Spaziergang mit Katze: ja oder nein?

Kann ein Spaziergang mit Katze an der Leine funktionieren? Und vor allem: Will ihn die Katze überhaupt? Wir schauen uns das mal genauer an.

Mit der Katze Gassi gehen: Ist das sinnvoll?
Diese süße Maus schaut noch etwas unsicher in die Gegend. ©Yury Karamanenko/iStock

Vor allem Besitzer einer Wohnungskatze stehen vor der Frage, ob ihre Katze nicht etwas vermisst. Schließlich hat sie nur einen sehr begrenzten Raum zu erkunden, während Freigänger große Gebiete durchstreifen und nach Herzenslust jagen, klettern und herumtollen können.

Eine Alternative wäre ein gemeinsamer Spaziergang an der Leine. Aber kann das wirklich klappen? Wir verraten, worauf es beim Leinenspaziergang mit Katze wirklich ankommt und was Du dringend vermeiden solltest.

1. Die richtige Vorbereitung

Eine Katze ist kein Hund und wird sich auch nie wie einer verhalten. (Eine Ausnahme ist die Maine Coon, aber das ist eine andere Geschichte …) Während Hunde ihr Herrchen oder Frauchen regelrecht verehren und treu an der Leine laufen, sind Katzen kleine Abenteurer, die sich nicht so einfach erziehen lassen. 

Sicherheit ist daher oberstes Gebot. Verwende keinesfalls nur ein Halsband. Katzen können sich aus diesem leicht herauswinden. Kaufe stattdessen ein Geschirr. Das ist bequem und schränkt Deinen Liebling nicht zu sehr ein.

Hast Du Leine und Geschirr besorgt, geht es daran, Deinen störrischen Fellball daran zu gewöhnen. Am einfachsten hast Du es bei jungen Katzen. Ältere Katzen reagieren oft misstrauisch.

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Ob jung oder alt: Zeige Deiner Katze die Leine und das Geschirr, lass sie daran schnuppern und rede ihr gut zu. Anschließend kannst Du einmal versuchen, das Geschirr anzulegen. Wehrt sich Dein Stubentiger, versuche es später oder am nächsten Tag noch einmal. Deine Katze sollte die Leine keinesfalls mit etwas Schlechtem oder Zwang verbinden oder Angst vor ihr haben.

Bevor Du das erste Mal rausgehst, ist auch medizinische Vorsorge wichtig. Lass Dich vom Tierarzt beraten, ob Deine Katze ausreichend geimpft ist. Außerdem ist eine regelmäßige Wurmkur ratsam, wenn Du Deinen kleinen Rabauken die eine oder andere Maus verspeisen lässt.

Die Katze Gassi führen
Draußen unterwegs und alles im Blick! ©mister Big/iStock
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2. Wie solltest Du spazieren gehen?

Ganz wichtig: Es ist immer die Katze, die führt, nicht Du. Deine Samtpfote soll sich beim Spaziergang ausleben können und auf Entdeckungsreise gehen dürfen. Folge ihr also und lass sie dahin gehen, wohin sie möchte.

Du kannst Deine Katze nach Herzenslust herumtollen, springen oder ein wenig Gras knabbern lassen. Sogar jagen ist möglich – dabei solltest Du Dich allerdings völlig still verhalten. Sonst könnte es sein, dass bald der Haussegen schief hängt, wenn Du Deinem kleinen Raubtier jedes Mal die Tour vermasselst. 

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Vermeide es, die Katze unkontrolliert klettern zu lassen. Äste und Zweige können schnell zur Todesfalle werden, wenn die Leine sich darin verheddert. Auch bei dichtem Gestrüpp oder Büschen solltest Du vorsichtig sein.

Essenziell ist außerdem ein Rückzugsort für die Katze. Gefahren wie Autos oder auch Hunde oder andere Katzen sind nicht zu unterschätzen und können Deinen Liebling erschrecken. Für diesen Fall solltest Du immer einen Tragekorb oder eine Tragetasche mitnehmen.

Spazierengehen mit Katze
Ein kleiner Löwe in seinem Revier. ♥ ©Remains/iStock

3. Wo solltest Du spazieren gehen?

Natürlich bietet sich als Ort für den Ausflug zunächst die Nachbarschaft an. Prüfe jedoch, ob diese wirklich geeignet ist. Wohnst Du zum Beispiel an einer stark befahrenen Straße, ist das womöglich keine gute Idee. Auch Hunde solltest Du meiden und beliebte Routen von Gassi-Gängern daher besser umgehen.

Eine Wiese oder ein Park, der ruhig und nicht von Hunden überlaufen ist, eignet sich gut. Auch Büsche oder Bäume sollte es zumindest nicht im Übermaß geben, damit die Leine nicht ständig hängenbleibt.

Gassi gehen mit der Katze
Wunderschönes Wetter, wunderschöne Blumen, wunderschöne Katze: Besser geht es nicht! ♥ ©iagodina/iStock

4. Solltest Du überhaupt spazieren gehen?

Beim Spazierengehen sollte immer das Wohl Deines Haustiers im Vordergrund stehen. Ist Deine Katze eher ein schüchterner und ängstlicher Typ, kann es sein, dass sie gar kein Bedürfnis hat, nach draußen zu gehen. So unverständlich es uns auch erscheinen mag: Die Wohnung ist in diesem Fall ihr Revier, in dem sie sich wohl und sicher fühlt.

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Eine selbstbewusste und neugierige Katze kann hingegen reichlich Spaß an Spaziergängen haben. Ist dies so, kann es gut sein, dass sie die Ausflüge künftig energisch einfordert. Stelle Dich darauf ein, dann mit Deinem Liebling u. U. ähnlich viel Aufwand wie mit einem Hund zu haben.

Überlege also genau, welche Zeit Du künftig dafür aufwenden kannst. Denn hat Deine Wohnungskatze erst einmal Gefallen am Auslauf gefunden, wird es schwer, ihr diesen künftig wieder zu versagen.

Wir wünschen ganz viel Spaß auf den gemeinsamen Touren! ♥


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