7 Tipps: Sicher radfahren mit Hund

Die Fahrradsaison hat endlich wieder begonnen. So sind Sie mit Hund und Rad sicher und bequem unterwegs.

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1. Machen Sie Ihr Rad frühlingsfit

Fahrradfahren mit Hund ist eine tolle Möglichkeit, die Fitness von Hund und Halter zu trainieren, und bereitet gleichzeitig viel Freude auf beiden Seiten.

Bevor Sie mit Ihrem Liebling starten, sollten Sie die Sicherheit im Auge behalten. Prüfen Sie deshalb Vor- und Rücklicht, die Bremsen sowie den Luftdruck der Räder.

Da ein Hund zu einem unvorhersehbaren Risiko werden kann, sollten Sie einen Helm tragen und für Notfälle ein Erste-Hilfe-Set für sich und Ihren Schwänzchenwedler dabei haben.

2. Bauen Sie langsam Kondition auf

Neben dem Rad herzulaufen ist für Hunde eine tolle Möglichkeit sich auszupowern. Halter sollten die Anstrengung, die dahinter steckt, aber nicht unterschätzen. Gehen Sie auf Nummer sicher und lassen Sie die Gesundheit des Vierbeiners vorher bei Ihrem Tierarzt prüfen. Gibt der Arzt grünes Licht, kann man je nach Fitness des Hundes loslegen. Denken Sie jedoch daran, dass zu Jahresbeginn Hunde oft genauso fit oder unfit sind wie ihre Halter. 

Sie können Ihre und die Kondition Ihres Lieblings durch gemeinsames Joggen aufbauen oder mit kleineren Touren beginnen und die Länge der Strecke langsam steigern. Ihr Tempo sollte sich dabei immer nach Ihrem Hund richten und ihn nicht überfordern.

 

Gerade bei älteren Vierbeinern und großen Rassen muss auf die empfindlichen Gelenke Rücksicht genommen werden. Kleine Rassen oder junge Hunde unter 18 Monaten transportieren Sie besser in einem sicheren Körbchen mit Gitter oder einem Fahrradanhänger für Hunde.

Extratipp aus der Redaktion: Der Hundekorb "Doggy" mit KLICKfix-System ist nicht nur sicher und gut durchdacht, sondern kinderleicht wieder abzunehmen, sollten Sie ohne Hund unterwegs sein. Hunde bis 8 Kilogramm finden darin einen sicheren und bequemen Platz. Klare Empfehlung von uns!

3. Statten Sie Ihren Hund aus

Sind Sie auf Straßen und Wegen in der Stadt unterwegs, sollte Ihr Vierbeiner immer angeleint sein. Ein Brustgeschirr schont den Hals Ihres Lieblings vor ruckartigen Zugbewegungen.

Auch die Leine sollte mit Bedacht gewählt werden: Ist Sie zu lang, besteht die Gefahr, dass sie in die Speichen kommt, oder der Hund sich zu weit vom Fahrrad entfernt. Außerdem sind Leinen von Vorteil, die Sie nicht zusätzlich in der Hand halten müssen. 

Am sichersten unterwegs sind Sie und Ihr Vierbeiner mit sogenannten "Springern". Diese Halterung wird am Fahrradrahmen befestigt und gibt dem Hund auf diese Weise die richtige Position vor, sodass das Tier weder vor- oder hinter dem Fahrrad laufen kann, noch zu dicht an die Räder gelangt.

Bei Dämmerung oder Dunkelheit sollten Sie außerdem darauf achten, dass Ihr Liebling immer gut zu sehen ist. (Tipps dazu finden Sie hier: Bringen Sie Ihren Hund zum Strahlen)

4. Gewöhnen Sie Ihren Hund langsam an das neue Vergnügen

Wenn Ihr Vierbeiner noch völlig unerfahren im Laufen neben dem Rad ist, gewöhnen Sie ihn langsam daran.

Zuerst stellen Sie sicher, dass Ihr Liebling entspannt auf den Drahtesel reagiert und das Fahrrad weder anbellt noch Angst zeigt. Ist Ihr Hund an den Anblick gewöhnt, beginnen Sie, gemeinsam mit ihm neben dem Fahrrad herzugehen. Nehmen Sie dafür das Fahrrad auf Ihre linke Seite, den Hund rechts von sich. Ihr Tier muss lernen, immer bei Fuß zu gehen und auf Signalwörter für Anhalten, Tempo- und Richtungswechsel zu reagieren.

Wenn sie diesem Punkt ausreichend Geduld schenken und Ihren Hund viel loben, wird sich dies später auszahlen.

Läuft dies problemlos, können Sie sich in den Sattel wagen. Trainieren wie vorerst an ruhigen Orten fern vom Verkehr. Je sicherer Sie beide werden, umso länger können die Strecken werden und Sie können sich an befahrene Straßen wagen.

5. Konzentrieren Sie sich

Gemeinsames Fahrradfahren in der Stadt erfordert Konzentration. Während Sie kräftig in die Pedale treten, müssen Sie gleichzeitig auch auf Ihren Vierbeiner achten und dabei die Straße und den Verkehr nicht aus den Augen verlieren.

Auch Ihr Hund sollte immer nach vorne blicken und achtsam laufen. Bemerken Sie, dass der Verkehr an zu stark befahrenen Straßen oder Wegen mit vielen Fußgängern Sie und Ihr Tier zu sehr stresst, steigen Sie  lieber ab. 

6. Legen Sie reichlich Pausen ein

Fahrradtouren durch den Wald oder über Feldwege sind im Frühling wunderschön. Im Sommer kann es für Hunde allerdings schnell zu warm werden.

Das Laufen neben dem Fahrrad kann je nach Geschwindigkeit sehr anstrengend werden und belastet das Kreislaufsystem der Tiere. Denken Sie also unbedingt an regelmäßige Pausen. Ihr Liebling wird die Zeit nutzen, um die Gegend zu erkunden und sich zu erleichtern.

Wenn kein Fluss oder See zum Trinken und Baden auf der Strecke liegt, sollten Sie unbedingt Wasser dabei haben, das Sie Ihrem Vierbeiner anbieten können. Ein faltbarer Napf nimmt auf Tour nicht unnötig Platz im Rucksack oder Körbchen weg.

7. Schenken Sie den Pfoten besondere Aufmerksamkeit

Für Pfoten und Gelenke sind Wald- und Feldwege besser geeignet als Aphalt. Sie sind zum einen weicher und heizen in der Sonne nicht so schnell auf. Auch Scherben findet man hier seltener. Aber auch kleine Steinchen können die Ballen Ihres Lieblings verletzen. Sie sollten die Pfoten Ihres Hundes deshalb nach jeder Fahrt kontrollieren.

Leichte Abschürfungen können Sie mit einer speziellen Ballensalbe pflegen. Wenn Sie oft auf Wegen fahren, die die Pfoten Ihres Vierbeiners stark beanspruchen, schützen Hundeschuhe vor Verletzungen.

Wir wünschen gute Fahrt!