Diese Blumen sind giftig für Katzen

Endlich recken die ersten Blümchen die Köpfe in die Frühlingsluft. Herrlich, doch diese 5 Pflanzen können Ihrer Katze gefährlich werden.

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Vielerorts kündigen Schneeglöckchen und Krokusse bereits den Frühling an. Die Frühblüher sind zwar wunderschön anzusehen, doch viele von ihnen sind giftig für Katzen. Bei diesen 5 Pflanzen sollten Sie besonders aufpassen!

1. Schneeglöckchen

Schon seit etwa einem Monat sieht man sie zwischen dem getauten Schnee hervorblitzen: kleine, zart-weiße Schneeglöckchen blühen in Gärten und Wäldern. Was ihnen nicht anzusehen ist, sind die enthaltenen Giftstoffe, mit denen sich das Blümchen vor Fressfeinden schützen möchte: Tazettin, Galanthamin und Lycorin können bei Katzen Durchfall und Erbrechen auslösen. Bei Aufnahme größerer Mengen können Benommenheit und Kreislaufprobleme hinzukommen.

Besonders junge Katzen können die Gefahr manchmal nicht richtig einschätzen und knabbern in ihrer Neugier an den Blättern. Behalten Sie die kleinen Rabauken also besser im Blick!

2. Hyazinthe

Auch die süßlich duftende Hyazinthe bringt uns in Frühlingsstimmung und landet deshalb oft auf dem Balkon oder dem Fensterbrett. Unseren Katzen zuliebe sollte sie jedoch lieber außer Reichweite der Stubentiger stehen, denn von der Zwiebel bis zu den Blüten steckt sie voller Giftstoffe. Salicylsäure, Kalziumoxalat und Saponin reizen die Rachen- und Mundschleimhaut der Miezen und führen zu Übelkeit, Magenkrämpfen, Erbrechen und Durchfall. Hat Ihre Katze etwas von der Hyazinthe zwischen die Zähne bekommen, geben Sie ihr reichlich Wasser und suchen Sie sicherheitshalber einen Tierarzt auf.

3. Tulpen

Tulpen wachsen von März bis April auf dem Balkon und im Garten. Noch früher bekommt man sie beim Blumenladen oder im Supermarkt als Schnittblumen. Die bunten Farbtupfer peppen jede Wohnung auf. Allerdings enthalten sie Tuliposide und Tulipin, die bei Katzen zu Magen- und Darmreizungen führen und Bauchkrämpfe auslösen. Herabfallende Blütenblätter können fälschlicherweise als interessantes Spielzeug aufgefasst werden und zur Gefahr für Ihren Liebling werden. Suchen Sie sich für den Strauß einen sicheren Ort oder wählen Sie Blumen, die weniger gefährlich für Ihre Stubentiger sind, wie beispielsweise Rosen.

4. Osterglocken

Je näher Ostern rückt, umso öfter ist die gelbe Narzisse überall zu sehen. Osterglocken gibt es als Gartenpflanze oder auch als Schnittblumen, jedoch sind sie für Miezen alles andere als eine schöne Osterüberraschung. Ähnlich wie Schneeglöckchen enthalten die Blumen Lycorin und Galanthamin, außerdem noch Kalziumoxalate. Die Giftstoffe lösen bei Katzen Krämpfe, Herzrhythmusstörungen und Koliken aus. Vor allem die Blumenzwiebeln enthalten viele Giftstoffe, aber auch das Wasser von Schnittblumen muss von Katzen ferngehalten werden.

5. Maiglöckchen

In wenigen Wochen wird auch das Maiglöckchen in Wald und Garten blühen und zu Sträußen gebunden überall zu kaufen sein. Besonders in den Beeren der weißen, glockenförmigen Blüten, aber auch im Rest der Pflanze sind Glykoside enthalten. Frisst Ihre Mieze etwas von der Blume, können Erbrechen, Durchfall und Schwindel die Folge sein. Auch Kreislaufbeschwerden, Herzrhythmusstörungen und schlimmstenfalls ein Herzstillstand können eintreten. Beobachten Sie eines dieser Symptome bei Ihrem Liebling, suchen Sie direkt einen Tierarzt auf.

Junge Katzen sollten im Frühling nur unter Aufsicht nach draußen gelassen werden. Ältere Katzen wissen meist, um welche Blumen Sie besser einen Bogen machen. Trotzdem sollten Sie Freigänger beobachten, wenn sie wieder zu Hause sind, um die genannten Symptome zu erkennen und im Bedarfsfall schnell reagieren zu können. Wenn die Miezen Lust auf etwas Grün zeigen, ist Katzengras das Richtige für Ihren Liebling.