Wie viel Schlaf brauchen Welpen wirklich?

Ob Ihr Welpe genügend Ruhe bekommt, hat einen entscheidenden Einfluss auf seine Entwicklung. Mit unseren Tipps findet Ihr Hundenachwuchs garantiert genügend Schlaf.

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Viele Herrchen und Frauchen, die das erste Mal einen Welpen kaufen, sind verwundert darüber, wie aktiv der Kleine ist. Oft wirkt es, als schlafen Welpen kaum: Ständig flitzen sie durch die Gegend, sind neugierig und scheinen einfach nie müde zu sein.

Ist das ein Grund, sich Sorgen zu machen? Oder kennt der Hund sein natürliches Schlafbedürfnis und wird sich ausruhen, sobald er erschöpft ist? 

Die wichtigsten Informationen zum Thema Schlaf bei Welpen haben wir hier für Sie gesammelt.

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Wie viel Schlaf brauchen Hunde?

Sicher werden Sie erstaunt sein, wenn wir Ihnen verraten, dass der durchschnittliche Hund, sobald er erwachsen ist, ein Schlafbedürfnis von bis zu 20 Stunden pro Tag hat.

Bei Welpen und kranken oder älteren Tieren ist es sogar noch mehr: Sie schlafen bis zu 22 Stunden am Tag - und das ist völlig normal.

Das mag für einen selbst erschreckend klingen, doch man muss sich diesbezüglich in keinem Fall Sorgen machen. Denn: Nicht nur ein richtiger tiefer Schlaf, sondern auch das Nickerchen zwischendurch, das Dösen auf der Terrasse und das Kuscheln mit Herrchen oder Frauchen sorgen dafür, dass der Hund sich entspannen und Energie tanken kann.

Am meisten wird man bemerken, dass der Hund sich vorwiegend in einer leicht dösenden Phase befindet. Und das ist auch völlig gesund so. 

Was tun, wenn Welpen nicht zur Ruhe kommen?

Bemerkt man als Hundebesitzer jedoch, dass der Welpe nicht genügend schläft, kann man durchaus etwas dazu beitragen. Denn oft sind die Umstände, in denen der Welpe aufwächst, verbesserungswürdig.

Schläft ein junger Hund nicht genug, befindet er sich auf einem konstanten Stresslevel, was irgendwann sein gesamtes Wohlbefinden negativ beeinflusst. Er wird aggressiv und ist schlechter gelaunt - fast wie ein Kind, das zu wenig Schlaf bekommen hat. Deshalb sollten Sie dies keineswegs auf die leichte Schulter nehmen.

Der richtige Schlafplatz

Ein wichtiger Tipp ist daher, dem Hund einen Schlafplatz einzurichten, wo er auch wirklich entspannen kann. Platzieren Sie das Körbchen an einem Ort, an dem nicht ständig Personen vorbeilaufen oder großer Lärm herrscht.

Ein ruhiges Plätzchen in der Ecke des Esszimmers oder ein gemütlicher Standort im Flur (nicht in der Nähe der Wohnungstür!) sind ideal. Der Hund kann dann selbst die Gesellschaft suchen, wenn er danach verlangt - und kehrt ansonsten wieder zu seinem Ruhepol, dem Körbchen, zurück.

Übrigens: Welches Körbchen für Ihren Hund das richtige ist, verraten wir Ihnen hier.

Die Hundebox als stille Höhle

Sollte ein junger Hund sich nicht beruhigen lassen und wie "hyperaktiv" wirken, kann man ihn in den meisten Fällen ganz einfach beruhigen, indem man ihm einen Rückzugsort wie eine Hundebox bietet. Schnell wird er sich daran gewöhnen und die Zeit darin genießen, wenn diese mit einer weichen Decke ausgestattet ist.

Bieten Sie dem Tier zudem etwas zum Kauen an, denn dies erfordert Energie und wirkt sich beruhigend auf den Welpen aus.

Haben Sie Geduld und strahlen Sie Ruhe aus

Gleichzeitig gilt: Seien Sie nicht zu streng mit dem jungen Hund. Wie auch kleine Kinder sind Welpen von Natur aus neugierig und energiegeladen und lieben es, die Welt zu entdecken.

Achten Sie außerdem darauf, dass Sie selbst nicht in Hektik verfallen, denn die überträgt sich sofort auf Ihren Hund. Auch hier ist es wie bei den Menschen: Überforderte Eltern, die vor Stress nur noch planlos hin und her rennen, machen logischerweise auch ihre Kinder eher früher als später unruhig.

Lassen Sie Ihren Hund am gemeinsamen Familienleben teilhaben und gönnen Sie ihm die Ruhephasen, wenn er von alleine danach verlangt - dann pendelt sich alles mit der Zeit ein.