Sechs Tipps für die perfekte Pfotenpflege

Besonders im Herbst und Winter ist die Pfotenpflege wichtig. Wir verraten, was Sie jetzt unbedingt tun sollten.

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Zählt Ihr Hund zu den langhaarigen Rassen? Dann kämmen Sie ihm wahrscheinlich täglich das Fell. Sicher sehen Sie wöchentlich in seine Ohren, um die äußeren Gehörgänge zu kontrollieren. Doch wussten Sie, dass auch die Hundepfoten eine regelmäßige Pflege benötigen? Bei der Pfotenpflege gibt es einiges zu beachten. 

1. Pfoten von Verschmutzungen befreien

Setzt im Herbst das Schmuddelwetter ein, nehmen Sie es nach dem Spaziergang mit der Pfotenpflege ihres Hundes sicher genau, um Ihren Teppich vor Verunreinigungen zu schützen. Übertreiben Sie aber nicht, denn Seife und andere alkalische Reinigungsmittel würden die natürliche Hautbarriere angreifen. Spülen Sie die Pfoten mit lauwarmem Wasser ab und tupfen Sie sie anschließend mit einem Handtuch trocken. Letzteres ist wichtig, damit sich im Bereich zwischen den Zehen keine Feuchtigkeit hält. Sie könnte schmerzhafte Ekzeme auslösen. 

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2. Rissige Ballen ganzjährig pflegen

Einige Hunderassen wie der Deutsche Boxer neigen zu rissigen Ballen. Dies ist meist ihrer hohen Aktivität geschuldet. Kein Stein kann sie beim Rennen aufhalten. Jeder Stock muss mit den Vorderpfoten bespielt werden. Cremen Sie die Pfoten vorbeugend ein, am besten mit einer Fettcreme. Sie können spezielle Pfotencremes im Handel erwerben, ein einfaches Melkfett ist preisgünstiger.

3. Zu lange Krallen schneiden

Läuft Ihr Hund vorwiegend auf weichem Untergrund, wachsen seine Krallen stärker, als sie sich abschleifen. Dann müssen Sie bei der Pfotenpflege zur Krallenschere greifen und die Krallen schneiden. Gehen Sie dabei vorsichtig vor! Im oberen Teil der Krallen verlaufen Blutgefäße. Diese dürfen Sie beim Schneiden nicht verletzen. Helle Krallen durchleuchten Sie am besten mit der Taschenlampe, um die Blutgefäße zu erkennen. Bei dunklen Krallen schneiden Sie lieber zu wenig ab, als die Blutgefäße zu verletzen. 

4. Fell zwischen den Ballen abschneiden

Insbesondere im Winter macht langes Fell zwischen den Ballen dem Hund beim Laufen Probleme, weil Schnee anhaftet und verklumpt. Kontrollieren Sie die Felllänge bei der Pfotenpflege und schneiden Sie zu lange Haare zwischen den Ballen vorsichtig ab. Verwenden Sie dazu eine Schere mit abgerundeter Spitze wie sie beispielsweise im Verbandskasten vorhanden ist. So vermeiden Sie, dass sich der Hund verletzt, wenn er die Pfoten bei der Pfotenpflege nicht stillhält. 

5. Verletzte Krallen feilen oder vom Tierarzt versorgen lassen

Manchmal reißen Ihrem Hund beim Spielen mit harten Gegenständen oder beim Laufen über unwegsamen Untergrund eine oder mehrere Krallen ein beziehungsweise ab. Dies sollte Anlass sein, die Pfoten genau zu inspizieren. Leichte Risse feilen Sie mit einer Nagelfeile glatt, damit sich Ihr Hund nicht die Haut verletzt, wenn er sich an anderen Körperteilen kratzt. Stärkere Verletzungen, insbesondere den Abriss der Kralle, sollte der Tierarzt begutachten und eventuell behandeln. 

6. Pfotenpflege im Winter besonders wichtig

Im Winter müssen die Pfoten Ihres Hundes besonders sorgfältig gepflegt werden, denn Eis, Schnee und Streusalz machen der empfindlichen Haut an den Pfoten zu schaffen. Vor jedem Spaziergang cremen Sie die Pfoten mit einer Fettcreme ein. Verwenden Sie keine Feuchtigkeitscreme! Sie würde die Haut schädigen. Bei Pfotenverletzungen oder empfindlichen Pfoten profitieren Hunde von Hundeschuhen. Sie müssen gut sitzen, damit sie nicht verloren werden. Spülen Sie Streusalzreste nach dem Spaziergang mit lauwarmem Wasser ab.