Diese Spielzeuge sind gefährlich für Deine Katze

Gefährliches Spielzeug für die Katze findet man in fast jedem Katzenhaushalt. Die Besitzer ahnen oft nichts. Diese Produkte solltest Du meiden.

Gefährliches Spielzeug für Katzen
Manches Spielzeug kann Katzen gefährlich werden. ©JosephJacobs/iStock

Katzen spielen für ihr Leben gern – und das bis ins hohe Alter. Das unbefangene Spiel hat biologisch seinen Sinn, denn die kleinen Jäger auf sanften Pfoten üben damit Fertigkeiten, die sie fürs Überleben im Freien brauchen.

Unsere Hauskatzen haben das nicht nötig. Und dennoch lieben sie es, zu spielen. Zudem hält das Spiel die Katze fit und fördert ihre Intelligenz. Deshalb gibt es auch ein breites Angebot an Intelligenzspielzeug und anderen Beschäftigungsspielzeugen für Katzen.

Lies dazu auch: Top 5 – Intelligenzspiele für Katzen

Allerdings sind nicht alle Spielzeuge, die für Katzen angeboten werden, so sinnvoll. Und schlimmer noch: Viele sind noch dazu alles andere als sicher!

Erfahre hier, welches Katzenspielzeug gefährlich für Deinen Liebling werden kann und welche Gründe es dafür gibt.

1. Der Laserpointer

Katzen haben extrem lichtempfindliche Augen. Diese Fähigkeit brauchen sie für ihre berühmte Sehschärfe bei Nacht. Doch beim Spiel mit Laserpointern, wie sie immer wieder als Katzenspielzeug angeboten werden, sind diese Sinnesorgane höchst gefährdet.

Laserpointer bündeln das Licht, sie geben also einen konzentrierten Lichtstrahl ab. Trifft dieser direkt aufs Katzenauge, kann das zu irreparablen Schäden führen. So gern die kleinen Jäger auch dem hüpfenden Lichtpunkt folgen: dieses Spielzeug sollte, genau wie die Taschenlampe, nicht zur Unterhaltung genutzt werden.

Möchtest Du dennoch ein solches Gerät als Katzenspielzeug nutzen (wir raten dringend ab!), achte unbedingt auf die Laserklasse. Die Stärke wird in vier Klassen eingeteilt, wobei Stufe 4 das stärkste Licht benennt und Stufe 1 das schwächste. Achte auch bei einer schwachen Stufe unbedingt darauf, der Katze beim Spiel nicht in die Augen zu leuchten!

2. Die Spielmaus

Es gibt sie in plüschig oder glatt, möglichst naturnah oder in bunten Farben, zum Aufziehen und mit Blinklichtern: Spielmäuse werden im Handel in allen Varianten angeboten. Katzen können – gerade dann, wenn sie keine Freigänger sind – mit diesen imitierten Beutemäusen ihrem Jagdtrieb freien Lauf lassen.

Grundsätzlich ist gegen diese Spielmäuse als Katzenspielzeug nichts einzuwenden. Doch bei Spielzeug aus Plastik ist Vorsicht geboten!

Vor allem unsauber verarbeitete Billigprodukte können sich beim wilden Spiel in ihre Einzelteile auflösen. Dann besteht die Gefahr, dass die Katze kleine, gesundheitsschädliche Plastikteile verschluckt. Diese können zu inneren Verletzungen führen.

Mikroskopisch kleine Plastikteilchen, die sich beim Herumkauen auf dem Material lösen, könnten sich außerdem in den Blutbahnen der Tiere anlagern. Hier gilt es, unbedingt auf Qualität und hochwertige Materialien zu achten.

Tipps und Tricks zum Selbermachen von Katzenspielzeug, etwa für gefilzte Spielmäuse, gibt es im Netz. Auch aus Wollsocken, gefüllt mit raschelndem und knisterndem Inhalt, lassen sich tolle Maus-Alternativen basteln.

Mit kreativen Spielideen kannst Du Dich selbst ins Spiel mit Deinem Stubentiger einbringen und so die Bindung zwischen Mensch und Tier festigen. Mit dem nötigen Wissen um das richtige Spielen haben so Mensch und Tier viel Spaß.

Schon gewusst? Die häufigsten Fehler beim Spielen mit der Katze

Tarnel Katzenspielzeug Selbstbeschäftigung, katzenspielzeug Intelligenz aus Holz DREI Etagen drehbar Smart Track Ball...
  • 【Solide und langlebig】Massivholz-Basis ist stabil und stabil, kann nicht leicht von Haustieren umgeschlagen werden, resistent gegen Beißen und Verschleiß,...

3. Woll- und Nylonfäden

Ein geradezu klassisches Bild, das wir aus Kinderbüchern kennen, ist das einer Katze, die fröhlich dem Wollknäuel nachspringt.

Jeder, der gern strickt oder stickt, weiß auch, wie begeistert sich unsere Fellnasen auf ein Wollknäuel stürzen. In Minutenschnelle wird aus ordentlich sortierten Garnpartien ein fröhliches Durcheinander aus Knoten und verwirrten Fäden. Die Katze hat ihre Freude daran, und doch sollte sie nicht nur wegen der Unordnung und des Chaos an dem Spiel mit Wolle und Garn gehindert werden. Denn auch hier können Gefahren drohen.

Je nach Material stellt der Faden eine Gefahr dar. Manche Katzen kauen auf ihm herum, kleine Teile werden verschluckt. Schlimmstenfalls kann das unverdauliche Garn im Magen-Darm-Trakt zu einem Darmverschluss führen, der tödlich verlaufen kann.

Eine schöne Alternative zum rollenden Wollknäuel können Kugeln aus Papier sein, die mit bunten Stoffresten umwickelt werden. Auch beklebte Klopapierrollen, gefüllt mit raschelndem Material, eignen sich gut als Katzenspielzeug bzw. Jagdobjekt für das gemeinsame Spiel.

4. Geschenkband

Es ist bunt, es glitzert und raschelt: Natürlich lieben Katzen weihnachtliches Geschenkband und bunte Kordeln um Geburtstagspakete. Doch auch hier ist Vorsicht besser als Nachsicht.

Neben denselben Nachteilen, die auch schon Garn und Faden mitbringen, gibt es hier ein weiteres Problem: Geschenkband, sofern es nicht aus Textilien gefertigt ist (etwa Baumwolle oder Bambus), enthält in der Farbe häufig giftige Stoffe. Kaut die Katze darauf herum, lösen sich Teilchen, die in ihren Verdauungstrakt wandern.

Diese Bänder sollten deshalb stets außerhalb der Reichweite von Katzen aufbewahrt werden.

5. Plastiktüten und -beutel

Auch die Plastiktüte erscheint dem Stubentiger als perfektes Katzenspielzeug. Man kann sich darin verstecken, der Beutel raschelt und bewegt sich und lässt sich zudem leicht durch die Gegend tragen.

Doch hier besteht gleich eine dreifache Gefahr:

  • Erstickung
  • Vergiftung
  • Strangulation

Die Erstickungsgefahr besteht, da innerhalb der Tüten kein Luftaustausch möglich ist. Die Katze bekommt schlicht keine Luft mehr und findet in der daraus resultierenden Panik womöglich nicht mehr den Weg aus dem Beutel heraus.

Außerdem kann auch hier durch das Spielen und Hineinbeißen Plastik in die Verdauung der Katze geraten. Nicht zuletzt kann sich die Katze an den Tragegriffen strangulieren, also erwürgen. Tüten und Beutel sind daher keinesfalls ein gutes Katzenspielzeug.

Wer in einem Katzenhaushalt lebt und auf Nummer sicher gehen will, sollte von Plastiktüten daher immer die Tragegriffe durchschneiden und sie zusätzlich nicht in Katzennähe liegenlassen.

Eine gute Alternative sind Papiertüten oder Kartons ohne bunte Aufdrucke. Hier kannst Du auch gern Leckerlis einfüllen, die die Katze dann als Belohnung für ihre wilde Jagd „entdeckt“.

Lies dazu auch: Darum lieben Katzen Kartons

6. Pflanzen

Katzenminze und -gras sind beliebtes Zimmergrün bei unseren eleganten Vierbeinern. Auch vor anderen Zimmerpflanzen scheuen Katzen nicht zurück. Je nach Sorte kann diese Neugier allerdings zu großem Schaden führen, denn nicht alle Topfpflanzen sind ungiftig.

Neugierige Stubentiger knabbern die Pflanze an oder fressen gar ganze Blätter. Dies solltest Du verhindern.

Hat eine Katze von einer giftigen Pflanze doch „probiert“, solltest Du unmittelbar zum Tierarzt fahren. Je nach Pflanzenart kann sich das Tier in Lebensgefahr befinden und muss unverzüglich behandelt werden. Wenn Du unsicher bist, gehe lieber ein Mal zu viel zum Tierarzt oder rufe im Zweifelsfall dort an und lass Dich beraten.

Am sichersten bist Du allerdings, wenn Du jede Pflanze vor dem Kauf auf ihre Giftigkeit hin prüfst. Bereits vorhandene giftige Pflanzen entfernst Du zur Sicherheit Deines Lieblings schnellstmöglich. Welche Blumen für Katzen giftig sind, liest Du hier.

Gefährlich für Katzen können vor allem diese Gewächse werden:

  • Alpenveilchen
  • Amaryllis
  • Avocado-Pflanze
  • Bogenhanf/Sansevieria
  • Kakteen
  • Narzissen
  • Gummibaum
  • Weihnachtsstern

Statt giftiger Zimmerpflanzen solltest Du auf verträgliches und gefahrloses Grün für die eigenen vier Wände setzen.

Einige Pflanzen wie etwa Katzengras, Baldrian oder Katzenminze wirst Du vermutlich häufiger ersetzen müssen: Diese Pflanzen haben Katzen nämlich im wahrsten Sinne des Wortes zum Fressen gern.

Und auch noch einige weitere Zimmerpflanzen kannst Du bedenkenlos aufstellen, wenn Deine Katze gern einmal probiert, wie die Topfpflanze denn schmeckt. Diese Pflanzen sind für Katzen ungefährlich:

  • Grünlilie
  • Dattelpalme
  • Katzenminze
  • Katzengras
  • Baldrian
  • Kokospalme
  • Usambaraveilchen
  • Zimmerbambus

Wir wünschen Dir und Deiner Katze eine schöne Zeit und immer ein aufregendes, aber sicheres Spiel! ♥