Milben bei Katzen erkennen

Hat die Katze Milben, leidet sie sehr. Im schlimmsten Fall kann sie sogar daran sterben. So erkennen Sie die Symptome und helfen Ihrem Liebling.

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Milben verursachen bei der Katze einen starken Juckreiz. © Pixabay

Symptome bei einem Befall mit Milben

Milben sind lästige Parasiten, die der Mieze das Leben schwer machen. Hat die Katze Milben, verhält sie sich auffällig, denn die krabbelnden Tiere verursachen Hautirritationen, einen starken Juckreiz und ein allgemeines Unwohlsein.

Daran erkennen Sie einen Milbenbefall:

  • häufiges Kratzen und Lecken
  • Hautveränderungen
  • Haarausfall
  • Ablagerungen auf der Haut

Wie kommt die Milbe auf die Katze?

Viele Miezen lieben es, frei durch die Flur zu streifen. Wer ländlich oder in einer verkehrsberuhigten Zone wohnt, gönnt seiner Katze diese Freiheit.

Bei den Streifzügen besteht jedoch die Gefahr, dass sich der kleine Streuner lästige Parasiten einfängt. Diese lauern im Gras, im Unterholz oder auf anderen Katzen, die der Mieze unterwegs begegnen. Reine Stubentiger sind deshalb seltener von Milben befallen als Freigänger.

Diese Milben kommen bei der Katze am häufigsten vor:

  • Ohrmilben
  • Kopfräude-Milben
  • Pelzmilben
  • Herbstgrasmilben

Ohrmilben

Die Ohrmilbe verursacht die gefürchtete Ohrräude. Die Übertragung erfolgt von Tier zu Tier.

Die Parasiten leben bei einem Befall entweder in einem oder in beiden Ohren. Kleine Kätzchen sind besonders oft betroffen. Manchmal wandern die Tiere auch in andere Körperregionen. Bei starkem Befall leben bis zu 2.000 Milben im Gehörgang.

Sie erkennen die Ohrmilben an den braun-rötlichen, kaffeesatzartigen Verschmutzungen.

Ohrmilben sind ein ernstes Problem. Fast jede zweite Ohrentzündung bei der Katze lässt sich auf diese Parasiten zurückführen. Bei geringem Befall sind die Symptome mild und der Juckreiz ist wenig stark ausgeprägt. Vermehren sich die Parasiten, verstärken sich die Symptome jedoch. Eine regelmäßige Kontrolle auf Milben gehört deshalb zur regelmäßigen Ohrenpflege unbedingt dazu.

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Kopfräude-Milben

Der Parasit, der bei der Mieze Kopfräude verursacht, ähnelt der Sarcoptes-Milbe des Hundes. Diese Milben sind besonders unangenehm für das Tier, denn sie bohren zur Eiablage Gänge in die Katzenhaut. Das erzeugt einen schlimmen Juckreiz und ruft starke Hautveränderungen mit Krusten, Papeln, Schorf, Falten, Rötungen und Haarausfall hervor. Die Katzen kratzen sich deshalb häufig blutig. Bakterien dringen dann in die Wunden ein und können gefährliche Hautinfektionen erzeugen.

Besonders betroffen sind meist die Stirn, die Ohren, der Nacken sowie die Pfoten. Eine großflächige Ausbreitung über den Katzenkörper ist möglich. In fortgeschrittenem Stadium verliert die Mieze deutlich an Gewicht und wirkt apathisch. Im schlimmsten Fall stirbt die Katze an einer Blutvergiftung.

Die Kopfräude ist hochansteckend. Die Übertragung erfolgt direkt von Katze zu Katze, aber auch über kontaminierte Gegenstände. Die Milben überleben in feuchter und kühler Umgebung abseits des Wirts bis zu drei Wochen lang.

Pelzmilben

Diese Raubmilben ernähren sich von Gewebeflüssigkeit und Hautmaterial. Sie befallen in erster Linie Hunde, mögen aber auch gern die Haut des Stubentigers. Betroffen sind vor allem der Kopf mit den Ohren, die Kruppe und der Rücken. Es bilden sich Schuppen und Krusten.

Durch die allergische Reaktion kommt es zum Haarausfall. Die Übertragung erfolgt von Katze zu Katze.

 

Herbstgrasmilben

Die Herbstgrasmilbe befällt die Katze draußen in der freien Natur. Die Milbenweibchen legen ihre Eier in der Erde ab. Die Larven setzen sich später auf verschiedenen Wirtstieren fest. Die orangefarbigen Larven saugen einige Tage das Blut der Mieze, ehe sie sich abfallen lassen und zur erwachsenen Milbe heranreifen.

Eine befallene Katze verspürt einen mäßigen bis heftigen Juckreiz, zeigt Pusteln, Krusten und Quaddeln. Typisch ist der orange-gelbe Schorf. Besonders gefährdet sind die Zehenzwischenräume, die Beine, der Kopf, der Bauch und die Ohrränder.

Befallen Milben auch Menschen?

Ja, Milben können auch Menschen befallen. Auch deshalb ist ein sofortiger Tierarztbesuch wichtig, um die Plagegeister loszuwerden.

Die Kopfräude-Milbe befällt den Menschen in seltenen Fällen. Die Symptome sind mild und die Hautentzündungen oft nur vorübergehend. In Einzelfällen stecken sich auch Hunde an.

Ohrmilben sind für den Menschen ungefährlich. Pelzmilben erzeugen beim Menschen einen vorübergehenden Juckreiz auf dem Oberkörper und den Armen.

Welche Behandlung hilft der Katze bei Milben?

Sämtliche Milbenarten lassen sich mit speziellen Medikamenten bekämpfen. Diese enthalten einen antiparasitären Wirkstoff. Bei einem Befall mit der Kopfräude-Milbe ist eine zusätzliche Behandlung der bakteriellen Hautinfektion sinnvoll.

Die Kopfräude lässt sich mit einem Kombinationspräparat beseitigen, das auch gegen Zecken, Flöhe, Rund- und Bandwürmer hilft.

Gegen die Herbstgrasmilbe helfen antiparasitäre Sprays. Woran Sie außerdem erkennen, dass Ihr Kätzchen krank ist, lesen Sie hier.

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Letzte Aktualisierung am 27.11.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen