So nehmen Sie Ihrer Katze die Angst

Ursachen für die Angst einer Katze gibt es viele. Doch zum Glück auch viele Lösungen. Wir verraten sie.

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Die wenigsten Katzen sind von Geburt an scheu oder ängstlich. Doch meist reicht schon eine kleine Veränderung in der Umgebung oder ein ungewohntes Geräusch und der sonst so ruhige Schmusekater mutiert zum fauchenden Wollknäuel.

Diese Reaktion liegt in der Natur der Katzen und ist auch gut so, denn als Freigänger ist es sicherer für sie, sich vor allem zu schützen, was ihr Misstrauen erweckt. In geschützter Umgebung ist so ein Verhalten jedoch meist nicht nötig.

Im Folgenden finden Sie hilfreiche Tipps, wie Sie Ihrem Stubentiger die Angst in Alltagssituationen nehmen.

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Zeigen Sie Ruhe und Geduld

Wenn Ihre Katze vor etwas Angst hat, sollten Sie das als Besitzer sehr ernst nehmen und einfühlsam auf Ihren Stubentiger eingehen. Seien Sie sich stets bewusst, dass Sie bei Angstzuständen Ihrer Katze viel Ruhe und Geduld zeigen müssen, denn ein traumatisches Ereignis oder ein verstörendes Geräusch muss erstmal verarbeitet werden.

Vermeiden Sie daher, soweit es geht, laute Musik oder hektische Bewegungen. Seien Sie außerdem stets präsent für Ihre Katze, wenn diese Streicheleinheiten fordert, gleichzeitig aber nicht zu aufdringlich. Zwingen Sie das Tier zu nichts und fordern Sie keine Spieleinheit oder Kuschelstunde ein, wenn die Katze das gerade nicht möchte.

So sollten Sie mit einer neuen Katze umgehen

Für die erste Annäherung an Ihre Fellnase sollten Sie sich besonders viel Zeit nehmen. Halten Sie sich anfangs bedeckt und nehmen Sie ruhig und unauffällig neben Ihrer Katze Platz, wenn sie frisst oder irgendwo schlummert. Fassen Sie sie bitte nicht an, wenn Sie merken, dass Ihr Gegenüber zurückschreckt oder die Ohren anlegt.

Geben Sie Ihrem Stubentiger die Chance, sich an Sie zu gewöhnen. Dies kann noch verstärkt werden, indem Sie der Katze etwas vorlesen oder leise singen, denn dadurch kann sie sich langsam an Ihre Stimme und Ihre Anwesenheit gewöhnen.

Schaffen Sie ihr einen sicheren Rückzugsort

Verstecke und geschützte Orte sind für Ihre Katze das A und O, um sich sicher zu fühlen. Das kann zum Beispiel der Kratzbaum sein, eine Höhle oder einfach nur eine abgeschirmte Ecke.

Wichtig dabei ist nur, dass sich der Rückzugsort an einem wenig frequentierten Punkt in der Wohnung befindet, von wo aus die Katze einen guten Überblick über den Raum hat, jedoch selbst nicht auf Anhieb gesehen wird. So kann sie sich bei Besuch von Fremden oder dem lauten Staubsauger schnell zurückziehen und von einem sicheren Punkt aus das Geschehen ohne große Angst beobachten.

Stärken Sie die Bindung durch interaktive Spiele

Hat Ihre Fellnase vordergründig Angst vor Menschen – egal ob fremd oder nicht – so ist es hilfreich, sich eingehend mit dem Tier zu beschäftigen. Kräftigen Sie die Bande zwischen Mensch und Tier durch gemeinsames Spielen und werden Sie so zu einem wertvollen Mitbewohner Ihrer Katze.

Das Vertrauen, das sie dadurch aufbauen ist essenziell, um Ihrer Katze die Angst vor Menschen zu nehmen. Am besten verwenden Sie zu Beginn ein Spielzeug, dass Sie auf ausreichende Distanz zu ihrem Haustier gehen lässt, wie etwa einen Ball, den Sie lediglich in Bewegung bringen oder eine Katzenspielangel.

Verteilen Sie Pheromone

Sie kennen das Verhalten von Katzen, wenn sie an Gegenständen oder Menschen mit dem Kopf vorbeistreichen? Dadurch verteilen Sie das sogenannte „Gesichtspheromon“, welches Glücksgefühle auslöst und beruhigend auf die Katze wirkt.

Nehmen Sie Ihrem Tier die Angst, indem Sie dieses Pheromon - in künstlich hergestellter Form - in der Wohnung verteilen, z. B. mit einem Zerstäuber von Feliway. Dadurch fühlt sich Ihr Liebling erstmal wohler in der Wohnung und Sie können auf dieser Basis weiter aufbauen.