Zahnfleischentzündung bei der Katze: So hilfst Du Deinem Liebling

Eine Zahnfleischentzündung bei der Katze ist ziemlich schmerzhaft! Warum schnelles Handeln wichtig ist und was Du tun kannst, erfährst Du hier.

Zahnfleischentzündung Katze
Eine Zahnfleischentzündung bei der Katze solltest Du nicht auf die leichte Schulter nehmen. ©bomberbmoon/iStock

Zahnfleischentzündungen sind ein schmerzhaftes und weit verbreitetes Übel bei Katzen. Wir verraten, wie Du Entzündungen lindern und vorbeugen kannst.

Zahnfleischentzündung – Was ist das überhaupt?

Die Zahnfleischentzündung bei der Katze ist eine oft sehr schmerzhafte Entzündung des Zahnhalteapparats und des Zahnfleischs. In einigen Fällen kann sich die Entzündung auch auf die Mundschleimhaut, also die Wangeninnenseiten und den Gaumen, ausweiten.

Symptome: Zahnfleischentzündung bei der Katze erkennen

Katzen sind echte Meister darin, Schmerzen und andere Probleme zu verstecken. Dennoch kannst Du eine Zahnfleischentzündung bei der Katze anhand bestimmter Symptome entdecken. Diese Anzeichen zeigen sich häufig:

Schaut man dann einmal vorsichtig in das kleine Mäulchen der Katze, zeigt sich bei einer Zahnfleischentzündung:

  • stark gerötetes,
  • oft geschwollenes und
  • in einigen Fällen sogar blutiges Zahnfleisch.

Dass das wehtut, ist offensichtlich. Nimm es Deiner Katze also nicht übel, wenn sie zuletzt nicht so verschmust und zugänglich war sie sonst.

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Bei welchen Katzen kommt es zur Zahnfleischentzündung?

Leider kann die Gingivitis, also die Zahnfleischentzündung bei der Katze, jedes Tier treffen. Es sind nicht nur kranke oder alte Katzen betroffen.

Ursachen abklären

Eine Zahnfleischentzündung kann die unterschiedlichsten Ursachen haben. Um die passende Behandlung zu finden, sollte daher unbedingt beim Tierarzt abgeklärt werden, wie es zur Zahnfleischentzündung der Katze kam. Nur dann, wenn die genaue Ursache feststeht, kann eine effektive und nachhaltige Heilung stattfinden.

Eine Untersuchung der Zähne und des Zahnfleisches der Katze ist auch deshalb wichtig, weil bei einer falschen Behandlung auf eigene Faust aus der Entzündung eine chronische Zahnfleischentzündung werden kann. Und die kann viele schwerwiegende Folgen für Katzen nach sich ziehen:

  • Zahnverlust,
  • Organschäden und
  • Kieferknochenentzündungen

sind nur ein paar der möglichen Folgeerkrankungen.

Vermutest oder entdeckst Du eine Zahnfleischentzündung oder eine andere Erkrankung bei Deinem Liebling, gehe möglichst bald zum Tierarzt und lass Dich beraten. Ist Zahnstein der Grund für die Entzündung, genügt eventuell sogar schon eine professionelle Zahnreinigung.

Helfen: Das kannst Du für Deine Katze tun

Damit die Entzündung am Zahnfleisch schnell abklingt und die Katze wieder beschwerdefrei wird, ist es wichtig, die Ratschläge des Tierarztes zu befolgen. Neben den Behandlungen und den verordneten Medikamenten können jedoch auch folgende (Haus-)Mittel dem Stubentiger bei der Genesung helfen:

  • Gel der Aloe vera
  • kalter Kamillen- und Ingwertee
  • das homöopathische Mittel Traumeel
  • ätherische Öle (zum Beispiel Nelke, Lavendel, Melisse, Salbei oder Rosmarin).

Diese Hausmittel gegen eine Zahnfleischentzündung bei der Katze kosten oft nicht viel, sind größtenteils natürlich und helfen vielen Tieren recht gut.

Eventuell besitzt Deine Katze eine genetische Veranlagung, die Zahnfleischentzündungen begünstigt. Oder sie leidet unter einer Fehlstellung der Zähne, die das Zahnfleisch reizt. In diesen Fällen können die oben genannten Hausmittel natürlich lediglich Linderung verschaffen, jedoch nicht die Ursache dauerhaft bekämpfen.

Es ist deshalb sehr wichtig, dass nicht nur die Symptome, sondern auch die Auslöser erkannt und bekämpft werden. Nur so kannst Du der Katze dauerhaft ein glückliches und gesundes Leben ermöglichen. Der Tierarzt weiß am besten, woran es wirklich liegt und was Deiner Fellnase hilft, damit sie schnell wieder unbeschwert spielen und fressen kann.

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Vorbeugen

Um Zahnfleischentzündungen in Zukunft zu vermeiden, solltest Du ihnen Deiner Katze zuliebe vorbeugen. Manchmal reicht bereits eine Ernährungsumstellung, ein regelmäßiges Überprüfen des Mauls und der Zähne oder eine prophylaktische Zahnreinigung beim Tierarzt.

Bemerkst Du Veränderungen an den Zähnen oder am Zahnfleisch, warte bitte nicht unnötig lange. Kontaktiere Deine Tierarztpraxis und stelle Deine Katze oder den Kater dort vor. Der Arzt kann nicht nur Zahnfleischentzündungen behandeln, er kann auch wertvolle Tipps zur richtigen Zahnpflege der Katze geben. Die korrekte Zahnpflege und Ernährung gehören zu den wichtigsten Faktoren für ein gesundes Zahnfleisch.

Da jede Katze anders ist, solltest Du den Tierarzt fragen, was die eigene Katze konkret benötigt, um in Zukunft keine Zahnfleischentzündung mehr zu bekommen. So kann in einigen Fällen evtl. auf ein Antibiotikum verzichtet werden.

Gewöhne Deine Katze am besten auch schon von klein auf an das Zähneputzen und die regelmäßigen Kontrollen beim Tierarzt. Ist die Katze schon älter, können spezielle Zahnpflege-Leckerlis die natürliche Reinigung des Gebisses unterstützen.

Wir wünschen Deinem Vierpfoter und Dir alles Gute! ♥