Das Auge der Katze tränt: Ursachen und Behandlung

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Das Auge der Katze tränt und Sie machen sich völlig zu Recht Sorgen um Ihr Tier. Zwar kann der Grund dafür harmlos sein. Manchmal steckt aber auch Ernstes dahinter.

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Tränt das Auge der Katze, ist die erste Frage immer, ob dies harmlos ist. Möglicherweise ist es nur ein kurzer Reiz. Und tatsächlich ist dies oft der Grund dafür, dass das Auge der Katze tränt.

Wie beim Menschen leiden auch Katzen hin und wieder unter einem tränenden Auge, wenn dieses gereizt ist. Die Ursache für die Reizung kann ganz harmlos sein, vereinzelt verbirgt sich dahinter allerdings eine ernsthafte Erkrankung wie eine Bindehautentzündung oder gar ein Katzenschnupfen. Letztgenannte Infektion löst nicht nur eine triefende Nase, sondern zudem tränende Augen aus.

Welche Ursachen ein tränendes Auge bei der Katze noch haben kann und wie die Behandlung aussehen könnte, lesen Sie in unserem Ratgeber.

Ursachen, wenn das Auge der Katze tränt

  • Kälte oder Hitze
  • extrem trockene Luft
  • Sand oder Staub
  • Kontakt mit Sprays und Gasen (Parfüm etc.)
  • Fremdkörper im Auge
  • eingerolltes Unterlid
  • Infektionen aufgrund von Pilzen, Viren oder Bakterien
  • verstopfter Tränenkanal
  • verletzte oder entzündete Hornhaut (passiert leicht durch Katzenkämpfe)
  • Grüner Star

Ruhe bewahren und zum Tierarzt

Liegt das tränende Auge der Katze nicht an einer kurzfristigen, ungefährlichen Reizung, ist ein Gang zum Veterinär unerlässlich. Er kann zuverlässig die Ursache dafür abklären, um die richtige Therapie einzuleiten.

Darum ist der Gang zum Tierarzt wichtig

Auch wenn ein tränendes Auge bei Katzen harmlos sein kann, ist es wichtig, dies untersuchen zu lassen. Ein Tierarzt kann abklären, ob es behandlungsbedürftig ist.

Sollte eine schwerwiegende Krankheit wie ein Glaukom bzw. Grüner Star vorliegen, kann sogar das Aufsuchen einer Tierklinik ratsam sein. Dort finden sich Augenspezialisten für Tiere, die eine gezielte Behandlung einleiten können. Zudem verfügen sie über ausgefeilte Diagnosemöglichkeiten, die ein regulärer Tierarzt meist nicht besitzt.

Bleibt die Erkrankung unbehandelt, kann sich die Gesundheit des Tieres deutlich verschlechtern. Der Verlust des Augenlichts und weitere Konsequenzen sind möglich.

Behandlung von tränenden Augen bei Katzen

Sobald der Tierarzt die Ursache für die tränenden Augen kennt, kann er zum richtigen Medikament greifen. Handelt es sich um Bakterien wie Chlamydien, empfiehlt sich eine Antibiotikatherapie. Sie wird in der Regel nicht gespritzt, sondern erfolgt in Form von Salben und Tropfen.

Erfahrene Katzenhalter erkennen hierbei bereits die Schwierigkeit: Wie verabreiche ich meiner Fellnase das Medikament? Immerhin muss es mehrmals am Tag ins Auge gegeben werden. Brennen Salbe oder Tropfen, löst das bei dem Stubentiger einen Fluchtreflex aus. Umso wichtiger ist es, dass der Halter Ruhe bewahrt.

Katzen sind sehr gut daran, finstere Pläne ihrer Halter aufzudecken. Aus diesem Grund sollten Herrchen oder Frauchen das Medikament frühzeitig aus dem Kühlschrank holen. Sobald der richtige Moment ist, wird das Tier auf einen Tisch gesetzt und gestreichelt. Dann wird das Unterlid zart hinuntergezogen, um das Medikament aufzutragen. Wichtig dabei ist, den Katzenkopf mit den Händen gut zu fixieren. Im Zweifelsfall sollte dabei ein Familienmitglied helfen. Ist die Katze sehr unruhig, ist das Einwickeln in ein Handtuch empfehlenswert.

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In seltenen Fällen hilft die Gabe von Salben und Tropfen nicht. Leidet das Tier unter einem Roll-Lid, ist ein chirurgischer Eingriff durch den Tierarzt erforderlich. Gleiches gilt meist für ein Glaukom bzw. den Grünen Star. In der Regel ist er genetisch bedingt und bewirkt, dass der Augeninnendruck immens ansteigt. Auch dann ist eine OP für gewöhnlich nötig. Sind Sie entsprechend versichert, übernimmt die Tierversicherung für die Katze in der Regel die Kosten.javascript:void(0)powered by 

Hausmittel gegen tränende Augen

Einige Tierhalter möchten mit ihrer Katze so wenig wie möglich zum Tierarzt gehen. Dahinter steckt oft kein Geiz, sondern sie wollen dem geliebten Tier den Stress ersparen. Für viele Katzen ist bereits die Fahrt zum Tierarzt eine Tortur.

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Leider lässt sich die Tierarztbehandlung nicht vermeiden, wenn Verletzungen oder Infektionen vorliegen. Hausmittel reichen dann oft zur Behandlung nicht aus. Sobald der Tierhalter bemerkt, dass das Tier tränende Augen hat, sollte er maximal einen Tag lang warten. Bleiben die Beschwerden bestehen, ist der Besuch beim Tierarzt unerlässlich.

Ergänzend hierzu gibt es Möglichkeiten, dem Tier bei der Augentherapie zu helfen. Dazu gehören vorsichtige Reinigungen des Auges mithilfe von lauwarmem Wasser und einem fusselfreien Tuch. Auch Augentrost aus der Apotheke kann sich als hilfreich erweisen. Eine Absprache mit dem Tierarzt ist aber in jedem Fall ratsam.

Das so gern verwendete Kamillenextrakt kann unter Umständen einen gegenteiligen Effekt erzielen. So reizt es bei einer Bindehautentzündung das Auge nur noch zusätzlich.

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Zu tränenden Augen neigende Katzenrassen

Es gibt auch Katzenrassen, die für tränende Augen besonders anfällig sind. Hierzu zählen vor allem Rassen, die sehr kurze Nasen haben. Bei ihnen tritt ein Augenausfluss besonders häufig auf. Auch eine gereizte Bindehaut stellt ein klassisches Krankheitsbild dar.

Zu diesen Rassen gehören unter anderem die Perserkatze und die Exotische Kurzhaarkatze. Aufgrund aufwendiger Züchtungen, bei denen für die Zucht Katzen mit extrem kurzen Nasen gewählt wurden, zeigen sich leider oft tränende Augen.

Bei Bedarf kann ein Tierarzt durch einen Test prüfen, inwiefern bei der Katze der Tränenkanal verschlossen ist. Eine chirurgische Therapie dagegen gibt es für gewöhnlich jedoch nicht.

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Augenausfluss bei Katzen

Der Augenausfluss bei Katzen wird Epiphora genannt. Ganz gleich, ob der Stubentiger blaue oder grüne Augen hat: Der Ausfluss bei Katzen kann klar sein oder je nach Ursache eine bräunliche oder rötliche Farbe annehmen. Teilweise ist er wässrig, teilweise schleimig.

Ist die Katze ansonsten gesund, sind die Augen weder verklebt noch verschleiert. Auch kneift sie nicht ständig ein Auge oder gar beide Augen zu. Tut sie dies, kann das ein Anzeichen für Schmerzen sein. Hat sich die Pupille verkleinert, liegt das eventuell an einer Erkrankung.

So sollten Sie das Katzenauge kontrollieren

Katzen mögen es nicht gern, wenn jemand ihre Augen untersucht. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Halter einen entspannten Moment abwartet. Döst das Tier beispielsweise auf seinem Lieblingsplatz, lässt sich ein vorsichtiger Blick auf die Augen werfen.

Am besten tastet sich der Halter langsam vor und krault das Tier dabei. Bleibt die Katze ruhig, ist jetzt die Zeit, das möglicherweise gereizte Unterlid hinunterzuziehen. Sieht es geschwollen oder stark gerötet aus, kann es erkrankt sein. Auch Verkrustungen und Tränenspuren deuten auf eine Krankheit hin. Suchen Sie dann wie oben erwähnt Ihren Tierarzt auf, damit er die Ursachen aufdeckt und Ihrem Liebling schnell helfen kann. ♥

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Letzte Aktualisierung am 4.05.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API