Die Katze hat Schuppen: Ursachen, Behandlung, Vorbeugung

Deine Katze hat Schuppen? Aufgepasst! Die weißen Punkte im Fell sind nicht nur unschön. Sie können auch ein Zeichen für ernste Krankheiten sein.

Katze hat Schuppen
Ui, ganz vorsichtig bitte mit der Bürste am Köpfchen! ©MilenaKatzer/iStock

Fast jeder macht im Laufe seines Lebens irgendwann die Bekanntschaft mit Schuppen. Für uns Menschen sind sie vor allem ein ästhetisches Problem: lästig zwar, aber harmlos. Die meisten wissen, dass hinter vermehrter Schuppenbildung meist ein Mangel steckt. Mit Shampoos, Spülungen oder entsprechender Ernährung wird dagegen angekämpft.

Auch bei Katzen sind Schuppen in den meisten Fällen harmlos. Doch manchmal sind die lästigen, weißen Flocken ein Zeichen dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist. Es kann auch ein gesundheitliches Problem dahinterstecken. Willst Du Deiner Katze helfen, musst Du wissen, was die Ursache dafür ist.

Wie entstehen Schuppen bei der Katze?

Die Talgdrüsen in den unteren Hautschichten von Säugetieren sorgen dafür, dass die Haut geschmeidig bleibt. Talg ist ein fetthaltiges Sekret, das von Drüsen abgesondert wird und sich gleichmäßig auf der Oberfläche der Haut verteilt. Diese Drüsen sind auch verantwortlich dafür, dass die Haare nachfetten und so Wasser abweisen können.

Das Fell von Säugetieren wie der Katze und das Federkleid von Vögeln wirkt dadurch effektiver und schützt vor einem Wärmeverlust. Wenn die Talgdrüsen ihre Arbeit nicht machen, trocknet die Haut schneller aus. Die absterbenden Hautzellen an der Oberhaut werden abgestoßen und als Schuppen an verschiedenen Stellen sichtbar.

Wie erkennst Du Schuppen bei der Katze?

Die weißen Punkte im Haarkleid Deines Tieres sind somit nichts anderes als abgelöste Hautpartikel. Sie sind meist klein, flockenartig und hell. Am ehesten bemerkst Du sie bei der Pflege des Fells am Rücken oder Schwanzansatz Deiner Katze. Manchmal ist auch die Ohrenregion stark betroffen.

Ist der Schuppenbefall sehr auffällig, können durch den Juckreiz und häufiges Kratzen ganze Schuppenkrusten an der Hautoberfläche entstehen. Bei dunkelhaarigen und vor allem bei schwarzen Katzen sind sie schnell und einfach zu sehen. Bei hellhaarigen Katzen hingegen fallen sie meist erst beim Bürsten auf. Wenn Du das Fell Deines Lieblings ab und zu vorsichtig gegen den Strich bürstest, werden Dir die herausrieselnden Schuppen schneller auffallen.

Schau nach, ob Deine Katze nur an bestimmten Stellen oder überall unter Schuppenbildung leidet. Je nach dem Ort, an dem die Schuppen entstehen, kannst Du feststellen, ob es sich um eine systematische Ursache handelt oder ob Parasiten schuld an den Schuppen sind. Diesen Ort am Körper nennen Mediziner „Prädilektionsstelle„. Unter diesem sperrigen Begriff versteht die Medizin eine Körperregion, die typischerweise als Erstes auf eine Krankheit oder einen Befall durch Keime reagiert.

Wenn die gesamte Haut der Katze schuppt, kannst Du von anderen Ursachen ausgehen, als wenn nur die Ohren oder der Schwanzansatz von Schuppen befallen sind. Entsprechend unterschiedlich ist dann auch die Behandlung.

Welche weiteren Symptome können auftreten?

Schuppen bei Katzen sind immer nur ein Symptom und niemals eine Krankheit. Wenn sie ein Indiz für gesundheitliche Probleme sind, kommen sie äußerst selten allein daher. Fast immer kannst Du andere Zeichen erkennen, wenn Du Deine Katze genau beobachtest. Diese können sein:

  • Haarausfall,
  • Juckreiz mit Kratzen, Rötungen, Haarausfall und Schorfbildung,
  • stumpfes Fell,
  • Krustenbildung,
  • kahle Stellen am Fell,
  • Müdigkeit und Interesselosigkeit,
  • verdickte Hautstellen.
Katze mit Schuppen
Hat Dein felliger Vierpfoter Schuppen? Dann solltest Du genau hinschauen! ©MilenaKatzer/iStock

Warum hat die Katze Schuppen?

Hat die Katze Schuppen, ist das in den meisten der Fälle unbedenklich. Beobachte Dein Tier einige Tage lang und finde heraus, ob sich die Schuppen vermehren oder nicht und ob die Katze darunter leidet. Kratzen ist immer ein Indiz dafür, dass sich das Tier nicht wohlfühlt und evtl. die Gesundheit beeinträchtigt ist.

Es gibt verschiedene Gründe dafür, dass die Talgdrüsen ihre Arbeit nicht mehr richtig machen. Die meisten davon sind wie erwähnt harmlos. In den nächsten Absätzen erfährst du alles über die alltäglichen Gründe, die hinter Schuppenbildung stecken. Außerdem nennen wir die ernsteren Ursachen für Schuppen bei der Katze, die auch mit der Gesundheit zu tun haben.

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Alltägliche Gründe

Zweimal pro Jahr wechseln Katzen das Fell. Ein dichteres Haarkleid mit viel Unterwolle macht einem leichteren Fell Platz und umgekehrt. In dieser Zeit kommt es bei einigen Tieren zu stärkerer Schuppenbildung. Der Stoffwechsel von Katzen ist in dieser Zeit besonders gefordert. Sich ein neues Fell wachsen zu lassen, braucht schließlich viel Energie und geht an die Substanz.

Ein anderer, alltäglicher Grund für übermäßiges Schuppen der Haut ist, wenn Katzen viel am bzw. auf dem Ofen oder in der Nähe der Heizung liegen. Für viele Tiere gehören diese Orte zu den Lieblingsplätzen von Katzen im Winter. Diese trockene Wärme trocknet jedoch auch die Oberhaut der Katzen aus und führt zu mehr Schuppen als gewöhnlich.

Vielleicht hat Dein Vierpfoter aufgrund der Gene aber auch einfach eine trockenere Haut als andere Katzen. Wenn Du andere Gründe oder Krankheiten als Ursache ausschließen kannst, hilf Deiner Katze mit ein wenig Leinöl als wöchentliche Zugabe zu den Mahlzeiten.

Krankheiten

Wenn der Schuppenbefall hartnäckig ist und länger als ein paar Tage dauert, kannst du davon ausgehen, dass eine Krankheit dahintersteckt. Damit sind sowohl Krankheiten des Organismus gemeint als auch der Befall durch Parasiten.

Pilze, Flöhe und Milben beanspruchen die Haut unserer Stubentiger stark. Sie trocknet aus und fängt an zu schuppen.

Erkrankungen wie Diabetes oder eine Schilddrüsenüberfunktion gehören zu jenen Krankheiten unserer Katzen, die am häufigsten zu Schuppenbildung führen. Sie lassen sich von Laien nicht diagnostizieren und auch mit der besten Pflege nicht beseitigen.

Gehe bei längerem Schuppenbefall unbedingt zum Tierarzt. Dieser kann durch Hautabstriche und ein Blutbild dem Übel auf den Grund gehen und eine Therapie vorschlagen. Mit der richtigen Behandlung ist die Gesundheit Deiner Katze meist schnell wieder im Lot.

Allergien und falsche Ernährung

Es kann auch zu Schuppenbildung kommen, wenn Deine Katze keine optimale Ernährung bekommt. Vielleicht leidet sie an einem Mangel an Nährstoffen, vielleicht ist sie auch teilweise allergisch gegen Bestandteile des Futters. Beides kann Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

Oft hilft schon eine Umstellung der Ernährung durch einen Futterwechsel. Wichtig ist auf jeden Fall die hohe Qualität und die ausgewogene Balance an Inhaltsstoffen. Katzen brauchen bei ihrer Ernährung noch mehr als Hunde einen hohen Anteil an tierischem Eiweiß im Futter.

Auch wenn Schuppen keine unmittelbare Gefahr für Katzen bedeuten, versuche dem Grund für ihr Entstehen auf die Spur zu kommen. Wenn Du selbst das nötige Wissen nicht hast, frage einfach Deinen Tierarzt.

Schuppen bei der Katze
Schuppen bei der Katze können ein Hinweis auf Krankheiten sein. ©Andrzej Rostek/iStock

Die Katze hat Schuppen: Was hilft?

Viele Ursachen von Schuppenbildung bei Katzen kannst Du auch ohne tierärztliche Hilfe beseitigen. Bei anderen braucht deine Katze Medikamente. Aus genau diesem Grund musst Du Dir sicher sein, was die Ursache für die weißen Punkte im Fell Deines Stubentigers ist.

Änderungen beim Futter

Viele Katzen vertragen das industriell gefertigte Futter mit Zucker und Konservierungsstoffen nicht. Achte deshalb bei der Ernährung Deiner Samtpfote auf natürliche Zutaten im Futter. Findest Du die gewünschte Zusammenstellung nicht, fange an zu barfen (Rohfleischernährung). Beim Barfen musst Du allerdings regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel (Vitamine und Mineralstoffe) beifügen.  

Oft macht ein Futterwechsel mit regelmäßiger Zugabe von besonderen Ölen oder Eiern einen großen Unterschied. Das Fell des Stubentigers wird wieder glänzend und schuppenfrei. Sei aber vorsichtig: Ein Futterwechsel darf nicht von jetzt auf gleich stattfinden. Mische das neue Futter nach und nach unter das alte. Steigere langsam den Anteil des neuen Futters und beobachte Deinen Stubentiger genau!

Bekämpfung der Parasiten

Sollte ein Parasitenbefall verantwortlich für die Schuppen sein, musst Du Deinem Tier Medikamente dagegen geben. Äußerlich verabreichte Hausmittel helfen hier auch bei der besten Pflege nicht mehr. Wichtig: Du musst alle in Deinem Haushalt lebenden Tiere mitbehandeln. Beim Kontakt mit dem Tier (Bürsten, Streicheln) musst Du Deine Hände und die für die Pflege verwendeten Bürsten und Kämme desinfizieren, bevor Du sie ein weiteres Mal benutzt.

Wenn Deine Katze unter starkem Juckreiz leidet, helfen oft und schnell antiparasitäre Shampoos und Lotionen als Zusatztherapie.  

Behandlung der Krankheiten

Bei Erkrankungen des gesamten Körpers wie Diabetes kannst Du Deiner Katze nur mit Medikamenten helfen. Zusätzlich gibt es zur täglichen Pflege erleichternde Cremes oder Spot-On-Medikamente, die den entstehenden Juckreiz lindern. Sie geben der Haut Feuchtigkeit und Geschmeidigkeit. Sprich Dich dazu unbedingt mit Deinem Tierarzt ab.

Schuppen bei Katzen
Schuppen bei Katzen sind oft harmlos. Hier und da steckt aber auch Ernstes dahinter. ©photongpix/iStock
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Wann sind Schuppen bei der Katze ein Fall für den Tierarzt?

In zwei Fällen solltest Du nicht abwarten, sondern gleich Deinen Tierarzt aufsuchen:

  1. Deine Katze leidet offensichtlich unter Juckreiz, sodass sie sich ständig kratzt oder schon kahle, gerötete oder gereizte Hautstellen sichtbar sind. Keine wie auch immer geartete Pflege scheint zu wirken.
  2. Das Fell Deiner Katze schuppt schon seit mehr als ein bis zwei Wochen auffällig, sodass es nicht mehr mit Fellwechsel oder trockener Wohnungsluft erklärbar ist.   

Dein Tierarzt folgt systematisch einem Plan, um die Ursache für die Schuppen festzustellen. Zuerst untersucht er die Katze allgemein und schließt gesundheitliche Probleme aus. Anschließend befragt er Dich nach Deinen Maßnahmen gegen eventuell vorhandene Parasiten.

Mit einem Skalpell kann er Hautzellen aus der Oberhaut entnehmen und auf Parasiten wie Pilze oder Milben untersuchen. Manche Tierärzte machen auch einen sogenannten Abklatsch mit Klebeband, den sie dann unter dem Mikroskop auf Parasiten, deren Nissen und Larven untersuchen.  

Schuppen bei der Katze vorbeugen

Abhängig davon, warum Deine Katze früher einmal Schuppen hatte, kannst Du für die Zukunft vorbeugen. In erster Linie gelingt Dir dies durch artgerechtes, gesundes, schadstofffreies und natürliches Futter.

Wenn Du Deinen Stubentiger bürstest oder kämmst, achte darauf, ob sich die Schuppenbildung auf einen kurzen Zeitraum erstreckt oder ob sie länger andauert.  Besonders bei einem Freigänger ist es wichtig, ihn regelmäßig auf einen Milben- oder Pilzbefall zu kontrollieren.

Manche Tierärzte empfehlen vorbeugend Spot-On-Präparate, wie wir sie gegen Zeckenbefall kennen. So kannst Du Deinen Liebling vor Milben und Pilz schützen und Schuppen vorbeugen. ♥


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