Rasseporträt Pudel: Charakter, Aussehen, Herkunft

Ein Pudel ist ein „Oma-Hund“? Von wegen! Wer einen Pudel kauft, bekommt einen hochintelligenten und absolut loyalen Begleiter. Wir sind Fan!

Ein Pudel steht auf der Wiese
Der Pudel ist mit seinen Löckchen nicht nur niedlich – er ist ein echter Traumhund! ©Alexas_Fotos/Pixabay
• Pudel werden häufig unterschätzt.
• In den Hunden mit den drolligen Löckchen steckt ein fantastischer Charakter.
• Die Erziehung ist beim Pudel besonders einfach.

Unter Hundeliebhabern gibt es seit jeher den Streit, welche Hunderasse die intelligenteste ist. Kandidaten gibt es viele. Zu den absoluten Favoriten gehört aber eindeutig der Pudel.

Seine Intelligenz, sein Charakter und sein Aussehen machen ihn zu einem beliebten Familien- und Begleithund, dessen Vorzüge zuweilen in der Hundewelt ziemlich unterschätzt werden.

Doch welche Pudelgrößen gibt es? Wer sind die Vorfahren dieser Hunde und warum ist der Pudel ein perfekter Familienhund? In unserem Rasseporträt über den Pudel bekommst Du alle wichtigen Informationen rund um die Rasse und was sie so einzigartig und liebenswert macht.

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Wie groß ist ein Pudel?

Pudel ist nicht gleich Pudel. Die Hunderasse ist eine der wenigen, die es in mehreren Größen gibt.

  • Der männliche Königspudel hat eine Widerristhöhe zwischen 45 und 60 cm (Hündinnen: 40 bis 50 cm),
  • der Kleinpudel hat eine Widerristhöhe zwischen 35 und 45 cm (30 bis 40 cm),
  • der Zwergpudel zwischen 28 und 34 cm (26 bis 30 cm) und
  • der Toypudel zwischen 24 und 28 cm (18 bis 24 cm).

Wie schwer ist ein Pudel?

Die unterschiedlichen Größen spiegeln sich auch im Gewicht des Pudels wider.

  • Großpudel können bis zu 27 kg wiegen,
  • Kleinpudel bis zu 12 kg,
  • Zwergpudel bis zu 7 kg und
  • Toypudel bis zu 3 kg.

Wie bei der Größe gilt auch hier, dass Hündinnen beim Pudel durchschnittlich leichter sind als Rüden.

Wie sieht ein Pudel aus?

Das Aussehen des Pudels wird vor allem durch sein lockiges, gekräuseltes Fell bestimmt. Das ist sein Markenzeichen. Das Fell ist bei diesem Hund sehr dicht, weich und fein. Es haart kaum bis gar nicht.

Lies dazu auch: Welche Hunde haaren nicht?

Die Fellfarben beim Pudel

Haben andere Rassen oft nur festgelegte wenige Fellfarben, so ist der Pudel sprichwörtlich ein wahrer Regenbogen: Sein Fell gibt es in den Farben:

  • Schwarz,
  • Weiß,
  • Braun,
  • Silberfarben,
  • Apricot,
  • rötlich,
  • schwarz-weißer Harlekin und
  • schwarz-brauner Black-Tan.

Lies dazu auch: Hunde mit Locken – Die 24 drolligsten Rassen

Die Körperform beim Pudel

Die eigentliche Gestalt des Pudels ist aufgrund des ganzen lockigen Flauschs oft gar nicht wahrzunehmen. Einige Menschen sind überrascht, wenn ihr Liebling das erste Mal kurz geschoren wird. Denn die Hunderasse hat einen sehr schlanken, eleganten Körper mit einem flachen Bauch und geraden Rücken.

Übrigens: Egal ob Großpudel, Kleinpudel oder Zwergpudel, die verschiedenen Varianten der Hunde unterscheiden sich nur in ihrer Größe und ihrem Gewicht, nicht in ihrem Körperbau.

Der Kopf beim Pudel

Das Gesicht ist schmal, mit einer langen, spitzen Schnauze, großen Schlappohren und leicht schräg sitzenden Augen.

Wie alt wird ein Pudel?

Die Lebenserwartung der Rasse ist hoch: Der Großpudel wird durchschnittlich etwa 13 Jahre alt. Die kleinen Pudelarten können sogar bis zu 17 Jahre alt werden.

Welchen Charakter bzw. welches Wesen hat der Pudel?

Es ist ein bisschen überraschend, dass die Rasse heutzutage nicht DAS beliebteste Haustier in Deutschland ist. Immerhin kann sie mit einer solch großen Palette von positiven und liebenswerten Eigenschaften aufwarten, dass sie im Rasseporträt viele andere Hunderassen locker in den Schatten stellt.

Das Wesen des Pudels ist geprägt von

  • hoher Intelligenz,
  • Loyalität,
  • Menschenbezogenheit und Treue zur Familie,
  • Lernwillen und Gelehrigkeit,
  • Freundlichkeit,
  • Sanftmütigkeit und
  • Verspieltheit.

Seine Bezugspersonen bedeuten ihm alles und auch neuen Menschen und Tieren begegnet der Pudel meist aufgeschlossen und neugierig. Aggressives Verhalten gegenüber anderen Lebewesen liegen nicht in seiner Natur und kommen höchstens vor, wenn seine Besitzer ihn vernachlässigen oder falsch erziehen oder der Züchter ganz grundlegende Dinge falsch gemacht hat.

Ein Jagdtrieb ist bei den Hunden kaum vorhanden und kann sehr gut durch eine gute Erziehung bzw. durch passende Spiele kanalisiert werden. Vielmehr besitzt der Hund einen ausgeprägten Spiel- und Apportier-Trieb. Du solltest deshalb einen guten Wurfarm besitzen, denn Dein Hund wird Dir beim Spazierengehen garantiert reihenweise Stöckchen bringen.

Lies dazu auch: Apportieren lernen – So trainierst Du es richtig

Seine Intelligenz, Ausgeglichenheit und Sanftmut machen den Lockenschopf zu einem idealen Service- und Familienhund, der vor allem als Therapie- und Begleithund, aber auch als Rettungs- und Schutzhund eingesetzt wird.

Aufgrund ihrer schnellen Lernfähigkeit und auch dem Willen, ihren Menschen um jeden Preis gefallen zu wollen, sind die Hunde leicht erziehbar und gut als Anfängerhunde geeignet.

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Woher kommt der Pudel?

Die Ursprünge der Hunderasse sind bis heute nicht eindeutig geklärt und es gibt verschiedene Ansätze und Zuschreibungen. Eine beliebte Theorie geht davon aus, dass der heutige Pudel von dem französischen Wasserhund, dem Barbet, abstammt, da sowohl Körperform als auch Fellart sich sehr ähneln.

Obwohl es immer noch nicht eindeutig geklärt ist, hat die FCI (Fédération Cynologique Internationale) in den 1930er-Jahren Frankreich als Ursprungsland der Rasse festgelegt. Der britische Kennel Club sieht den Ursprung der Rasse hingegen in Deutschland.

Die in den germanischen Sprachen geläufige Bezeichnung der Rasse kommt vermutlich vom altdeutschen „puddeln“, was mit „planschen“ übersetzt werden kann. Im romanischen Sprachgebrauch orientiert sich der Rassenname an dem französischen „Caniche“. „Cane“ ist eine französische Bezeichnung für eine weibliche Ente.

Als gesichert gilt, dass die Hunderasse ursprünglich als Wasser-Apportierhund für die Entenjagd vor allem in Frankreich und Deutschland eingesetzt wurde. Durch das dichte, krause Fell waren Vorderkörper, Herz und Lunge beim Pudel gut vor dem kalten Wasser geschützt. Der hintere Teil des Pudels wurde kurz geschoren, um die Beweglichkeit im Wasser zu verbessern.

Dieses Schermuster hat sich bis heute erhalten, wobei es jedoch mittlerweile fast nur noch bei „Showhunden“ angewendet wird. Pudel, die als Familien- und Servicehunde leben, dürfen ihr kuscheliges Fell meist komplett behalten.

Ein Pudel liegt im Gras
Der Pudel gehört zu den besonders intelligenten Hunden. Halter müssen ihn entsprechend fordern. ©Alexas_Fotos/Pixabay

Pudel: Die richtige Haltung und Erziehung

Ach, wären doch alle Hunde so leicht zu erziehen wie die Lockenschöpfe. Aufgrund seiner Intelligenz und seinem hohen Willen zur Zusammenarbeit lernt der Pudel neue Befehle und Kommandos überdurchschnittlich schnell.

Lies dazu auch: Die 10 klügsten Hunderassen der Welt

Er möchte Herrchen und Frauchen unbedingt gefallen und von ihnen geführt werden. Das macht die Erziehung besonders leicht. Sowohl für Dich als auch für die Fellnase ist es daher in der Regel eine wahre Freude, neue Tricks zu lernen.

Schenke Deinem Hund eine konsequente, aber liebevolle Erziehung. Beginne damit am besten schon beim Welpen, wenn er vom Züchter oder aus dem Tierheim zu Dir kommt.

Bei der Haltung der Rasse ist vor allem wichtig, die Tiere auch geistig zu fördern und herauszufordern. Langweilen sich Pudel, könnten am Ende unerwünschte Verhaltensweisen bei dem Hund auftreten. Baue deshalb immer mal wieder Intelligenzspiele für den Hund in den Alltag ein.

Platzbedarf für den Pudel

Je nach Größe brauchen Pudel unterschiedlich viel Platz, wobei jedoch auch der Königspudel nicht zwingend ein Schloss mit Garten benötigt. Hat er sein eigenes Plätzchen mit engem Kontakt zur Familie, kommt er täglich an die frische Luft und wird geistig gefordert, ist er auch mit einer Großstadtwohnung zufrieden.

Viel Bewegung ist für alle Pudelvarianten aber ein Muss, am besten kombiniert mit Apportierspielen, die sie über alles lieben.

Für die Rasse bietet sich die Hundeschule besonders gut an, da die Hunde hier geistig trainiert werden, sich austoben können und gleichzeitig auch in Kontakt zu anderen Menschen und Hunden kommen.

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Welche Pflege braucht der Pudel?

Der Großteil der Pflege konzentriert sich bei dieser Hunderasse auf das Fell. Da Pudel nicht haaren und ihr Fell konstant weiterwächst, sind regelmäßige Schuren etwa alle sechs bis acht Wochen, spätestens aber alle drei Monate notwendig, damit das Fell nicht verfilzt. Im Sommer sollte das Fell kürzer geschoren werden als im Winter. Das Schermuster bei der Pflege bleibt Dir überlassen.

Der früher beliebte „Löwenschnitt“ gilt heute mittlerweile (außer vielleicht bei Showhunden) als verpönt und unästhetisch. Stattdessen lassen Pudelhalter ihre Lieblinge immer öfter mit einem natürlichen Schnitt durch die Gegend stromern.

Wegen des dichten Fells solltest Du den Hund verstärkt auf Verletzungen, Entzündungen oder einen Parasitenbefall abtasten, da diese unter den dichten Haaren oft unsichtbar werden.

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Welche typischen Krankheiten hat der Pudel?

Besonders bei Großpudeln kann die für große Hunderassen typische Hüftdysplasie auftreten. Achte darauf, einen seriösen Züchter zu wählen, um das Risiko möglichst gering zu halten.

Bei den kleineren Pudelvarianten besteht verstärkt die Möglichkeit, an einer Augenkrankheit zu erblinden. Das gilt für die sog. progressive Retinaatrophie sowie für eine Erkrankung an Grauem Star.

Eine rassespezifische Erkrankung ist die Sebadenitis, wodurch es beim Hund zu Haarausfall kommt. Insgesamt gehören die flauschigen Hunde jedoch zu den sehr gesunden und robusten Hunderassen mit einer hohen Lebenserwartung.

Was kostet ein Pudel?

Die Preise für Welpen schwanken je nach Züchter zwischen 650 und 3.000 Euro. Die kleineren Pudelvarianten beginnen dabei ab 650 Euro bis durchschnittlich 1.100 Euro, während Welpen vom Großpudel zwischen 1.100 Euro und 3.000 Euro kosten können.

Wie bei allen Hunderassen kommen zusätzliche Unterhaltskosten dazu, wobei bei Pudeln vor allem die notwendigen Kosten für die Pflege, also beispielsweise für das Scheren in einem Hundesalon, berücksichtigt werden sollten. Pro Schur können Preise zwischen 30 bis zu 150 Euro anfallen. ♥


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