Katzensprache: 7 Signale, die Sie kennen sollten

Sie wollen Ihre Samtpfote besser verstehen? Das ist gar nicht so schwer: Lernen Sie diese 7 Signale richtig zu deuten, dann wird es bald keine Missverständnisse mehr zwischen Ihnen geben.

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1. Blickkontakt

Genau wie beim Menschen ist auch bei unseren schnurrenden Freunden der Blickkontakt ein wichtiges Signal. Befindet sich Ihre Katze in einer vertrauten Situation, bedeutet der Blickkontakt in der Regel, dass Ihr Liebling aufmerksam oder neugierig ist und deshalb den Kontakt zu Ihnen sucht. Herrscht eine negative Stimmung oder ist Ihre Samtpfote verunsichert, wird sie eher den Kopf wegdrehen und den Blick senken, um zu zeigen, dass sie nicht auf einen Konflikt aus ist. Im Gegenzug kann zu intensives Anstarren aber auch als Drohgebärde verstanden werden, weshalb Sie vor allem fremden Katzen nicht die ganze Zeit in die Augen schauen sollten.

2. Ohrenhaltung

Ihnen ist vielleicht schon aufgefallen, dass Katzen gerne und oft ihre Ohren bewegen. Das geschieht nicht nur, um zu lauschen, sondern ist auch ein wichtiger Teil der Körpersprache, den Sie unbedingt zu verstehen lernen sollten. Ist Ihr Liebling besonders entspannt, richten sich die Ohren beispielsweise nach vorne, denn in diesem Fall muss Ihr Stubentiger sich nicht darauf konzentrieren, eine potenzielle Bedrohung wahrzunehmen. Sieht Ihre Katze wiederum etwas Interessantes, spitzt sie wortwörtlich die Ohren und stellt Ihre Lauscher auf. Verändert sich die Ohrenposition schnell und lässt die Katze sie hin und her zucken, ist sie meistens nervös oder angespannt.

Sind die Ohren vollständig angelegt, ist es meist waschechte Angst oder enorme Verunsicherung. Diese tritt vor allem in ungewohnten Situationen auf. Silvester ist da ein echter Klassiker der Angstursachen. Tipps, wie Sie Ihrer Katze die Angst an Silvester nehmen, haben wir hier für Sie.

Manchmal können sich die Ohren sogar völlig unterschiedlich bewegen: Ist nur die Ohröffnung abgewinkelt, aber das Ohr weiterhin aufgestellt, ist das als Drohgebärde zu verstehen. Ihre Katze signalisiert damit, dass sie bereit zum Angriff ist. Das potenzielle Opfer sollte dann besser schnell in Deckung gehen.

3. Schwanzhaltung

Auch der Schwanz ist ein wichtiger Teil der non-verbalen Kommunikation unserer Lieblings-Fellknäuel. Völlig entspannt ist Ihre Samtpfote, wenn der Schwanz ruhig horizontal liegt oder leicht gebogen ist. Ist der Schwanz aufgestellt, drückt das freudige Erregung aus, zum Beispiel wenn Sie abends nach Hause kommen und Ihr kulleräugiger Liebling Sie begrüßt. Ist Ihre Katze aufgeregt oder angespannt, kann es passieren, dass die Schwanzspitze abgeknickt ist oder leicht zittert.

Schwanzwedeln ist übrigens nicht wie beim Hund ein Zeichen der Freude: Ihre Samtpfote drückt damit passenderweise Unentschlossenheit aus, beispielsweise wenn sie nicht sicher ist, wie sie mit einer bestimmten Situation umgehen soll. Peitscht der Schwanz regelrecht hin und her, kann das auch auf starke Erregung oder Aggressivität hindeuten. Ein eingeklemmter Schwanz ist dafür aber wie beim Hund eine Geste, die Unterwerfung ausdrückt.

4. Maunzen

Natürlich sind unsere kleinen Stubentiger nicht stumm und können sich auch mit Ihren Stimmchen artikulieren. Bestimmt fragen Sie sich, was das klassische Miauen oder Maunzen zu bedeuten hat. Obwohl manche Katzen auch später noch miauen, dient die Lautsprache eigentlich primär der Kommunkation mit kleinen Kätzchen, die die Körpersprache noch nicht richtig deuten können. Die Katzenmutter macht damit auf Dinge aufmerksam, warnt oder tadelt.

Auch gegenüber Menschen wird das Maunzen gern genutzt, um Aufmerksamkeit zu bekommen, zum Beispiel, wenn Ihre Katze etwas zu Fressen haben möchte. Dabei schaffen es unsere Lieblinge verblüffend gut, über die Laute ihre aktuelle Stimmung zu transportieren. Und das, obwohl sie sich untereinander überhaupt nicht so unterhalten. Da dürfen wir uns als Menschen fast schon geehrt fühlen, dass sich unsere stolzen Samtpfoten uns sogar etwas anpassen.

5. Schnurren

Das Schnurren ist zum Glück sehr einfach zu interpretieren: Knattert Ihr Liebling wie ein kleiner Rasenmäher, geht es ihm gut und er ist entspannt. Gleichzeitig zeigt Ihre Katze damit übrigens auch, dass sie Vertrauen aufbauen möchte und signalisiert Ihnen aktiv ihre Zuneigung. Ähnlich ist es auch, wenn Ihre Samtpfote ihren Kopf an Ihnen reibt oder Ihnen um die Beine streicht. Damit verteilt sie ihren Geruch auf Ihnen und zeigt sozusagen, dass Sie zu ihr gehören.

Dazu, warum und wie Katzen schnurren, gibt es verschiedene Theorien, vier davon können Sie in unserem Artikel zum Thema nachlesen. In jedem Fall ist das Schnurren aber ein positives Signal, über das Sie sich freuen können.

6. Fauchen

Weniger schön ist es, wenn Ihr Stubentiger ein Fauchen oder Knurren von sich gibt. Das ist oft ein Zeichen für Unwohlsein, für Angst oder Aggression - was jeweils zutrifft, lässt sich meist der restlichen Körpersprache entnehmen. Sie sollten in diesem Fall erst einmal Abstand halten und nicht versuchen, Ihre Katze zu besänftigen. Schließlich wissen Sie in diesem Moment nicht, was sie aufregt oder verunsichert und bekommen womöglich nur ein paar ungehaltene Krallenhiebe ab. Lassen Sie Ihre Samtpfote also in Ruhe und verhalten Sie sich selbst entspannt, damit Ihre Katze merkt, dass es keinen Grund zur Beunruhigung gibt.

7. Gesträubtes Fell

Ja, auch Ihrer Miezi können mitunter die Haare zu Berge stehen. Sträubt sich das Fell Ihrer Katze, stellen sich die Schnurrhaare auf und buckelt sie vielleicht noch ihren Rücken, begibt sie sich klar in Angriffsstellung. Ein Artgenosse oder die bevorzugte Beute Ihres Stubentigers sollte dann schleunigst Reißaus nehmen.

Aufgeplustertes Fell allein kann aber auch auf allgemeines Unbehagen hindeuten, zum Beispiel wenn Ihre Katze krank ist oder friert. Auch Angst kann ein Auslöser dafür sein, dass Ihr Liebling am liebsten ganz schnell in seinem dichten Pelz verschwinden würde.