Diese 7 Dinge sollten Sie Ihrer Katze nie antun

Immer wieder kommt es im Alltag mit Katzen zu Nachlässigkeiten, die die Gesundheit der Tiere gefährden. Diese Dinge sollten Sie unbedingt vermeiden.

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Gerade Katzenanfänger neigen aus Unwissenheit dazu, im Umgang mit ihrem neuen Fellknäuel einige Fehler zu machen. Doch auch bei langjährigen Katzenbesitzern kommt er hier und da zu Nachlässigkeiten, die die geliebte Samtpfote in Gefahr bringen können. 

Diese 7 Dinge sollten Sie Ihrer Katze niemals antun:

1. Sie beugen Flöhen oder Herzwürmern nicht vor

Auch wenn Ihre Katze ausschließlich in der Wohnung lebt und keinen Kontakt mit anderen Tieren hat, sollten Sie sie gegen Flöhe und Herzwürmer schützen. Denn Fliegen und andere Insekten, die in der Lage sind, Flöhe oder andere Parasiten auf sich zu tragen, kommen kinderleicht in Ihre Wohnung und können Ihr Tier somit gefährden. 

Es reicht schon, wenn Sie mit einem flohbefallenen Hund in Kontakt kommen und die kleinen Plagegeister auf Ihrer Haut oder der Kleidung zu Hause einschleppen. Es gibt zahlreiche Produkte, mit denen Sie Ihre Katze vor Flöhen und Herzwürmern schützen können. Nutzen Sie diese! Denn ist die Katze erst einmal mit Herzwürmern befallen, sind sie eine lebensbedrohliche Gefahr für Ihren felligen Schatz.

2. Sie lassen Ihre Wohnungskatze unbeaufsichtigt nach draußen

Es liegt in der Natur der Katze, lange durch die Natur zu streifen, zu jagen und die Freiheit zu genießen. Auch bei zahmen Hauskatzen ist das nicht anders. Lassen Sie jedoch Ihre Wohnungskatze von heute auf morgen unbeaufsichtigt in die Natur hinaus, können sie die vielen Eindrücke dort verängstigen, überwältigen und sogar in Panik versetzen. Im schlimmsten Fall führt dies zu einem Unfall oder dazu, dass Ihr Schatz völlig verstört Reißaus nimmt.

Wollen Sie Ihrer Wohnungskatze ein neues Stückchen Freiheit schenken, gewöhnen Sie sie langsam daran. Kurze und später immer länger werdende Spaziergänge an der Leine können ein guter Anfang dafür sein.

3. Sie lassen Fenster offen stehen

Diese alltägliche Gefahr sorgt leider immer und immer wieder für schlimme Verletzungen, wenn nicht gar für Todesfälle. Ein geöffnetes Fenster ist für Ihre Katze ein enormes Risiko. Fliegt ein Vogel vorbei und weckt den Jagdtrieb in ihrer Samtpfote, kann dies schnell zu einem Fenstersturz führen, der häufig zu schweren Verletzungen führt. Geschieht der Unfall in Ihrer Abwesenheit kann es zudem Stunden dauern, bis Ihrem Tier geholfen wird.

Auch gekippte Fenster sind eine enorme Gefahr. Hier können Katzen hängenbleiben und sich schwere Verletzungen am Rückenmark zuziehen. Sichern Sie daher sämtliche Fenster, damit Miezi nichts zustoßen kann.

4. Sie "schwänzen" den Tierarztbesuch

Auch wenn Ihre Katze putzmunter erscheint, gut frisst, glänzendes Fell hat und sich benimmt wie immer, sollten Sie mindestens einmal jährlich einen Tierarzt besuchen, um Ihren Schatz von oben bis unten untersuchen zu lassen.

Katzen sind Meister im Verbergen von Krankheiten. Nicht alle Leiden würden Sie daher bemerken. Nur der Tierarzt kann frühzeitig Krankheiten erkennen, vorbeugen und ggf. behandeln.

5. Sie halten Ihre Katze während der Fahrt auf dem Schoß

Kaum eine Katze liebt Autofahrten. Die große Mehrzahl von ihnen mag auch die Transportbox überhaupt nicht gern. Viele machen ihrem Unmut daher während der Fahrt Luft und miezen und maunzen herzzerreißend. 

Diese Laute sind für Katzenbesitzer nur schwer zu ertragen, doch lassen Sie sich nicht erweichen! In der im Auto gesicherten Transportbox ist Ihr Liebling am sichersten unterwegs. Auf keinen Fall sollten Sie Ihre Katze aus der Box nehmen und auf Ihrem Schoß beruhigen. Erst recht nicht, wenn Sie selbst fahren!

Eine unkontrolliert im Auto herumspringende Katze ist eine Gefahr für Sie und andere Verkehrsteilnehmer. Und kommt es tatsächlich zu einem Unfall, kann Ihre frei im Auto sitzende Katze unter Schock davonrennen, sobald sich eine Tür öffnet, eine Scheibe kaputt ist oder, oder ... 

So sehr das Jammern Ihres Schatzes Ihnen in der Seele wehtut: Lassen Sie die Katze unbedingt in der Box.

6. Sie schubsen Ihre Katze von der Arbeitsfläche

Man hielte es für selbstverständlich, dies nicht zu tun, doch im Alltag sieht man es immer wieder: Menschen, die Ihre Katzen unsanft von der Arbeitsfläche in der Küche schubsen.

Zugegeben: Eine Katze, die ihr kleines Näschen neugierig in das frisch zubereitete Essen steckt, ist nicht unbedingt wünschenswert. Dennoch ist dies kein Grund, Ihren Liebling respektlos zu behandeln. Sie können das Tier damit nicht nur körperlich, sondern auch psychisch verletzen. Setzen Sie ihr stattdessen sanft, aber bestimmt Grenzen und nutzen Sie dabei immer das gleiche Wort (z. B. "Nein"). Bestärken Sie gleichzeitig positives Verhalten. So wird Ihre Katze bald verstehen, was Sie wollen und was nicht.

7. Sie ignorieren die Haarballen

Würgt Ihre Katze einmal mehr einen Haarballen herauf, können Sie entweder genervt mit den Augen rollen und sich denken, dass Katzen eben so sind. Oder Sie wählen die weitaus bessere Alternative und helfen Ihrer Katze bei diesem haarigen Problem. 

Auch wenn es ein natürlicher Vorgang ist: Keine Katze liebt es, ihre eigenen Haare wieder herauszuwürgen. Verringern Sie deshalb die Menge der verschluckten Haare, indem Sie das Fell Ihres Minitigers regelmäßig bürsten. Das sorgt nicht nur für weniger häufiges Erbrechen von Haaren, sondern stärkt automatisch auch die Bindung zu Ihnen.

Bitte beachten: Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll vielmehr auf Alltäglichkeiten hinweisen, die im Leben mit Katzen eher vergessen werden. Achten Sie auch abseits der genannten Punkte darauf, dass Ihre Katze drinnen wie draußen sicher unterwegs ist und angemessene medizinische Versorgung erhält.