Diese drei Dinge sind für Welpen absolut tabu

Ein Welpe kann mit seinen süßen Kulleraugen auch den bestimmtesten Menschen erweichen. Diese Dinge sollten Sie dennoch niemals erlauben.

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Einen Welpen zu kaufen und diesen jungen Hund neu im Haus zu begrüßen, ist eine wunderbare Sache. Welpen sind gelehrig, lebensfroh und eine Freude, wenn man sie beobachtet.

Doch bei all dem dürfen Sie nicht vergessen, dass die kleinen Wesen auch Regeln und eine konsequente Erziehung benötigen, um ein harmonisches Zusammenleben zu erreichen und ihre Gesundheit zu erhalten. Dabei können Ihnen allerdings auch leicht Fehler unterlaufen, von denen hier einige beispielhaft genannt werden sollen:

Zu viel Sport 

Was zu viel ist und was nicht, daran scheiden sich die Geister. Fakt ist jedoch, dass Welpen oft nahezu unermüdlich sind und ihre Grenzen kaum einschätzen können. Viele Züchter, insbesondere großer, langsam wachsender Rassen, warnen daher vor einer Überlastung junger Hunde.

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Das gilt vor allem für belastende Aktivitäten wie häufiges Treppensteigen, Mitlaufen am Fahrrad oder Pferd oder andere sehr intensive Sportarten. Es besteht der Verdacht, dass dadurch die sich noch im Wachstum befindlichen Gelenke, Sehnen und Bänder geschädigt werden. Zwar ist dies nicht sicher nachgewiesen, jedoch auch nicht sicher widerlegt.

Was genau das richtige Maß für Ihren Welpen ist, lässt sich nicht pauschal entscheiden. Es kann jedoch hilfreich sein, den Züchter dahingehend zu befragen – denn dieser hat bereits viel Erfahrung mit der Rasse.

Auf jeden Fall sollten Sie Ihren Hund bei und nach Anstrengungen genau beobachten und Belastungen möglichst langsam steigern, um die Gefahr einer Schädigung zu minimieren. 

Anzweifeln der Rangordnung

Genauso wie Menschen in der Pubertät suchen auch Hundewelpen ihre Grenzen. Allerdings wünschen Sie sich von Jugendlichen, dass diese zu selbstständigen und unabhängigen Charakteren heranwachsen. Das ist natürlich nicht das Ergebnis, das Sie sich von einem Welpen erhoffen – zumal die domestizierten Tiere seit langem auf weniger dominantes Verhalten hin gezüchtet wurden.

Trotzdem versuchen Hunde im jungen Alter, je nach individueller Persönlichkeit mehr oder weniger intensiv und häufig, die Rolle des Rudelführers zu übernehmen. Das kann sich darin äußern, dass Ihr Welpe nicht auf Sie hört, Sie anknurrt, wenn Sie in die Nähe seines gefüllten Futternapfes kommen oder plötzlich Plätze für sich reserviert, die eigentlich Ihnen vorbehalten sind. Hier müssen Sie rasch und deutlich eingreifen, um einem weiteren Autoritätsverlust vorzubeugen, im Zweifelsfall mit Hilfe einer professionellen Hundeschule, denn körperliche Gewalt ist dabei natürlich genauso tabu wie lautes Schreien.

Ungeeeignete Leckerbissen

Welpen neigen dazu, allerlei Dinge und Gegenstände aufzulesen oder daran zu kauen. Das kann im besten Fall lästig sein, wie beim Lieblingspaar Hausschuhe, im schlechtesten tödlich. Besonders beliebt ist bei vielen Hunden das „Staubsaugen“ und Betteln bei Tisch oder in der Küche – dies ungebremst zuzulassen erweist sich jedoch schnell als gravierender Fehler.

Besonders beim Kochen kann es zu gefährlichen Unfällen durch Stolpern führen, sodass der Hund dahingehend erzogen werden sollte, Ihnen keinesfalls zwischen die Füße zu laufen. Hinzu kommt, dass einige Nahrungsmittel, die für Menschen unbedenklich sind, für Hunde problematisch sein können. Dazu zählen unter anderem Koffein, Schokolade, Salz, Alkohol, Zwiebeln oder Nüsse beziehungsweise Lebensmittel, die diese enthalten.

Wie so oft macht die Menge das Gift, einige Gramm lösen in den meisten Fällen keine Probleme aus, frisst Ihr Hunde dagegen größere Mengen eines dieser Produkte, ist ein sofortiger Tierarztbesuch unerlässlich. Ähnlich verhält es sich mit den eigenen Medikamenten: Eine Dosis, die Ihnen noch lange nicht schadet, kann durch das niedrigere Gewicht und die fehlende Gewöhnung des Welpen schnell tödlich enden.