Diese Signale bedeuten: Fass mich nicht an!

Wenn Katzen ihre Ruhe möchten, sind die Signale recht eindeutig. Diese Zeichen sollten Sie unbedingt kennen.

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Dass ein wildes Fauchen nicht gerade eine Einladung zum Streicheln ist, dürfte sich wohl jedem erschließen. Und auch, wenn Ihre Katze zu kratzen oder gar zu beißen beginnt, ist sie offenkundig nicht sehr erfreut über Berührungen.

Allerdings muss Ihr Liebling dann bereits sehr verärgert sein, wenn er solch ein Verhalten zeigt. Und bestimmt hat er diese Verärgerung schon vorher gezeigt. Denn Katzen haben ein ganzes Repertoire, um ihr Missfallen auszudrücken. Wenn man ihre Körpersprache kennt, lässt es sich leicht vermeiden, sie zu verärgern und ihnen Stress zu bereiten.

Achten Sie auf die Muskelspannung

Bevor Ihr geliebtes Tier anfängt, Sie zu kratzen oder zu beißen, können Sie meist beobachten, wie es seine Muskeln anspannt, oder eine zusammengekauerte Haltung annimmt. Dann ist es ziemlich offensichtlich, dass die Katze nicht entspannt ist.

Das verraten Ihnen die Ohren

Aber auch die Ohren können Aufschluss über den Gemütszustand Ihres Tieres geben. Wenn diese nach außen gerichtet sind, ist die Katze entspannt. Sind sie nach vorn gerichtet, so haben Sie ihre vollste Aufmerksamkeit. Erst, wenn sie die Ohren nach hinten anlegt, sollten Sie ihr lieber Ruhe gönnen.

Je nachdem, ob Ihr Stubentiger mit Flucht oder mit Konfrontation auf die gefühlte Bedrohung reagiert, wird er sich entweder ducken und zusammenkauern, oder aber sich möglichst groß machen. Der berühmte Buckel ist in solch einer Situation ein deutliches Zeichen.

Schauen Sie ihr in die Augen

Wenn Sie Ihrem Schatz in die schönen Augen schauen möchten, tun Sie dies immer vorsichtig, denn meistens mögen Katzen es ganz und gar nicht, so beobachtet zu werden. Das kann von ihnen mitunter als Bedrohung aufgefasst werden. Außerdem müssen Sie beachten, dass die Pupillen Ihres Miniatur-Löwen sich vor allem nach dem Lichteinfall richten und sich entsprechend weiten und verengen. Dennoch weiten sich seine Pupillen auch bei Angst und verengen sich, wenn er aggressiv wird. 

Ein Blinzeln oder ein kurzes Schließen der Augen hingegen zeugt von einer positiven Stimmung, die Sie auf dieselbe Art vermitteln können. Ein kurzes Zublinzeln kann Ihrem Haustier vermitteln, dass Sie es mögen und sich in seiner Anwesenheit wohlfühlen. Je nach Kontext können die Augen also auch ein Tor zur Gefühlswelt des Tieres sein. 

Achten Sie auf die Schwanzhaltung

Er ist wohl das am einfachsten zu verstehende Zeichen in der Körpersprache der Katzen. Zum einen, weil der Schwanz stets gut beobachtbar ist und zum anderen, weil er von Faktoren wie etwa den Lichteinfall unbeeinflusst bleibt. 

Grundsätzlich gilt: Je rascher der Schwanz sich bewegt, desto verärgerter oder erzürnter ist die Katze. Im Gegensatz zu Hunden, die mit einem rasch wedelndem Schwanz ihr Wohlgefallen ausdrücken, zeugt das bei Katzen von Verärgerung, Anspannung oder gar Aggression. Bei einem wild peitschenden Schwanz ist also Vorsicht angesagt.

Dasselbe gilt, wenn der Schwanz nah am Körper gehalten wird oder gar zwischen den Beinen eingeklemmt wird. Dann ist die Katze sehr verängstigt und sollte ebenfalls in Ruhe gelassen werden.

Wenn sie den Schwanz hochstellt, müssen Sie auf ihr sonstiges Verhalten achten, denn auch das kann ein Zeichen dafür sein, dass sie in Ruhe gelassen werden möchte. Dabei sollten Sie darauf achten, ob das Fell des Schwanzes aufgebauscht ist und wie entspannt das Tier sonst wirkt. Bei Anspannung nämlich bauscht sich das Fell am Schwanz besonders stark auf. Stolziert Ihre Katze hingegen mit erhobenem Schwanz um Sie herum, fordert sie sehr wahrscheinlich nur Zuneigung ein. Dann können Sie ihr getrost die gewünschten Streicheleinheiten geben.