Finger weg von diesen 5 Leckerlis

Der Begriff „Naschkatze" kommt nicht von ungefähr, Katzen sind echte Schleckermäuler und lieben wie wir süße Leckereien. Doch auch hier gibt es gute Snacks und solche, von denen Sie lieber die Finger lassen sollten.

 © Fotolia - urico94

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Bitte gern

1. Gute Zutaten

Achten Sie beim Kauf von Leckerlis unbedingt auf die Zutaten! Natürlich können Sie bei den unwiderstehlichen Kulleraugen Ihrer Samtpfote auch mal ein Auge zudrücken, schließlich gönnen wir uns ja auch den ein oder anderen ungesunden Snack für zwischendurch. Bei regelmäßigen Naschereien gilt aber: Achten Sie auf einen großen Fleisch- oder Fischanteil wie beim normalen Futter. Das ist gut verdaulich, gesund und schmeckt Miezi trotzdem!

2. Für die Verdauung

Leckerlis können auch eine optimale Ergänzung zum normalen Futter darstellen. Nascht Ihr Liebling gern, geben Sie ihm Leckereien mit einem hohen Malzanteil. Das unterstützt die Verdauung und hilft so, mit dem Fellwechsel klarzukommen. Dabei verschlucken unsere Stubentiger nämlich massig Haare, was auch gefährlich werden kann. Das Malz sorgt dafür, dass die Haare leichter über den Darm ausgeschieden werden. Schmeckt der Snack dann auch noch, haben Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

3. Zur Zahnpflege

Süßigkeiten, die gut für die Zähne sind? Ja, bei Katzen gibt es das tatsächlich. Da Ihr Liebling allein nicht seine Zähne putzen kann, können ihm Leckerlis bei der Zahnpflege helfen. Dafür gibt es spezielle Produkte, die die Zähne reinigen oder das Zahnfleisch schützen. Außerdem hilft es, Snacks auszusuchen, die gut gekaut werden müssen. In der freien Wildbahn erledigen Raubkatzen die Zahnpflege nämlich über die Knochen und härteren Bestandteile der Beutetiere, die in unserem Nassfutter natürlich fehlen.

4. Gesunde Snacks

Auch mollige Katzen müssen nicht völlig auf kleine Naschereien verzichten. Sie müssen also nicht immer in Deckung gehen, wenn ihr Moppelchen sich mit hungrig-sehnsüchtigem Blick vor Ihnen aufbaut. Für diese Leckermäuler gibt es Light-Snacks, die weniger Kalorien enthalten. Aber Sie können mit einem Trick auch weiterhin auf normale Leckerlis setzen: Machen Sie das Füttern einfach zum Spiel und lassen Sie Ihren kleinen Rabauken den Snack erst erobern. So haben Sie gleich das Sportprogramm in die Fütterung integriert! Gut geeignet sind in Maßen auch Milchprodukte wie Käse oder Magerquark, nach denen sich Ihr Liebling sicher die Pfoten lecken wird.

5. Appetitsteigernde Snacks

Natürlich kann auch das Gegenteil der Fall sein: Ist Ihr Liebling von Appetitlosigkeit getroffen und muss regelrecht aufgepäppelt werden, können Leckerlis auch dabei helfen. Schließlich sind Sie viel interessanter als das normale Futter und können spielerisch gefüttert werden.

So können Sie auch sicher gehen, dass Ihr mageres Kätzchen alle nötigen Vitamine bekommt. Außerdem gibt es sogar spezielle Leckerlis, die den Appetit steigern und Ihrer Samtpfote wieder richtig Lust aufs Essen machen.

Bitte nicht

1. Schlechte Zutaten

Vorsicht! Vor allem günstige Katzenleckerlis enthalten oft minderwertige Zutaten. Lesen Sie sich vorm Kauf also genau durch, was Sie Ihrem Liebling da geben oder lassen Sie sich ggf. von einem Tierarzt beraten. Vor allem Zucker und Getreide können auf Dauer schädlich für unsere samtpfotigen Freunde sein.

2. Zu viele Zusatzstoffe

Auch zu viel des Guten kann schädlich sein. Snacks zur Ergänzung verschiedener Vitamine oder anderer Stoffe sind eigentlich eine gute Idee, Sie sollten es damit aber nicht übertreiben. Zu viele Vitamine bringen Ihrem Stubentiger entweder rein gar nichts oder können im schlimmsten Fall sogar ungesund sein. Außerdem machen natürlich auch zu viele der gesündesten Leckerlis irgendwann dick.

3. Snacks vom Esstisch

Kommt es Ihnen bekannt vor, dass kaum dass sie am Tisch sitzen, auch Miezi mit von der Partie ist und auf einen leckeren Snack wartet? Werden Sie hier bloß nicht schwach! Natürlich können Sie Ihrem Liebling etwas rohes Fleisch oder Fisch geben, bevor Sie ihn zubereitet haben, danach ist das Essen aufgrund der vielen Gewürze aber tabu für Katzen. Erst recht, weil gekochtes Fleisch ohnehin viel von seinen für Katzen wichtigen Inhaltsstoffen verliert. Besonders sollten Sie aber bei Knoblauch, Zwiebeln, Avocados oder Weintrauben aufpassen. Diese Lebensmittel können zu schweren Vergiftungen führen!

4. Süßigkeiten

Das sollte eigentlich selbstverständlich sein, allerdings könnten vor allem Kinder schon mal denken, dass so etwas Leckeres auch Ihrem Haustier schmecken muss. Achten Sie deshalb unbedingt darauf, dass Ihre Katze nicht mit süßen Leckereien für Menschen wie Schokolade oder Bonbons in Berührung kommt. Auch wenn Sie ihr vielleicht schmecken würden, diese kleinen Naschereien sind leider pures Gift für Ihren Liebling.

5. Thunfisch

Falls Sie das bisher genannte nicht überrascht hat, könnte es sein, dass das nun der Thunfisch schafft. Schließlich ist er doch auch nur ein Fisch, was soll daran schädlich sein? Zunächst einmal schmeckt der Thunfisch Ihrer Katze sicher hervorragend, wahrscheinlich sogar so gut, dass sie kaum noch etwas anderes verspeisen möchte. Das kann allerdings schlimme Folgen haben: Im Fisch ist Thiaminase enthalten, ein Wirkstoff, der das Vitamin B1 im kleinen Katzenkörper angreift und und so Mangelerscheinungen auslösen kann. Außerdem ist die beliebte Sushi-Zutat hoffnungslos überfischt und oft mit Schadstoffen belastet. Da gibt es wirklich Besseres, um Ihre kleine Naschkatze zu verwöhnen!