Die Katze niest: Wann Sie handeln müssen

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Wenn die Katze niest, kann das vielerlei Ursachen haben. © Pixabay

Wenn eine Katze niest, gibt es hierfür unterschiedliche Gründe. Manche Niesattacken sind harmlos, hinter anderen steckt wiederum eine ernsthafte Erkrankung. Das sollten Sie wissen.

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Wenn die Katze niest, kann das vielerlei Ursachen haben. © Pixabay

Warum niesen Katzen?

Die Mieze niest aus dem gleichen Grund wie wir Menschen: Mit dem Niesen befördert sie einen Fremdkörper aus der Nase oder sie reagiert auf bestimmte Reize. Manchmal kitzelt zum Beispiel etwas Staub in der Nase. Auch ätherische Öle und intensiv reizende Duftstoffe bringen manche Katzen zum Niesen.

In einigen Fällen löst aber auch Nasensekret den Niesreiz bei Katzen aus. Ein solcher Fall sollte dringend durch den Tierarzt abgeklärt werden, denn Niesen ist eines der Symptome von Katzenschnupfen und auch von anderen Infektionskrankheiten, die z. T. sogar unheilbar sind.

Niest die Katze, kommen folgende Ursachen infrage:

  • kurzfristige Reizung der Nase durch Staub und intensiv riechende Stoffe
  • Fremdkörper in der Nase
  • zu trockene Raumluft
  • Stauballergie, beispielsweise auf Hausstaub oder Blütenpollen
  • vorübergehende Erkältung
  • Krankheiten wie Katzenschnupfen, FIV sowie deren Sekundärinfektionen

Wann muss die Katze zum Tierarzt?

Hatschi! Wenn eine Katze einmal kurz und kräftig niest, ist das manchmal lustig und in der Regel kein Grund zur Sorge. Passiert das aber häufiger, sollten Sie ein genaues Auge auf Ihren kleinen Vierpfoter haben.

 

Zeigen sich Symptome wie Augen- und Nasenausfluss, liegt der Verdacht nahe, dass sich die Katze eine Erkältung eingefangen hat. Meist verschwinden die Symptome nach ein paar Tagen von selbst. Manchmal stecken aber auch eine andere Ursachen oder sogar eine schwerwiegendere Erkrankung dahinter.

Vor allem bei Fieber muss die Samtpfote sofort zum Tierarzt. Bei einer Katze spricht man von Fieber, wenn das Thermometer über 39,2 Grad anzeigt.

Tipp: So können Sie Fieber bei Katzen erkennen.

Niesen bei Katzenschnupfen

Mit einem einfachen Niesen beginnt oft auch der berüchtigte Katzenschnupfen, mit dem absolut nicht zu spaßen ist. Ist die Katze geimpft, zeigen sich gar keine oder nur dezent ausgeprägte Symptome, die einer leichten Erkältung ähneln.

Bei nicht geimpften Katzen entwickelt sich allerdings ohne Behandlung oft ein schwerer Verlauf mit gravierenden Spätfolgen. Betroffen sind vor allem Katzenbabys und geschwächte Katzen mit schlechter Pflege.

Im weiteren Verlauf der Erkrankung tränen die Augen. Später kommt es zu einer eitrigen Bindehautentzündung bei der Katze mit Verklebungen. Infolgedessen erblinden leider viele Tiere.

Auch der Nasenausfluss der Katze ist dann eitrig-trüb. Das, was so harmlos mit einem leichten Niesen beginnt, kann also mit dem Schlimmsten enden. Das heißt nicht, dass Sie beim ersten Niesen in Angst verfallen sollen. Eine gute Beobachtung Ihrer Katze ist aber – wie sonst auch immer – sinnvoll und ratsam.

Lesen Sie auch: Katze hechelt – Ist das gefährlich oder harmlos?

Katzenschnupfen: Was macht der Tierarzt?

Katzenschnupfen lässt sich im Anfangsstadium relativ gut behandeln. Deshalb ist es auch so wichtig, die Katze gut zu beobachten und bei häufigerem Niesen sofort zu reagieren und die Ursachen abzuklären.

An der Entstehung des Katzenschnupfens sind in der Regel verschiedene Erreger beteiligt, allen voran das Feline Calicivirus und das Feline Herpesvirus. Der Tierarzt verabreicht der Katze zumeist ein Antibiotikum gegen bakterielle Infektionen sowie immunstärkende Mittel wie Feliserin oder Interferon.

Können sich Katzen erkälten?

Auch Katzen, die in der warmen Stube leben, leiden hin und wieder an Erkältungen. Zu den Dingen, die auch Wohnungskatzen krank machen, gehört zum Beispiel Zugluft.

Ist die Raumluft etwa während der Heizperiode im Winter zu trocken, reizt das ebenfalls die Atemwege der Katze. Der Körper wehrt sich dann gegen das Austrocknen mit einer vermehrten Bildung von Nasensekret. Einige Katzen beginnen auch zu husten.

Tipp: Die gemütlichsten Katzenplätze im Winter haben wir hier für Sie gesammelt.

Und selbst vor einer Virusinfektion ist die Katze, die nur in der Wohnung lebt, nicht gefeit, denn Erreger können auch an den Schuhsohlen der Menschen haften und so ins Haus gelangen.

Sorgen Sie daher gut für Ihr Tier, fragen Sie einen Tierarzt, welche Vorsorgemaßnahmen Sie bei Ihrer Katze ergreifen können, und suchen Sie den Fachmann auf, wenn Sie sich Sorgen machen. So bleibt Ihre Katze sicher lange gesund, sodass Sie Ihren Weg über eine lange Zeit gemeinsam mit Ihrem Liebling gehen können. ♥

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