So ziehst Du Katzenbabys mit der Flasche groß

Nicht jedes Katzenkind kann mit seiner Mutter aufwachsen. Verliert es die Mama, sind wir gefragt! So ziehst Du die Katze mit der Flasche groß.

Eine Katze mit der Flasche großziehen
Ein Flaschenkätzchen braucht sehr viel Aufmerksamkeit. ©MirasWonderland/iStock

Ein Katzenbaby mit der Flasche großzuziehen, ist echte Arbeit. So hilflos und zuckersüß das kleine Fellbällchen auch ist – die Handaufzucht erfordert viel Disziplin.

Ein Flaschenkätzchen braucht sehr viel Zeit und Zuwendung. Schließlich hat es seine Mama verloren. Findet sich keine tierische Ersatzmama, sind wir Menschen gefragt. Je nachdem, wie alt das Katzenbaby ist, benötigt es alle zwei bis sechs Stunden sein Fläschchen – und das natürlich auch nachts.

Nimmst Du das auf Dich, hast Du einiges vor Dir … und unser Dank ist Dir sicher! Damit Du und der Fellzwerg gut durch diese Zeit kommen, haben wir einige Tipps für die Flaschenaufzucht für Dich.

Wie oft musst Du das Katzenbaby füttern?

Wie häufig Du das Katzenbaby fütterst, hängt vom Alter des kleinen Fellballs ab:

Alter des KätzchensFütterungshäufigkeit
bis 14 Tagealle 2 Stunden
15 bis 25 Tagealle 3 Stunden
25 bis 35 Tagealle 4 Stunden (nur tagsüber, die Nachfütterungen entfallen)
ab der 5. WocheMilch mit Nassfutter abwechselnd nach Bedarf
ab der 6. WocheNassfutter nach Bedarf

Diese Werte dienen der groben Orientierung. Stimme Dich am besten mit Deinem Tierarzt ab, welches Futter Du wie häufig gibst.

Was benötigst Du für die Flaschenaufzucht eines Kätzchens?

Zur Fütterung eines Flaschenkindes benötigst Du ein Fläschchen und eine Mutterersatzmilch. Diese bekommst Du beim Tierarzt. Alternativ kannst Du sie (nach tierärztlicher Beratung) auch im Fachhandel kaufen.

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Kleiner Bauch mit großem Hunger! ©MirasWonderland/iStock
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Im Handel findest Du häufig auch Einsteigerboxen für die Flaschenaufzucht. Diese Pakete enthalten meist ein Fläschchen, einige Milchpulverpäckchen und Ersatzsaugvorrichtungen.

Gängige Ersatzmilch ist ein sofort lösliches Milchpulver, das mit lauwarmen Wasser angerührt wird. Sie unterstützt die Entwicklung der Vitalfunktion mit einem Nährstoffkomplex (Taurin, essenzielle Aminosäuren und Vitamine) und enthält gleichzeitig hochwertige Milchproteine und Fructo-Oligosaccharide für eine optimale Verdauung.

Lies dazu auch: Warum ist Taurin wichtig für Katzen?

So solltest Du das Kätzchen halten

Setze das Kätzchen auf Deinen Schoß, sodass es von Dir weg schaut. Führe dann eine Hand an den Kopf des Kätzchens und versuche ganz sanft mit Daumen und Zeigefinger das Mäulchen aufzudrücken. Klappt das, führst Du mit der anderen Hand das Fläschchen ans Mäulchen.

Am Anfang wird sich das Kätzchen noch etwas sträuben, aber da gilt: nicht aufgeben und die Geduld behalten!

Ab der fünften Lebenswoche gibt man dem Kätzchen in der Regel abwechselnd Milch und Nassfutter. Ein gutes Nassfutter ist immer etwas teurer als minderwertige Produkte. Doch die „billigen“ enthalten meistens viel Zucker, was generell nicht gut für das Kätzchen ist.

Lies dazu auch: Wie oft sollte man die Katze füttern?

Katze Flaschenaufzucht
Mit den richtigen Tipps bekommt man die Flaschenaufzucht bei Katzen in der Regel gut hin. ©MirasWonderland/iStock

So funktioniert der Toilettengang

Neben dem Füttern gibt es weitere Dinge, die man bei einem Kätzchen beachten muss. Zu den wichtigsten gehört das regelmäßige „Entleeren“. 

Da das Kätzchen noch nicht selbstständig Stuhlgang hat bzw. Wasser lassen kann, braucht es Deine Hilfe. Massiere nach dem Füttern mit einem angefeuchteten, lauwarmen Tuch das Bäuchlein ganz sanft. So regst Du die Verdauung an und Dein Kätzchen wird sich entleeren.

Achte auch später, also wenn das Kätzchen Nassfutter bekommt, darauf, dass das Kätzchen regelmäßig alles in Sachen Toilette erledigt.

Wenn Du Dich entscheidest, das Kätzchen zu behalten, denke daran, es zu impfen, zu entwurmen und zu entflohen. Ist es in seiner Entwicklung irgendwann weit genug, kannst Du Deinem neuen Mitbewohner beibringen, die Katzentoilette zu benutzen. Wie das geht, erfährst Du hier: So gewöhnst Du die Katze ans Katzenklo.

Sorge für Gesellschaft

Ein Kätzchen ist ungern allein. Sofern es möglich ist, solltest Du deshalb bald schon ein Zweitkätzchen im gleichen Alter hinzuholen. Die beiden werden dann viel voneinander lernen.

Lies dazu auch: Darum sind Katzen zu zweit glücklicher

Abschließend noch ein Tipp: Willst Du dem kleinen Kätzchen helfen, ehrt Dich das sehr. Es ist aber auch vollkommen verständlich, wenn man sich diese verantwortungsvolle Aufgabe nicht zutraut. Frage dann in Deinem örtlichen Tierheim, in eine Tierauffangstation oder auch bei Deinem Tierarzt nach, ob es eine andere Lösung für das kleine Seelchen gibt. Hier und da wissen diese Personen von Katzen, die gerade geworfen haben. Mit etwas Glück kann man den kleinen Pechvogel dort in den Wurf eingliedern. ♥


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