3 Schritte: So gelingt die perfekte Fellpflege

Zwar pflegen Katzen ihr Fell in der Regel selbst, vor allem bei unseren besonders plüschigen Freunden kann ein bisschen Hilfe aber nicht schaden. Mit unseren Tipps wird die Fellpflege zum Kinderspiel.

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Vor allem dann, wenn die Vierbeiner ihr Fell wechseln – sprich, wenn es wärmer oder kälter wird, ist Fellpflege unabdingbar. Doch auch sonst ist regelmäßiges Kämmen wichtig. Bei Langhaarkatzen sollten Sie sogar das ganze Jahr über täglich zur Bürste greifen.

Welche Produkte sind geeignet?

Bitte gern
Am einfachsten pflegen Sie das Fell Ihres Haustigers, indem Sie es bürsten. Bei Kurzhaarkatzen reicht es, sich nach dem Fellwechsel zu richten – das passiert etwa zweimal im Jahr und hängt von der draußen herrschenden Temperatur und Lichtstimmung ab. Katzen verlieren in dieser Zeit enorm viele Haare, die Ihr unschuldig dreinblickender Liebling überall fallen lässt. Hier gilt: Alles, was Sie rausbürsten, finden Sie später nicht in Ihrer Wohnung.

Bei der Bürste sollten Sie ein spezielles Modell für Vierbeiner besorgen. Das sollte unbedingt abgerundete Spitzen besitzen und an die Felldichte der Katze angepasst sein. Wählen Sie für Langhaarkatzen eher breitere Kämme und für Kurzhaarkatzen schmalere, um ohne Ziepen durch das Fell fahren zu können.

Für Kurzhaarkatzen empfiehlt sich der Furminator, der das Haaren gegenüber anderen Bürsten um 90% verringern soll und extra auf die Pflege von Katzenfell zugeschnitten ist. Auch bei Langhaarkatzen tut der Furminator gute Dienste. Hier ist allerdings ein Modell mit etwas gröberen Zacken vonnöten.

Allerdings lässt sich nicht jede Katze gern pflegen. Vielen Vierbeinern ist es äußerst suspekt, wenn der Mensch ihnen an den Pelz will. Hier lässt sich mit einem speziellen Handschuh tricksen, mit dem man die Katze streichelt und diese deshalb gar nichts von der Fellpflege mitbekommt.

Bitte nicht
Nehmen Sie keinesfalls einen Kamm oder eine Bürste für Menschen. Vor allem Kämme haben oft spitze Zacken, die die Katze verletzen können. Auch normale Haarbürsten sind eher für unser langes Haar und weniger für Vierbeiner geeignet. Achten Sie darauf, unbedingt ein Modell mit abgerundeten Spitzen zu benutzen, das für Haustiere optimiert ist.

Auf Shampoos und Seifen sollten Sie in jedem Fall verzichten. Katzen sind sehr reinliche Tiere und pflegen ihr Fell selbst. Während das Bürsten eine Erleichterung darstellt, da es überschüssige Haare entfernt, überdecken Shampoos und Seifen den Eigengeruch. Es ist vielleicht für uns angenehm, wenn das Kätzchen nach Rosen riecht, für es selbst ist das aber alles andere als schön.

Wie kämmen Sie Ihre Katze richtig?

Bitte gern
Hat man den richtigen Kamm ausgewählt, kann es losgehen: Bürsten Sie immer in Wuchsrichtung des Fells. Vor allem bei Langhaarkatzen weiß man allerdings oft nicht, wo man anfangen soll. Beeginnen Sie hier mit dem Unterfell und arbeiten Sie sich dann von unten nach oben vor.

Haben Sie keine falsche Scheu! Mit der Bürste oder dem Kamm werden wirklich nur überschüssige Haare entfernt, weshalb Sie sich keine Sorgen machen müssen, wenn Sie am Ende ein paar Büschel davon in der Hand halten.

Bitte nicht
Vermeiden Sie jeden Zwang. Kämmen kann für Katze und Besitzer ein schönes und bindendes Erlebnis sein. Dafür muss man die Samtpfote allerdings erst daran gewöhnen. Kaufen Sie also nicht irgendein Produkt und bürsten wild damit los! Zeigen Sie Ihrer Katze stattdessen die Bürste oder den Kamm, sprechen Sie mit ihr oder streicheln Sie sie, bevor es ans Kämmen geht. Auch ein Leckerli dabei und danach kann helfen, um die Fellpflege etwas schmackhafter zu machen.

Wie können Sie die Fellpflege von innen unterstützen?

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Für glänzendes Fell ist nicht nur die äußere Pflege verantwortlich, auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Das liegt daran, dass vor allem der Glanz des Fells auf Eiweiß zurückzuführen ist. Auch Fettsäuren wie Omega-3 oder Omega-6 sind wichtig, da sie helfen, Entzündungen abzuheilen. Für einen wirklich schönen Pelz braucht die Katze außerdem verschiedene Vitamine, Kupfer und Zink. Wer die Fellpflege optimieren will, sollte also auf jeden Fall auch bei der Ernährung ansetzen.

Das funktioniert am besten über spezielle Futtermittel. Ach kann man mit ergänzendem Futter oder bestimmten Pasten arbeiten. Mit speziellen Futtermixen kann man die Ernährung der Katze perfekt um Fettsäuren und Vitamine ergänzen.

Besonders wichtig bei reinen Hauskatzen sind Malzpasten. Die Stubenhocker streifen sich durch den fehlenden Auslauf deutlich weniger Fell selbst ab und verschlucken daher beim Putzen mehr davon. Die Pasten fördern den Abgang der Haare und vermeiden so Verstopfungen.

Bitte nicht
Geben Sie ihrer Katze kein gekochtes Fleisch. Es wird Ihrer Katze zwar schmecken, allerdings gehen durch den Garprozess wichtige Stoffe wie Taurin, verschiedene Aminosäuren und Vitamine verloren, die Ihre Katze dringend für ein schönes Fell benötigt.

Außerdem sollte eine Katze nicht ausschließlich Fleisch bekommen. Geben Sie auch mal Fisch, ein wenig Gemüse als Ballaststoff oder Katzengras zur Darmreinigung. Kalzium können Sie über Knochen oder auch geriebene Eierschalen ergänzen.