Tierschützer retten Kater vor dem Erblinden

Manchmal ist die Angst so groß, dass ein Tier nicht mehr merkt, dass ihm Menschen nur helfen wollen. Bei Apollo war das so. Ein Happy End gab es dennoch für den Kater.

Blinde Angst

Tierschützer der Organisation „Cats of San Bernardino“ aus Kalifornien wurden zu einem Kater gerufen. Er saß unter einem Busch und war in extrem schlechtem Zustand: Seine Augen waren infiziert und vollkommen verklebt. Es war unklar, ob der Kater überhaupt noch irgendetwas sehen konnte. Klar hingegen war: Dieses Tier brauchte sofort Hilfe!

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Annäherung von zwei Seiten

Den völlig verängstigten Kater einzufangen, war allerdings alles andere als einfach. Obwohl er nichts oder nur sehr wenig sehen konnte, spürte er, dass die Menschen ihn greifen wollten. Immer wieder war er einen Moment schneller und entwischte.

Doch die Tierschützer gaben nicht auf: Von beiden Seiten des Buschs näherten sie sich dem Tier und bekamen es schließlich vorsichtig zu fassen. In einem Transportkorb brachten sie den Kater vorerst unter. Dort lag er völlig erschöpft auf einer roten Decke und schien trotz aller Aufregung vielleicht schon zu wissen, dass man es nun endlich gut mit ihm meinte.

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Behandlung für den Start in ein besseres Leben

Die Tierschützer verloren keine Zeit: Sofort behandelten sie den roten Kater gegen die Räude, die ihm schwer zu schaffen machte. Räude ist eine Erkrankung durch Milben bei Katzen. Sie kann zu dramatischem Gewichtsverlust, Apathie und sogar zum Tod führen.

Noch im kleinen Käfig, dort auf der roten Decke, bekam der völlig erschöpfte Kerl auch seinen Katernamen: Er sollte Apollo heißen.

Beim Tierarzt wurde er schließlich gewogen, ausführlich untersucht und begutachtet. Alle waren sich sicher: Dieser Kater ist blind. Doch hatten die Menschen damit wirklich recht?

Verlust und Gewinn

Von einem Auge musste sich Apollo tatsächlich trennen. Es war nicht mehr zu retten. Das andere jedoch erholte sich nach und nach und es war einfach wunderschön! Mit einem strahlend blauen Auge schaute der Kater nun in die Welt.

Dennoch war er auch weiterhin sehr verängstigt: Er versteckte sich unter dem Bett und schlich nur geduckt und sehr vorsichtig durch die Wohnung seiner Pflegestelle.

Doch dort zeigte man sich besonders geduldig. Selbst die Tatsache, dass der Kater täglich saubergemacht werden musste, weil er das Katzenklo nicht fand, konnte die Menschen nicht stoppen. Sie kümmerten sich Tag für Tag aufopferungsvoll um den kleinen Apollo.

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Und tatsächlich hatte diese zusätzlich nötige Pflege einen wundervollen Effekt: Apollo baute endlich Vertrauen und eine Bindung zu den Menschen auf. Nach und nach ging es ihm besser und schließlich fand er auch selbst das Katzenklo. Somit war ein kleiner Schritt hin zu einem ganz normalen Katzenleben getan. Nun musste Apollo nur noch eins tun: Richtig gesund werden.

Unglaubliche Verwandlung

Fünf Monate später hatte sich Apollo ganz wunderbar erholt: Das entnommene Auge war gut abgeheilt, mit dem anderen zwinkerte er in die Weltgeschichte und das einst so struppige und stumpfe Fell war seidig weich und wunderschön geworden!

Auch seine Angst vor den Menschen war nun vollkommen verflogen. Apollo ließ sich nach Herzenslust streicheln, faulenzte auf dem Bett und genoss all die Aufmerksamkeit, die er nun endlich ohne Kummer und Schmerzen in seinem neuen Zuhause genießen konnte.

Wir sagen danke, dass die Tierschützer sich um Apollo gekümmert und so eine kleine Katzenseele gerettet haben! ♥