7 Tipps: So klappt’s mit einem Tierheimtier

Du möchtest ein Tier aus dem Heim retten? Wie wundervoll! Diese sieben Tipps helfen Dir vor und während Deiner Suche nach einem neuen Gefährten.

Tipps für einen Hund aus dem Tierheim
Nimm Dir bei der Suche nach einem Hund aus dem Tierheim unbedingt genügend Zeit. ©Wavetop/iStock
• Im Tierheim warten wundervolle Seelchen auf Dich.
• Nimm Dir für die Auswahl bzw. das Kennenlernen genügend Zeit.
• Sei ehrlich und schätze außerdem die Kosten und den Zeitaufwand im Alltag realistisch ein.

1. Welches Tier passt zu Dir?

Mach Dir schon vor dem Besuch im Tierheim Gedanken, was für ein Tier zu Dir, zu Deinen Räumlichkeiten und zu Deiner Lebenssituation passt. Überlege auch, welche Eigenschaften Dein neues Familienmitglied mitbringen sollte.

Mach Dir ruhig vorab eine Liste aller gewünschten Charakterzüge. Versteife Dich jedoch nicht zu sehr darauf. Bittende Hundeaugen, ein wohliges Schnurren beim Streicheln oder ein Schlecker über das Gesicht können manchen Vorsatz über den Haufen werfen, und der neue Hausbewohner wird dann doch ein ganz anderes Tier als geplant. Vor der „Liebe auf den ersten Blick“ ist schließlich niemand gefeit.

Nimm Dir bei der Suche unbedingt genügend Zeit und binde auch die gesamte Familie mit ein, sofern Du nicht allein lebst.

Achte bei der Wahl Deines neuen Lieblings auch darauf, welchen Kosten-, Platz- und Zeitbedarf das Tier haben wird. Prüfe außerdem vorab, ob Dein Vermieter die Haltung von Tieren erlaubt.

2. Das Tierheim Deines Vertrauens

Wenn Du Dich für die Rettung eines Tierheimtieres entschieden hast, suche Dir ein seriöses Tierheim in Deiner Nähe. Ein gepflegtes und vertrauenerweckendes Tierheim verfügt über saubere, hygienische Räumlichkeiten und eine Quarantänestation für Neuankömmlinge.

Statte ruhig mehreren Tierheimen in Deiner Umgebung einen Besuch ab und suche Dir das Tierheim Deines Vertrauens aus. Wo es das nächste Tierheim in Deiner Gegend gibt, erfährst Du auf der Webseite des Deutschen Tierschutzbundes.

Am Anfang ist eine ausführliche Beratung immer ratsam. Hast Du Dich für ein Heim entschieden, lasse Dich von einem Tierheimmitarbeiter tatkräftig bei der Auswahl des passenden Tieres unterstützen. Die Mitarbeiter kennen ihre Schützlinge am besten und können Dir sagen, ob Dein Wunschhund oder die ausgesuchte Katze zu Dir oder Deinen Wohn- und Lebensumständen passt.

Extratipp: Vereinbare mit den infrage kommenden Heimen einen Termin, denn im laufenden Betrieb ist nur selten die Zeit für ein ausführliches Gespräch.

3. Sei ganz offen

Für gewöhnlich wird das Tierheim Dich bitten, einen Selbstauskunftsbogen auszufüllen. Mache Dir keine Sorgen: Dabei geht es nicht darum, Dich wie bei der Polizei zu vernehmen. Vielmehr möchten die Tierheimmitarbeiter wissen, ob ihr Schützling in eine für den Vierbeiner passende Umgebung kommt. Oft wird auch abgefragt, wie Deine Vorstellung des Zusammenlebens mit einem Haustier aussieht und wer das Tier bei Notfällen betreuen kann.

Der Kerngedanke des Selbstauskunftsbogens ist, dass der ausgesuchte Tierheimbewohner in eine wirklich für ihn geeignete Familie vermittelt wird. Viele der kleinen Tierseelen haben bereits Schlimmes hinter sich, mussten sich durchkämpfen oder wurden abgeschoben. Jetzt soll es dem lieben Vierbeiner bei Dir wieder gut gehen und die vielen Fragen sollen für beide Seiten hilfreich sein.

4. Die Vorgeschichte „Deines“ Tieres

Hast Du ein Tier im Blick, frage nach den Gründen, weshalb Dein ausgesuchter tierischer Freund ins Heim gekommen ist. Häufig werden Tiere abgegeben, weil sich die Lebensumstände der vorherigen Besitzer verändert haben. Seltener landen Vierbeiner aufgrund von Verhaltensauffälligkeiten im Tierschutz.

Erkundige Dich nach den Charakterzügen, dem Sozialverhalten und dem Erziehungsstand des künftigen Familienmitglieds. Je mehr Du erfahren kannst, desto weniger Überraschungen drohen und umso schneller funktioniert das spätere Miteinander bei Dir zu Hause.

Die Tierbetreuer kennen ihre Schutzbefohlenen meist sehr gut und freuen sich, wenn Du intensiv Interesse zeigst. So können sie Dich optimal beraten.

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5. Das Kennenlernen

Hast Du „Deine“ besondere Fellnase gefunden? Wunderbar! Nun gilt es, dass Du und Dein neuer Gefährte einander besser kennenlernen. Nimm Dir dafür viel Zeit. Komme öfter im Tierheim vorbei und besuche Deinen tierischen Liebling.

Hast Du Dir einen Hund ausgesucht, solltest Du mit ihm spazieren gehen. Beim Gassigehen und gemeinsamen Spielen könnt Ihr Euch gegenseitig kennenlernen. Ist die Wahl auf eine Katze gefallen, freunde Dich beim Schmusen und Streicheln mit ihr an.

Es wird Dir schnell klar werden, ob die Chemie zwischen Euch stimmt oder ob das Tier Wesenszüge aufweist, die nicht zu Dir passen. Ausführliche Gespräche mit den Tierheimmitarbeitern können Dir bei der Entscheidung zusätzlich behilflich sein.

6. Deine Wohnsituation

Wenn Du nach mehrmaligen Besuchen immer noch interessiert bist an diesem einen, besonderen Vierbeiner und auch das Tierheim von dieser Vermittlung überzeugt ist, wird in vielen Fällen bei Dir zu Hause eine Vorkontrolle stattfinden. Das bedeutet, dass ein Tierschutzmitarbeiter Dich dort besucht und sich ein Bild von Dir und Deinen vier Wänden macht.

Es geht dabei in erster Linie darum, dass die Mitarbeiter kontrollieren, ob die Fragen im Selbstauskunftsbogen wahrheitsgemäß beantwortet wurden.

Du kannst daher ganz unbesorgt sein, wenn Du den Fragebogen zuvor gewissenhaft und ehrlich ausgefüllt hast. Fühle Dich also nicht unter Druck gesetzt. Vielmehr kannst Du diesen Termin als Möglichkeit betrachten, letzte Fragen zu klären und vielleicht noch ein paar gute Tipps bezüglich Deiner zukünftigen Tierhaltung zu bekommen.

7. Die Anschaffungskosten

Die meisten Tierheimtiere sind bereits tierärztlich untersucht, geimpft und entwurmt, gechippt, oft sogar kastriert. Entscheidest Du Dich für ein junges Tier, wird oft ein Kastrationsgutschein mitgegeben, sodass Du Dein Tier kastrieren lassen kannst, wenn es das richtige Alter für den Eingriff hat.

Wenn Du Deinen kleinen Liebling mitnimmst, zahlst Du eine Gebühr (bei Hunden ungefähr zwischen 200 und 300 Euro, bei Katzen meist zwischen 70 und 100 Euro).

Diese Abgabegebühr ist streng genommen kein Kaufpreis, sondern soll die entstandenen Kosten des Tierheims ausgleichen. Zudem musst Du einen Übernahmevertrag mit Pflichten wie der artgerechten Haltung und dem Zuchtverbot mit dem Tierheim schließen. Dieser dient vor allem zur Abschreckung von Händlern.

Wir wünschen Dir einen guten Start mit Deinem neuen Vierbeiner und viele wundervolle, glückliche Jahre! ♥


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