmbänder und das Zwerchfell der Katze in Schwingung versetzt werden, wodurch rhythmische Geräusche entstehen.

Es ist aber noch unerforscht, welche Teile der Brust und des Atemapparats der Katze genau am Schnurren beteiligt sind und wie die Katze den Luftstrom dabei steuert. Willst Du mehr dazu erfahren? Hier haben wir gleich vier Theorien gesammelt, wie Katzen wirklich schnurren.

Nicht nur das Geräusch als solches ist eine Besonderheit im Tierreich. Erstaunlich ist es vor allem deshalb, weil Katzen es auch dann von sich geben können, wenn sie fressen oder trinken.

Nur die wilden Verwandten der Stubentiger verfügen ebenfalls über diese Fähigkeit. Allerdings können Großkatzen wie Löwen und Tiger anders als Hauskatzen nur während des Ausatmens schnurrähnliche Laute von sich geben.

Wir wünschen Dir und Deiner Katze schnurrige Stunden! ♥