Nahrungsergänzung für Katzen – von Vitamin bis Taurin

Eine Katze ist nur dann gesund und glücklich, wenn sie richtig ernährt wird. Lesen Sie hier, worauf es bei Nahrungsergänzung für Katzen ankommt.

Nahrungsergänzung für Katzen
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Eine ausgewogene und altersgerechte Ernährung ist die Grundlage für gesunde Katzen. Neben dem Alleinfuttermittel gibt es eine Vielzahl ergänzender Produkte, die sowohl als leckere Snacks zum Belohnen als auch zur konkreten Gesundheitsförderung verwendet werden können. Wichtig ist eine sorgfältige Auswahl der Produkte und ein kritischer Blick auf eine mögliche Überdosierung. Fakten zu vier typischen Ergänzungen sowie praktische Tipps haben wir nachfolgend zusammengetragen.

Ergänzungsfuttermittel – Definition und Bedeutung im Alltag

Das sogenannte „Alleinfuttermittel“ ist so zusammengesetzt, dass Katzen über die tägliche Ernährung optimal mit allen nötigen Nährstoffen versorgt sind. Ob Protein, Fett und Kohlenhydrate, Mineralien, Vitamine oder Spurenelemente. So zumindest die Idealvorstellung. Ergänzungsfuttermittel dienen stattdessen der Ergänzung des Hauptfutters und können ein Alleinfuttermittel nicht ersetzen.

Sinnvoll sind Nahrungsergänzungen bei Katzen immer dann, wenn das Tier beispielsweise unter Mangelerscheinungen leidet oder aus individuellen Gründen einen erhöhten Nährstoffbedarf hat. Ergänzungsfuttermittel sind unter anderem in folgenden Varianten erhältlich:

  • Tablette
  • Öl
  • Paste
  • Gel
  • Pulver
  • Leckerli

Vitamine von A bis E

Typische Inhaltsstoffe von Nahrungsergänzungen für Katzen sind Vitamine. Für gesunde Augen, Knochen und Zähne brauchen Katzen Vitamin A. Auch für die Haut ist es wichtig. Weil der tierische Organismus dieses Vitamin nicht selbst herstellen kann, ist die Ernährung die zentrale Quelle. Bei Mangelerscheinungen kann eine gezielte Ergänzung sinnvoll sein.

Ein erhöhter Vitamin-C-Bedarf entsteht wiederum bei vielen Erkrankungen, bei Stress und mit zunehmendem Alter. Auch hier kann eine Erhöhung der Dosis durch Ergänzungsmittel erforderlich werden. Ein erhöhter Gehalt an Vitamin-E ist wiederum im Seniorenfutter gängig, um das Immunsystem der älteren Generation zu stärken.

VORSICHT: Eine Überdosierung von Nährstoffen kann für Katzen gesundheitsgefährdend sein. Eine Überdosis Vitamin A kann beispielsweise die Leber schädigen. Bei einem Verdacht auf einen Mangel sollte vor der Gabe von Ergänzungsmitteln grundsätzlich ein Tierarzt um Rat gefragt werden.

CBD speziell für Katzen in Tropfenform

Bei Cannabidiol (CBD) handelt es sich um einen natürlichen Wirkstoff aus der weiblichen Hanfpflanze. Die Substanz zählt zu den bekanntesten Cannabinoiden und wird für entkrampfende, angstlösende und entzündungshemmende Wirkweisen geschätzt. Auch gegen Übelkeit soll CBD helfen. In Form von CBD-Öl ist Cannabidiol seit Jahren für Menschen in Verwendung. Aber auch für Hunde und Katzen erfreuen sich entsprechende Produkte großer Nachfrage. Zum Teil als präventives Mittel und zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens der vierbeinigen Haustiere, zum Teil aber auch als pflanzliche Alternative zu Medikamenten. Typische Einsatzmöglichkeiten sind:

  • Stresssituationen: Tage wie Silvester sind für viele Katzen ein Albtraum. CBD-Öle können durch ihre angstlösende und entkrampfende Wirkung den Stress mindern und das Entspannen erleichtern.
  • Verspannungen: Sind die Muskeln verspannt, kann die Substanz entkrampfend wirken und das Leiden mindern.
  • Entzündungen: Schmerzen durch entzündliche Erkrankungen wie Arthritis lassen sich durch regelmäßiges Verabreichen von CBD lindern.

Im Fachartikel eines Haustiermagazins lassen sich weitere Hinweise zu Erfahrungen mit CBD Öl für die Katze nachlesen. Darin werden außerdem empfehlenswerte Produkte namhafter Hersteller genannt.

Eine Freigängerkatze auf einem Holzzaun
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ACHTUNG: Herkömmliche CBD-Öle für Menschen enthalten häufig Terpene – organische Verbindungen, die am sogenannten Entourage-Effekt beteiligt sind und die positive Wirkung der Öle verstärken. Für Katzen können Terpene jedoch ernsthafte Folgen haben. Der Grund: die organischen Verbindungen werden vom Organismus der Tiere sehr schlecht abgebaut und können diverse Folgen für ihre Gesundheit haben. Das Spektrum reicht vom leichten Unwohlsein über Nierenschäden bis hin zu Organversagen. Im schlimmsten Fall endet der Verzehr tödlich. Deshalb ist es elementar, dass ausschließlich spezielle CBD-Tropfen für Katzen verabreicht werden!

Muschelextrakt für starke Gelenke

Insbesondere im Alter machen sich bei Katzen Beschwerden an den Gelenken bemerkbar. Extrakte der Grünlippmuschel (GLME) können diese lindern und bereits in jüngeren Jahren vorbeugend zur Stärkung von Muskeln und Sehnen Verwendung finden. Ein bekanntes Produkt ist unter dem Markenname Canosan bekannt und wird von der Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH mit Sitz in Ingelheim am Rhein hergestellt. Speziell für die Stabilisierung, Regulierung und Regeneration von Bindegewebsstrukturen verkauft das Unternehmen Kautabletten mit Grünlippmuschelextrakt als Ergänzungsfuttermittel




Eine Katze schläft zufrieden
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Taurin – essenziell für die Gesundheit

Taurin ist eine überlebenswichtige Aminosäure für Katzen. „Es dient als Neurotransmitter und Neuromodulator im zentralen Nervensystem und ist an der Regulation der Körpertemperatur, Gehirnentwicklung, dem Erhalt der normalen Retinastruktur und ist an einer normalen Herzfunktion beteiligt“, fasst eine tierärztliche Praxis für Kleintiere & Tierphysiotherapie aus Hamburg in einem Lexikonbeitrag über Taurin zusammen. In einem deklarierten Alleinfuttermittel muss der Nährstoff in ausreichender Menge enthalten sein. Diejenigen, die ihre Katze ohne fertiges Futter ernähren und beispielsweise die tägliche Fleischmahlzeit vor dem Füttern kochen, sollten mit einem Tierarzt die zusätzliche Ergänzung von Taurin bedarfsgerecht abstimmen.

Wichtige Nährstoffe als Ergänzung können in vielen Situationen unverzichtbar sein. Beispielsweise im Winter, wenn das Immunsystem mehr strapaziert wird. Aber auch Allergien, ein konkreter Mangel, Stress und der Fellwechsel verlangen dem Organismus einiges ab und sind typische Gründe für Nahrungsergänzungen bei Katzen. ♥

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