Katzenschnupfen erkennen und sicher behandeln

Katzenschnupfen darf man nicht mit einer normalen Erkältung verwechseln. Wer ihn auf die leichte Schulter nimmt, spielt mit dem Leben seines Lieblings.

Katzenschnupfen: Eine kranke Katze liegt zugedeckt auf der Couch
Bei einer Katze mit gutem Immunsystem kann ein Katzenschnupfen auch glimpflich verlaufen. Das ist aber nicht immer so. ©Alikaj2582/iStock

Ein Schnupfen wird gern verharmlost: Jeder kennt ihn, haben wir doch alle hier und da eine laufende Nase, müssen niesen oder husten. Ein Katzenschnupfen hat damit jedoch nicht viel zu tun.

In den Jahrzehnten, als Katzen noch nicht regelmäßig dem Tierarzt vorgestellt wurden, gehörten Katzenschnupfen und Katzenseuche zu den häufigsten Todesursachen von Katzen. Deshalb solltest Du als verantwortungsvoller Katzenhalter gut über diese ernsthafte Erkrankung informiert sein. Hier erfährst Du, wie Du sie erkennst und wie Du darauf reagieren solltest.

Was ist Katzenschnupfen?

Katzenschnupfen ist eine Infektionskrankheit, bei der nicht ein einziger, sondern mehrere Erreger zusammenspielen und Beschwerden verschiedener Organe und Körpersysteme auslösen. Vergleichbar ist die Erkrankung mit der echten Grippe beim Menschen. Diese wird zwar „nur“ vom Influenzavirus ausgelöst, zieht jedoch oft problematische Folgeinfektionen durch Bakterien (Bronchitis, Kehlkopfentzündung, Lungenentzündung) nach sich. Grund für die Folgeinfektionen ist das durch die Hauptinfektion geschwächte Immunsystem.

Ebenso verhält es sich bei unseren vierbeinigen Lieblingen. Deshalb wird der Katzenschnupfen international als „Cat Flu“ (Katzengrippe) oder als „Furd“ (Feline upper respiratory desease) bezeichnet. Die englische Bezeichnung deutet schon darauf hin, dass bei dieser Krankheit die gesamten oberen Atemwege betroffen sein können. Du siehst also, dass mit Katzenschnupfen auf keinen Fall zu spaßen ist: Deine Fellnase braucht auf jeden Fall Deine Hilfe, sollte sie sich mit den Erregern von Katzenschnupfen angesteckt haben!

Fieber ist eines vieler Symptome bei Katzenschnupfen
Fieber ist eines der vielen Symptome von Katzenschnupfen. ©sommart/iStock
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Ursachen und Erreger von Katzenschnupfen

Wie bereits erwähnt, ist es in der Regel eine Kombination von Erregern, die bei einer Infektion in den Körper unserer Vierbeiner eindringen.

Die fünf häufigsten Erreger sind:

  • Felines Herpesvirus Typ 1
  • Felines Calicivirus
  • Feline Chlamydophila
  • Felines Bordetella-Bakterium
  • Felines Mykoplasma-Bakterium

Wie bei allen Säugetieren vermehren sich Viren auch bei Katzen durch Einschleusen ihrer DNA in die gesunde Zelle. Es gibt nur eine Strategie, gegen Viren vorzugehen: ihnen die Vermehrung durch antivirale Mittel zu erschweren. Gegen Viren ist – wie bei uns – leider kein besseres Kraut gewachsen, da Viren im eigentlichen Sinn nicht als Lebewesen gelten.

Gegen die Bakterien, die zu den einzelligen Lebewesen ohne Zellkern gehören, wirkt jedoch eine Vielzahl von Antibiotika. Welches bei Deinem Stubentiger eingesetzt wird, entscheidet der Tierarzt. In der Regel wird ein Breitbandantibiotikum verordnet, um die meisten der Erreger mit einem Medikament zu erwischen.

Ist die Erkrankung sehr hartnäckig, muss der genaue Erreger festgestellt werden. Es wird dazu ein Nasenabstrich bei der Katze gemacht und davon im Labor eine Kultur angelegt. Danach kann punktgenau ein gegen den festgestellten Erreger wirksames Antibiotikum verschrieben werden. Dies ergibt aber nur in dem Fall Sinn, wenn die Katzen noch nicht schwer erkrankt sind und es möglich ist, bis zur Labordiagnose noch einen oder zwei Tage zu warten.

Normalerweise ist jeder der beschriebenen Erreger für ein bestimmtes Krankheitsbild verantwortlich. Da sich die Symptome aber oft überschneiden, ist die genaue Ursachenfeststellung auch für den Experten in der Regel sehr schwierig.

Ein Freigänger mit Katzenschnupfen
Freigänger können sich besonders leicht mit Katzenschnupfen anstecken. ©PJjaruwan/iStock

Wie steckt sich die Katze an?

Die meisten der Keime stecken in den Körperflüssigkeiten der erkrankten Katze. Dazu zählen Speichel, Tränen, Nasen- und Hustensekret. Die Übertragung des Katzenschnupfens erfolgt auf zweierlei Wegen:

  1. Tröpfcheninfektion
    In den meisten Fällen passiert sie durch Tröpfcheninfektion. Die Fellnasen husten oder scheiden die Keime in mikrofeinen Tröpfchen aus, die dann andere Katzen bei Kontakt über die Atemluft aufnehmen.
  2. Schmierinfektion
    Nicht ganz so häufig kommt es zu Schmierinfektionen. Dies bedeutet, dass der Stubentiger die Erreger über das Mäulchen durch Lecken oder Fressen aufnimmt. Er leckt das Fell einer kranken Katze, er bedient sich am Futter- oder Trinknapf oder er leckt an Gegenständen wie Schuhen, an denen Viren und Bakterien haften. Das bedeutet, dass sich Deine Samtpfote also auch anstecken kann, wenn sie ohne direkten Kontakt zu anderen schnurrenden Gefährtinnen und als reine Wohnungskatze mit Dir allein lebt.

Symptome: Wie äußert sich ein Katzenschnupfen?

Generell lässt sich sagen, dass das Herpesvirus Symptome wie Entzündungen der Augen und Haut verursacht. Das Calicivirus ist verantwortlich für virale Bronchitis, Lungenentzündung und Gelenkentzündungen (Arthritis). Chlamydophila felis greift die Bindehäute unserer Stubentiger an und verursacht als Symptome die laufende Nase und gereizte Schleimhäute. Bordetella kann zu bakterieller Bronchitis und Lungenentzündung führen und Mykoplasmen greifen die gesamten Atemwege unserer Fellknäuel an.

In erster Linie sind also die oberen Atemwege betroffen, was Dir folgende Symptome zeigen:

  • Du hörst ein rasselndes Atemgeräusch. Du merkst, dass sich Deine Katze beim Atmen schwertut und deshalb keine Freude an Bewegung und Spiel zeigt. Sie ist müde und matt und zeigt keine rechte Freude an ihrem Dasein.
  • Die Nasenschleimhaut und der Hals sind entzündet, was Symptome wie eine tropfende Nase und Husten anzeigen. Die Infektion kann sich über die Bronchien bis zur Lunge ausdehnen, Dein Stubentiger zeigt Symptome wie Schwäche, Apathie und Fressunlust.
  • Fieber ist eine häufige Begleiterscheinung, die jedoch nicht immer auftritt. Einige Katzen leiden an Erbrechen.
  • Oft ist die Erkrankung von Entzündungen der Augen begleitet. Die Augen der Katze tränen und sind gerötet. Eine Bindehautentzündung zeigt sich in der Regel durch verklebte, eitrige Augen. Bei manchen Katzen sind die Hornhäute betroffen, und es können bleibende Hornhautschäden entstehen. Manchmal kommt es auch zu einem Nickhautvorfall.
  • Durch die Herpesviren entstehen oft die typischen Bläschen auf den Schleimhäuten oder auf der Zunge.

Ein glücklicherweise seltenes, doch schweres Symptom der Erkrankung sind Fehlgeburten.

Eine kranke Katze hat Katzenschnupfen
Abgeschlagen, matt und einfach schlapp fühlen sich viele Katzen mit der Krankheit. ©tverkhovinets/iStock

Wie gefährlich ist Katzenschnupfen?

Nur Katzen mit einem starken Immunsystem überstehen die Erkrankung ohne Behandlung problemlos. Auch wenn Du Deine Katze so einschätzt, solltest Du sie unbedingt zum Tierarzt oder zur Tierärztin bringen. Nur ein Profi kann eventuelle Komplikationen und späte Folgen (Augen, Lunge) diagnostizieren bzw. ausschließen.

Ist Deine Katze grundsätzlich gesund, wird sie die Erkrankung mit dem passenden Antibiotikum gut überstehen. Kitten und alte Katzen sind allerdings besonders gefährdet, einen schweren Verlauf eines Katzenschnupfens zu erleben. Du solltest also niemals zu lange warten und Deinen Liebling lieber früher als später zum Tierarzt bringen.

Warum ist Katzenschnupfen so gefährlich?

Das Gefährliche an der Erkrankung sind die multiplen Infektionen, mit denen der Organismus von Stubentigern irgendwann nicht mehr fertig wird.

Beginnt ein Katzenschnupfen beispielsweise mit einer viralen Bindehautentzündung, wird das Immunsystem der Tiere dadurch leicht geschwächt. Kommt dann eine virale Bronchitis dazu, ist es in Alarmbereitschaft und konzentriert sich nur noch auf diesen Erreger.

Folgt dann als Drittes eine bakterielle Lungenentzündung, wird das Immunsystem nicht mehr mit dem Heer an Keimen fertig und kapituliert. Deshalb müssen unsere Samtpfoten bei Katzenschnupfen durch Antibiotika und Antivirotika unterstützt werden.

Wie gefährlich ist Katzenschnupfen für Kitten?

Bei kleinen Katzen ist das Immunsystem erst in der Entwicklung. Sie bekommen über die Muttermilch einen Teil der fürs Leben nötigen Antikörper mit. Doch die reichen in der Regel nicht aus für die Vielfalt von Viren und Bakterien, die sie in der Umwelt erwartet. So ist das noch unreife Immunsystem auf den Angriff vieler verschiedener Erreger nicht vorbereitet und schnell überfordert.

Der Organismus des Kitten kapituliert daher schneller. Unbehandelt sterben leider immer noch viele Kätzchen an den Folgen des Katzenschnupfens.

Katzenschnupfen endet nicht selten in der Tierklinik
Ein Aufenthalt in der Klinik ist manchmal unvermeidbar bei Katzenschnupfen. ©sommart/iStock

Ist Katzenschnupfen heilbar?

Eine gesunde, starke Samtpfote wird mit den Erregern eines Katzenschnupfens fertig. Doch dauert der Prozess oft lange und ist sehr strapaziös für den Organismus des Tieres. Deshalb solltest Du nicht ausprobieren, ob Dein Tier zu dieser Sorte Stubentiger gehört. Suche lieber einmal zu oft den Kontakt zum Tierarzt für eine rasche Behandlung als einmal zu selten.

Der Organismus der meisten Katzen ist mit den vielfältigen Erregern bei Katzenschnupfen überfordert und braucht Hilfe. Mit einem passenden Medikament schafft es Deine Katze viel schneller und leichter, die Krankheit ohne Folgeschäden zu überstehen.

Therapie und Behandlung: Was hilft gegen Katzenschnupfen?

Es gibt zwei Wege, die Du gegen Katzenschnupfen beschreiten kannst:

1. Prävention
Du kannst auf die präventive Behandlung setzen, indem Du Deine Katze frühzeitig impfen und die Immunisierung in regelmäßigen Abständen auffrischen lässt.

2. Medikamente zur Behandlung
Alternativ kannst Du auf die medikamentös-therapeutische Behandlung setzen, bei der antibiotisch wirksame Medikamente zum Einsatz kommen.

Wie kann der Tierarzt Katzenschnupfen behandeln?

Die Experten werden Dich zuerst nach dem Impfstatus Deines Tiers fragen. Anschließend untersuchen sie das Atmungssystem Deiner Katze, tasten ihre Lymphknoten ab und begutachten Augen, Ohren, Nase und Mund Deines Lieblings.

Diagnostizieren Tierärzte Katzenschnupfen, verschreiben sie – falls keine Allergien bestehen – ein Antibiotikum. Dies kann über mehrere Tage oral verabreicht werden, in dringenden Fällen wird es auch gespritzt.

Du musst das Antibiotikum unbedingt so wie vom Tierarzt verschrieben auch dann noch weitergeben, wenn die Katze bereits wieder topfit und gesund scheint. Tust Du das nicht, kann sich bald ein zweiter Krankheitsschub bemerkbar machen oder Du unterstützt die Erreger bei der Entwicklung von Resistenzen. Beides ist schlecht für die Katze und hilft bei der Verbreitung von Katzenschnupfen.

Ist die Katze sehr krank und schwach, wird sie unterstützend Medikamente zur Stärkung des Immunsystems erhalten, gegebenenfalls sogar Infusionen. Manchmal werden auch örtlich anwendbare, antivirale Tropfen oder Salben (Augen, Nase, Haut) gegen die Beschwerden verschrieben.

Eine Katze mit Katzenschnupfen bekommt eine Infusion
Geht es der Katze extrem schlecht, kann der Tierarzt eine Infusion legen. ©rarinlee/iStock
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Wie kannst Du die Heilung unterstützen?

Am wichtigsten ist, dass Deine Katze genügend trinkt. Tut sie es nicht, hat sie wahrscheinlich Schmerzen beim Schlucken. Bevor sie jedoch über Infusionen Flüssigkeit und Nahrung erhalten muss, ist es besser, sie schluckweise mit einer Pipette oder – wenn sie es mag – mit einem Fläschchen zu füttern.

Motiviere sie mit besonders leckerem, möglichst flüssigem Futter. Vielleicht verdünnst Du ihre Schälchen mit Wasser oder gewässerter Katzenmilch? Eventuell kannst Du sie auch mit einem Trinkbrunnen animieren? Du kennst Deinen Schatz am besten. Hier sind Deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Hauptsache ist, dass die Samtpfote wieder isst und trinkt und zu Kräften kommt.

Gegen den Durchfall, der oft bei Behandlungen mit Antibiotika entsteht, kannst Du Deiner Katze vorbeugend Darmbakterienkulturen in Pulverform (Probiotika) aufs Essen streuen. Auch einige Löffelchen Joghurt zum Schlecken tun der Regeneration des Darms gut. Hat sie bereits Durchfall, gib ihr Kohletabletten und Elektrolyte zur Stärkung. Diese erhältst Du beim Tierarzt oder online.

Das solltest Du nicht tun

Lass Deine Katze während der Krankheit auf keinen Fall ins Freie. Sie ist nicht so leistungsfähig und nicht so konzentriert wie sonst und deshalb gegenüber dem Straßenverkehr oder sonstigen Feinden nicht geschützt.

Erlaube ihr auch keinen Kontakt zu anderen Katzen, sie könnte viele andere Tiere anstecken. Lass sie erst wieder an die frische Luft, wenn sie gesund ist.

Du darfst ihr keine Mittel gegen Erkältung oder Grippe geben, die nicht für Katzen bestimmt sind!

Leben in Deinem Haushalt andere Katzen, versuche, Deine Stubentiger voneinander zu trennen. Es ist sonst sehr wahrscheinlich, dass Deine kranke Katze die anderen ansteckt.

Katze mit Katzenschnupfen in der Klinik
In einer Tierklinik wird die Katze rund um die Uhr medizinisch betreut. ©sommart/iStock

Wie lange dauert es, bis der Katzenschnupfen weg ist?

Meistens merkst Du schon nach einem bis zwei Tagen eine deutliche Besserung, wenn Deine Samtpfote das richtige Antibiotikum verschrieben bekommen hat. Am schnellsten zeigt sich dies am wiederkehrenden Appetit Deiner Katze.

Glücklich wirst Du feststellen, dass sie ihr apathisches Verhalten ablegt und wieder sie selbst wird. Ist es bereits zu einer Lungenentzündung gekommen, kann die Genesung länger dauern. Bis sich die Lunge erholt und die Katze durch die bessere Sauerstoffsättigung wieder aktiv ist, können einige Tage vergehen.

Merkst Du dann immer noch keine Besserung, ist die Infektionslage wahrscheinlich etwas komplizierter und Dein Tierarzt muss eine genaue Erregerdiagnostik durchführen, um das richtige Antibiotikum bestimmen zu können. Dazu macht er Abstriche oder entnimmt eine Blutprobe. Bekommt Deine feline Fellnase dann ein genau auf die Erreger abgestimmtes Medikament, dürfte es bis zu ihrer Genesung nicht mehr lange dauern.

Kann man Katzenschnupfen bei Katzen vorbeugen?

Die einzige Möglichkeit zur Vorbeugung ist eine Impfung. Diese gehört zu den Routineimpfungen, die Katzen bzw. Kitten erhalten sollten. Du kannst sie in den ersten Lebensmonaten durchführen lassen. Wie die meisten Routineimpfungen muss auch diese regelmäßig aufgefrischt werden.

Du kannst die Gesundheit Deiner Katze unterstützen, indem Du ihr zu einem starken Immunsystem verhilfst. Dies geschieht durch hochwertiges, auf Katzen abgestimmtes Futter und regelmäßige, zusätzliche Vitamin- und Mineralstoffgaben.

Wenn Du Deiner Katze eine stressfreie Umgebung bietest, bleibt ihr Immunsystem länger stark, als wenn sie dauernd ängstlich und angespannt ihr Leben verbringen muss.

Du kannst die Ansteckungsgefahr für Deine Katze mit Katzenschnupfen auch reduzieren, indem Du sie von streunenden Katzen fernhältst. Diese sind sehr oft Ausscheider und Verbreiter von Erregern des Katzenschnupfens. Ob dies möglich ist bzw. ob Du dies bei einem an Freigang gewohnten Stubentiger übers Herz bringst, steht auf einem anderen Blatt.

Hygiene bei der Katzentoilette und am Futter- und Trinknapf versteht sich von selbst: Es werden nicht nur die Erreger des Katzenschnupfens durch Kontakt an diesen Gegenständen übertragen, sondern auch viele andere Bakterien und Parasiten. Sorge hier immer für Sauberkeit.

Wenn Du Deiner Katze einen Aufenthalt in einer Tierpension ersparen kannst, sie bei keinerlei Katzenausstellungen mitmachen lässt und sie auch nicht auf Deine Reisen mitnimmst, leistest Du einen weiteren Beitrag. Genau in diesen Situationen nämlich stecken sich unsere Stubentiger häufig mit Erregern an, die ihr Immunsystem noch nicht kennt und es überlasten.

Impfung gegen Katzenschnupfen
Geimpft ist die Katze sehr gut gegen Katzenschnupfen geschützt. ©Dina Damotseva/iStock

Was kostet die Impfung gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen?

Natürlich variieren die Tarife von Tierarzt zu Tierarzt. Viele Tierärzte nehmen gleichzeitig mit der Impfung eine Entwurmung vor. Zusätzlich müssen in einem bestimmten zeitlichen Abstand mehrere Impfungen zur Grundimmunisierung durchgeführt werden. Rechne also mit Kosten zwischen 150 und 200 Euro.

Sollte Dein Tierarzt zusätzliche Laborkulturen anlegen und/oder Laborbefunde erstellen, wird die Immunisierung noch etwas teurer. Vergiss allerdings beim Vergleich nicht, dass bei Ausbruch der Krankheit ebenfalls hohe Kosten entstehen können. Bedenke, was Du Deinem Tier und Dir an Leiden und Sorgen ersparst, wenn es erst gar nicht dazu kommt.

Ist die Impfung sinnvoll?

Die Immunisierung ist zweifellos allen anderen Behandlungsmethoden vorzuziehen. Und zwar aus mindestens vier Gründen:

  1. Die Impfung belastet den Katzenorganismus weniger als jede Infektion mit den Erregern des Katzenschnupfens.
  2. Sie erspart Deinem Stubentiger die belastende Krankheit, die von schweren Symptomen gekennzeichnet sein kann, genauso wie die Antibiotika-Therapie.
  3. Letztendlich ist Impfen die billigste Lösung, wenn Du bedenkst, was Tierarztbesuche oder -visiten, Medikamente oder gar Tierklinikaufenthalte mit Infusionen kosten.
  4. Und nicht zuletzt: Denk an die vielen Sorgen, die Du Dir nicht machen musst, wenn Du Deinem Stubentiger die Krankheit mit all den möglichen Folgen ersparst.
Katzenschnupfen ist übertragbar auf Menschen
Beim intensiven Spielen oder Kuscheln können Katzen den Katzenschnupfen auch auf Zweibeiner übertragen. ©FamVeld/iStock

Ist Katzenschnupfen auf Menschen übertragbar?

Die typischen „felinen“ Viren und Bakterien sind nicht auf den Menschen übertragbar. Doch durch das Bakterium Bordetella und manche Arten von Mykoplasmen können auch wir angesteckt werden. Dies gilt vor allem für immungeschwächte Personen, also wiederum Senioren oder kleine Kinder. Die Behandlung erfolgt auch bei uns Zweibeinern mit Antibiotika und verläuft meist problemlos.

Ist Katzenschnupfen für den Menschen gefährlich?

Nein (siehe oben). Dennoch ist es vernünftig, wenn Du in dieser Zeit eine noch strengere Hygiene einhältst als sonst. Achte besonders bei Deinen Kindern darauf, dass sie nach dem Katzenkuscheln oder Spielen mit dem Stubentiger ihre Hände waschen und sich nicht in die Augen oder an Mund oder Nase fassen.

Kann man durch Katzenschnupfen sterben?

Nein, Menschen sterben im Gegensatz zu Katzen nicht aufgrund einer Infektion durch die Erreger, die Katzenschnupfen auslösen.

Ist die Krankheit auf Hunde übertragbar?

Da es sich um „feline“ (an Katzen gebundene) Viren handelt, sind diese für Hunde ungefährlich. Doch vergiss nicht, dass Tröpfchen mit diesen Erregern eine Weile am Maul der Hunde oder an deren Fell haften können und andere Katzen dadurch erkranken können.

Einige wenige der Bakteriensorten, die am Katzenschnupfen beteiligt sind, können jedoch sehr wohl Infektionen bei Hunden auslösen. Doch sind diese nicht so schwer, wie die multiplen Infektionen bei einem Katzenschnupfen. Sie belasten außerdem das Immunsystem der Hunde bei weitem nicht so stark.

Wir wünschen Dir und Deiner Katze alles Gute! ♥