Die 5 häufigsten Fehler bei Kratzbäumen

Vor allem für Wohnungskatzen ist er als Abenteuerspielplatz und Rückzugsort unverzichtbar: Der Kratzbaum. Doch es gibt einiges zu beachten. Diese fünf Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden.

© Fotolia.de - gena96

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1. Falscher Standort

Hat Ihr Stubentiger ausschließlich die eigenen vier Wände zum Herumtollen, sollten Sie ihm ein kleines persönliches Klettergerüst zur Verfügung stellen. Daran kann er seinen natürlichen Kratz- und Klettertrieb ausleben. Damit die Neuanschaffung auch wirklich angenommen wird, müssen Sie bei der Wahl des Aufstellortes jedoch aufpassen.

Achten Sie darauf, dass der Kratzbaum in einem Raum steht, in dem sich auch Leute aufhalten. Katzen sind sehr gesellige und neugierige Tiere, die gern beobachten – vor allem wenn sie zum Klettern und Spielen aufgelegt sind. Auch ein Fenster ist gern gesehen, schließlich kann Miezi dann aus spannender Höhe ein wenig die aufregende Welt draußen beobachten. Im Sommer können Sie den Kratzbaum sogar auf den Balkon stellen, wenn Sie diesen mit Katzennetzen entsprechend gesichert haben.

Auch auf einen gewissen Abstand zu anderen Möbeln sollten Sie achten, schließlich wollen Sie sicherlich vermeiden, dass Schrank oder Sofa Teil des Kletterparadieses werden. Außerdem besteht Verletzungsgefahr, wenn Ihr Liebling versucht, irgendwo hinzuspringen, wo es nicht genügend Halt gibt.

2. Fehlende Hygiene

Ein Kratzbaum sollte regelmäßig gereinigt werden. Schließlich tollt Ihr kulleräugiges Raubtier darauf herum und hinterlässt einiges an Haaren und Schmutz. Allerdings können Sie so einen riesigen Kletterbaum natürlich nicht einfach in die Waschmaschine stecken. Deshalb hier ein paar Tipps:

Oberflächliche Verschmutzung
Hier reicht es, den Kratzbaum abzusaugen. So können Sie vor allem Haare gut entfernen. Ein bisschen Schmutz sollten Sie auch einfach ausbürsten können. Machen Sie dies regelmäßig, wird sich Ihr Stubentiger pudelwohl auf seinem Klettergarten fühlen.

Stärkere Verschmutzung
Vor allem, wenn Ihr Liebling zusätzlich Freigang hat, kann es passieren, dass der Kratzbaum bald nicht mehr in vollem Glanze strahlt. Schließlich bringt Ihre Katze von draußen mitunter auch reichlich Schmutz mit. Hier sollten Sie sich nicht scheuen, zu Wasser und Waschpulver zu greifen und die verschmutzen Stellen einzureiben. Verwenden Sie aber auf keinen Fall geruchsintensive Mittel, sonst wird Ihre Samtpfote wohl bald das Sofa als neuen Spielplatz auserwählen und den nach Waschmittel riechenden Kratzbaum meiden. Ist der Baum mit Stoffen überzogen, können Sie diese in der Regel einfach ablösen und in der Waschmaschine reinigen. Achten Sie auch hier darauf, möglichst geruchsarmes Waschmittel zu verwenden.

Ist ein Teil des Kratzbaums beschädigt oder einfach nicht sauber zu kriegen, können Sie dies bei größeren Herstellern in der Regel nachbestellen und ganz einfach austauschen. Es muss also nicht gleich ein komplett neuer Baum her.

3. Das Auge isst nicht immer mit

Beim Kauf des Kratzbaums sollte nicht dessen Design oder die Farbe im Vordergrund stehen. Natürlich ist es schön, wenn sich die Katzenoase perfekt in Ihr Wohnzimmer einfügt, aber andere Kriterien sollten Vorrang haben. Viel wichtiger sind z. B. ein stabiler Stand und optimale Kletter- und Spielmöglichkeiten.

Auch die richtige Höhe ist ein wichtiger Punkt: Jungen Katzen genügt oft schon eine Höhe von 50 cm bis 70 cm, alles andere überfordert Ihren Junior eher. Für große und vor allem schwere Katzen sollten Sie ein höheres Modell kaufen und es zur Sicherheit zusätzlich mit einem Gewicht beschweren oder aber in der Wand verankern. Haben Sie mehrere Katzen, können Sie sich auch ein tolles Spielcenter aus mehreren Bäumen aufbauen, bei dem dann für jeden etwas dabei ist.

 

4. Falsches Material

Viel wichtiger als die optischen Kriterien ist das richtige Material. Einige Katzen mögen beispielsweise die vor allem beim Stamm beliebten Sisalbänder nicht. Auch flauschige Überzüge sind Geschmackssache: Manche Hobbyturner mögen es lieber hart. Achten Sie vor dem Kauf also darauf, wo Ihre Katze gern liegt und leiten Sie daraus ab, welcher Kratzbaum der für sie ideale sein könnte.

Zwar sind Kratzbäume in der Regel unbedenklich, trotzdem sollten Sie sich vor dem Kauf informieren, ob die Materialien Ihres Wunschmodells unschädlich sind. Greifen Sie lieber zu natürlichen Materialien als zu Kunststoff, selbst wenn dieser leicht zu reinigen ist.

5. Falsche Ausstattung

Die Auswahl an Kratzbäumen ist immens. Bei so vielen Modellen ist es nicht leicht, die richtige Entscheidung zu treffen. Es gibt jedoch ein paar einfache Punkte, an denen Sie sich orientieren können, um das für Sie und Ihre Katze perfekte Modell zu erkennen. 

Am wichtigsten beim Kratzbaum ist die Gelegenheit zum namengebenden Kratzen. Suchen Sie also ein Modell mit einer guten Möglichkeit zum Krallenschärfen aus, die Ihre Katze auch problemlos erreichen kann.

Optimal ist auch ein Rückzugsort in Form einer Höhle oder eines Tunnels. Steht der Baum in einem Zimmer, in dem immer was etwas los ist, sollte Ihr Liebling auch die Möglichkeit haben, sich zwischendurch eine Auszeit zu nehmen. Eine solche Höhle ist auch ein idealer Platz für ein kuscheliges Nickerchen. Zusätzlich sollte der Kratzbaum eine abwechslungsreiche Mischung aus Liegebrettern und Klettermöglichkeiten bieten. Orientieren Sie sich hier einfach an Größe und Bewegungsvorlieben Ihres kleinen Mäusefängers.