Katze erbricht: Das sollten Sie tun - 5 Tipps

Wenn die Katze erbricht, leidet auch der Mensch. Dies können Sie tun, damit es Ihrem Liebling schnell wieder besser geht.

Wenn die Katze erbricht, sollten Sie die Ursache finden. © iStock

Wenn die Katze erbricht, sollten Sie die Ursache finden. © iStock

Wenn die Katze erbricht, leidet auch der Mensch. Dies können Sie tun, damit es Ihrem Liebling schnell wieder besser geht.

Wenn die sonst so leise und anmutige Samtpfote sich auf den Boden kauert und röchelnde Geräusche von sich gibt, ahnen de meisten Katzenbesitzer, was gleich geschieht: Sie übergibt sich.

Auch wenn sich das oft schrecklich anhört, muss keine schlimme Krankheit dahinter zu stecken. Gelegentliches Erbrechen ist bei vielen Katzen sogar völlig normal. Doch wenn die Katze spuckt, sollten Sie das “Kotzen”, wie es umgangssprachlich etwas unschön heißt, natürlich nicht ignorieren oder gar mit der Katze schimpfen. Sie macht es schließlich nicht aus böser Absicht, sondern es gibt für das Übergeben immer eine körperliche Ursache.

Mit folgenden Tipps können Sie das Erbrechen behandeln oder ihm sogar vorbeugen.

1. Genau hinschauen

Auch wenn es etwas unappetitlich ist, sollten sie sich einen Moment Zeit nehmen, um das zu betrachten, was Ihr Stubentiger herausgewürgt hat. Je nach Konsistenz und Zusammensetzung können Sie nämlich die Ursache für das Übergeben bereits eingrenzen.

Wenn die Katze Schleim erbricht oder auch Haare “kotzt”, müssen sie sich keine Sorgen machen. Da Katzen sich mit der Zunge waschen, schlucken sie immer eine bestimmte Menge Haare, die in ihrem Magen verklumpen können. Fast alle würgen diese Haarballen in regelmäßigen Abständen heraus, ohne dass ihnen dies Beschwerden verursacht. Bei Freigängern, die selbst Jagd auf Beutetiere machen, können auch Federn und Ähnliches enthalten sein.

Erbricht die Katze Futter unverdaut, ist dies meist ebenfalls harmlos und ein Anzeichen dafür, dass die Mieze eine Mahlzeit einfach zu gierig heruntergeschlungen hat. Erst, wenn dies häufiger geschieht, sollten Sie ein Auge darauf haben und ggf. das Futter umstellen, damit die Katze nicht laufend bricht.

Wenn das Erbrochene allerdings eine gelbliche oder schwarze Farbe aufweist, ungewöhnlich stark oder sogar nach Fäkalien riecht oder darin Würmer zu sehen sind, sind dies Krankheitsanzeichen, das Sie unbedingt ernst nehmen sollten. Der Besuch beim Tierarzt ist dann schnellstmöglich angeraten!

2. Auf weitere Krankheitsanzeichen achten

Um einschätzen zu können, ob das Erbrechen harmlos oder eventuell ein Symptom für eine andere Erkrankung ist, sollten Sie Ihre Katze genau beobachten. Wenn sich auch ihr Stuhlgang verändert hat, sie z. B. Durchfall bekommt, sie mehr als sonst schläft oder sich ihr Verhalten anderweitig verändert hat, kann das ebenfalls darauf hindeuten, dass ihr etwas fehlt, das über einen kurzzeitig in Unordnung geratenen Magen hinausgeht.

Lassen sie sich dabei nicht von einer scheinbaren Gleichmütigkeit täuschen, denn Katzen verstehen es hervorragend, sich Krankheiten nicht anmerken zu lassen. Besonders kritisch wird es, wenn eine sonst muntere Katze apathisch daliegt, Fieber hat, dehydriert wirkt, deutlich an Gewicht verloren oder offensichtlich Schmerzen hat. Dann gilt es, so schnell wie möglich den Tierarzt aufzusuchen. Weitere Zeichen, dass die Katze krank ist, die Sie unbedingt kennen sollten, verraten wir Ihnen hier.

3. Vom Tierarzt untersuchen lassen

Selbst bei vergleichsweise harmlosen Erkrankungen ist es sinnvoll, wenn der Tierarzt einen Blick auf Ihre Mieze wirft, wenn die Katze erbricht. Nicht selten wird Erbrechen beispielsweise durch Würmer ausgelöst, ohne dass dies für den Katzenhalter ersichtlich ist. Eine vom Tierarzt verabreichte Wurmkur schafft dann Abhilfe.

Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten können sich durch Erbrechen äußern. Der Tierarzt gibt Ihnen dann Tipps für die passende Ernährung.

Sollte allerdings eine ernstere Erkrankung wie z. B. ein Magenverschluss, Stoffwechselprobleme oder eine Störung der inneren Organe vorliegen, wird der Tierarzt selbstverständlich umgehend die entsprechende Behandlung einleiten, um die Gesundheit Ihres Schmusetigers wiederherzustellen.

4. Mahlzeiten anpassen

Ansonsten gesunde Miezen haben nach dem Übergeben meist rasch wieder Hunger. Trotzdem sollten Sie ein wenig warten, bis Sie die nächste Mahlzeit servieren. So kann sich die angegriffene Magenschleimhaut etwas erholen. Wenn dies nicht beachtet wird, kann es passieren, dass sich das Erbrechen wiederholt oder sich sogar weitere Magenprobleme daraus entwickeln. Dies gilt natürlich nicht bei harmlosen Haarballen, die meist ohne große Probleme hervorgewürgt werden.

Falls Ihre Katze dazu neigt, zu sehr zu schlingen, sollten Sie das Futter auf mehrere kleinere Mahlzeiten verteilen, statt Ihre Katze nur ein- oder zweimal am Tag zu füttern. So entwickelt sie keinen Heißhunger und hat auch nie zu viel auf einmal im Magen. Alternativ können Sie auf einen Anti-Schlingnapf setzen, der Ihre Katze am flinken Herunterwürgen des Futters hindert.

Falls Ihr Stubentiger zum Übergeben neigt oder anderweitig erkrankt ist, sollten Sie ihr spezielle Schon- oder Diätkost füttern. Ihr Tierarzt berät Sie, welche die richtige für Ihre Katze ist.

5. Haarballen vorbeugen

Das Auswürgen von heruntergeschluckten Haaren können Sie leicht verringern, wenn Sie Ihrer Mieze regelmäßig als zusätzliches Leckerchen Malzpaste oder ein wenig Butter geben. Dadurch verklumpen die Haare weniger und passieren den Magen-Darm-Trakt in der üblichen Richtung.

Damit Ihre Samtpfote gar nicht erst so viele Haare schluckt, können Sie sie natürlich auch regelmäßig bürsten, was sich besonders bei Langhaarkatzen empfiehlt. (Diese Dinge sollten Sie dabei unbedingt beachten.) Viele Katzen finden diese Art der Gesundheitspflege überdies zum Schnurren schön.