Darum sind Katzen zu zweit glücklicher

Sie lieben die Zweisamkeit mit Ihrer Katze? Wir verraten, warum es - zumindest für Ihren Minitiger - mit einer weiteren Katze noch schöner ist.

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Dass Katzen Individualisten und Charakterköpfe sind, bedeutet nicht, dass sie keine Teamplayer wären. Wir verraten fünf Gründe, warum Sie überlegen sollten, Ihrer allein lebenden Katze einen Spiel- und Schmusekameraden zu schenken, statt sie in Einzelhaltung leben zu lassen.

Spielkameraden sind wichtig

Gerade wenn der Halter berufstätig ist und wenig Zeit hat, oder die Katze dauerhaft im Haus lebt und kein Freigänger ist, sind Spielkameraden enorm wichtig. Denn eine Katze muss beschäftigt werden, ansonsten beschäftigt sie sich selbst. Zerfetzte Möbel, unerklärliches Verhalten oder aggressive Tendenzen sind häufig bei Einzelgängern zu beobachten, die nicht genug Ansprache erhalten.

Hält man zwei Schmusetiger, kommt niemals Langeweile auf. Und auch wenn die beiden Mitbewohner sich mal beim Spielen wütend angreifen und ihre Grenzen austesten: Anschließend liegen sie wieder zusammen auf dem Sofa und verwöhnen sich gegenseitig mit einer Massage oder gegenseitiger Fellpflege.

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Hierarchie im Verbund

Jahrelang wurde vermutet, dass Katzen Einzelgänger sind. Das Verhalten von frei lebenden Hauskatzen zeigt jedoch, dass sie sich ihre Partner durchaus suchen und ein Rudel dem Alleinsein vorziehen.

Daher leben verwilderte Hauskatzen oft in Zusammenschlüssen. In diesen Verbänden gibt es eine strenge Hierarchie: Die Weibchen stehen in der Rangfolge vor den Männchen, die älteren vor den jüngeren. Dies zeigt sich u. a. dann, wenn es darum geht, wer zuerst fressen darf. 

Psychische Stabilität

In Einzelhaltung lebende Tiere sind mitunter gegenüber dem Menschen aggressiver und reagieren auf äußere Veränderungen sensibler. Für die psychische Gesundheit und Stabilität ist die Gesellschaft von Artgenossen ideal. Wenn Sie sich eine gesunde und glückliche Fellnase wünschen, verwehren sie ihr nicht die Gesellschaft anderer.

Dies bedeutet nicht, dass alle in Einzelhaltung lebenden Katzen psychische Probleme haben. Einige kommen damit wunderbar zurecht. Sensiblere Gemüter können jedoch enorm von einem tierischen Begleiter profitieren. Und dies zahlt sich besonders in stressreichen Situationen aus. So kommen zwei Katzen meist deutlich besser mit der Knallerei zum Jahreswechsel klar. (Hat Ihre Katze Angst an Silvester? Dann haben wir hier gleich 10 Tipps für Sie.)

Auch eine späte Zusammenführung ist möglich

Am Besten ist es natürlich, wenn zwei Katzen gemeinsam aufwachsen. Wenn Sie sich überlegen, sich ein Haustier anzuschaffen, wäre die Überlegung also gut, evtl. eine Geschwisterkatze dazu zu nehmen. Die beiden kennen sich bereits und sind aufeinander eingespielt. Oft warten im Tierheim genau solche Pärchen besonders lange auf ein neues Zuhause. Geben Sie den beiden eine Chance!

Lebt Ihr Charakterkopf bereits seit Jahren in Einzelhaltung, kann es unter Umständen schwierig werden. Je nach Persönlichkeit und u. U. vorhandenen Verhaltensstörungen ist das weitere Alleinleben evtl. sogar vorteilhafter für Ihren Liebling.

Ansonsten sollten Sie unbedingt darauf achten, dass der neue Mitbewohner zu Ihrer Katze passt. Wenn er oder sie eher verspielt und ruppig ist, ist ein Partner gut, der ebenso wild und leidenschaftlich spielt. Ist jedoch die Persönlichkeit eher ruhig und abwartend, wäre ein besonnener neuer Freund passender. Lassen Sie sich hier unbedingt von einem Fachmann ausführlich beraten!

Kostenfrage

Oft wird argumentiert, dass man sich ein zweites Haustier nicht leisten könne. Und natürlich muss man bei den Tierarzt- und Futterkosten das Doppelte einplanen, was eine Menge ist, wenn das Portemonnaie permanent unter Ebbe leidet. (Was eine Katze wirklich kostet, verraten wir Ihnen hier.) Aber Spielzeug, Kratzbaum und die Katzentoilette können ohne Probleme gemeinsam genutzt werden. Und mit zwei Katzen kuschelt es sich einfach noch viel besser als mit einer.