Hunde mit Locken: Die 24 drolligsten Rassen

Glätteisen, nein danke. Hunde mit Locken sind stolz auf ihre Haarpracht und tragen sie mit Würde. Wir stellen die 24 drolligsten Hunderassen mit Locken vor.

Hunde mit Locken
Glatte Haare sind Dir zu langweilig? Dann wirst Du diese Hunde mit Locken lieben! ©LynMc42k/iStock
• Einige Hunderassen setzen auf unendlich liebenswerte Locken.
• Die Lockenart ist bei den vielen Rassen jedoch ganz verschieden.
• Die gute Nachricht: Für Lockenfans gibt es Hunde jeder Größe.

Wilde Mähnen, buschige Frisuren und wild umherfliegende Locken – wir reden hier nicht von der typischen ungezähmten Surfer-Frisur, sondern von den wahren Königinnen und Königen der Lockerheit: Hunde mit Locken.

Während der eine oder andere Mensch zum Glätteisen greift, um aus lockig und flockig glatt und platt zu machen, stehen die Hunde zu ihrer Lockenpracht. Und das ist auch gut so. Denn sie sind die drolligsten Hunderassen zum Anschmachten.

Wir haben die schönsten Hunde mit Locken gesammelt und gekürt. Achtung, es wird haarig!

Kleine Hunde mit Locken

Zwergpudel

Pudel: Der Klassiker unter den Hunden mit Locken
Der Pudel ist der Klassiker unter den lockigen Schwänzchenwedlern. ©enduro/iStock

Beginnen wir gleich mit dem absoluten Klassiker unter den lockigen Hunden: dem Pudel. Seine dichten und wolligen Locken haben ihn zu einem richtigen Showhund gemacht. Leider blieb dort der menschliche Geschmack etwas auf der Strecke. Mit der üblichen Ausstellungsschur sieht der Hund eher aus wie weichgespült und in der Waschmaschine vergessen.

Zum Glück lässt man dem intelligenten Hund heute seine wunderschönen Locken meistens ganz natürlich wachsen. Und noch mehr zum Glück gibt es den Pudel gleich in vier Größen: Toypudel, Zwergpudel, Mittelpudel und Großpudel. Wer „Locken“ sagt, muss also auch „Pudel“ sagen. Oder Doodle, weil die Hunderasse so gut aussieht, dass sie einfach kreuz und quer mit anderen Rassen durchgemixt wird. Das Ergebnis? Das erfährst Du weiter unten!

Bolonka Zwetna

Bolonka Zwetna
Nicht groß, aber wunderbar lockig ist der Bolonka Zwetna. ©BirgitKorber/iStock

Zum Glück können Hunde kein Russisch. Der Bolonka Zwetna hätte es in der Hundeschule sonst nämlich nicht so leicht. Die kleine Hunderasse stammt aus Russland und bedeutet übersetzt nichts anderes als: „buntes Schoßhündchen“. Bunt deshalb, weil die Hunde nicht nur wunderbar weiches und lockiges Fell haben, sondern dieses auch in jeder Farbe (außer Weiß) erlaubt ist. Und Schoßhündchen, weil die wolligen Vierbeiner außerordentlich lieb und einfach zum Anbeißen sind.

Der Bolonka Zwetna ist übrigens wirklich ausgesprochen handlich. Er gehört nämlich zu den kleinsten Hunderassen der Welt.

Bichon Frisé

Bichon Frisé
Große Liebe für jedes kleine Löckchen hat der Bichon Frisé verdient. ©Stephen Waycott/iStock

Schoßhündchen haben es anscheinend nicht leicht. Auch der Bichon Frisé muss in der Hundeschule gut aufpassen. Aus dem Französischen übersetzt, bedeutet sein Name so viel wie „gekräuseltes Schoßhündchen“. Lockige Kräusel hat der Vierbeiner in der Tat: Sein Fell besteht aus sehr dichten Haaren mit Korkenzieherlocken.

Der Bichon Frisé gilt als verspielt, anhänglich, neugierig und gesellig. Der Ursprung der Rasse soll bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen. Leider ist der lockige Vierbeiner auch als Showhund sehr beliebt und wird dementsprechend „frisiert“. Mit der typischen Show-Frisur erinnert er mehr an eine Wolke oder einen Wattebausch als an den stolzen Hund, der er ist. Frauchen oder Herrchen muss da schon gut aufpassen, dass sie oder er sich nicht aus Versehen mit dem gekräuselten Schoßhündchen abschminkt.

Bologneser

Hunde mit Locken: Bologneser
Wirbelwind mit wirrer Mähne: Der Bologneser kann bei der Löckchenparade locker mithalten. ©Ilona Shorokhova/iStock

Nah verwandt zum Bison Frisé, aber dennoch als eigenständige Hunderasse anerkannt, ist der Bologneser. Der lockige Vierbeiner kommt aus Italien und wurde vor allem in der Stadt Bologna berühmt. Daher auch sein Name. Die Geschichte der Hunde mit den besonderen Haaren ist unendlich lang und reicht bis ins Römische Reich zurück.

Die Hunderasse galt lange Zeit als ein außerordentlich beliebter Begleiter des europäischen Hochadels. So sollen der spanische König Philip II., Katharina die Große und die österreichische Kaiserin Maria Theresia Bologneser in ihren Heimen … pardon: Palästen gehalten haben.

Mittelgroße Hunde mit Locken

Lagotto Romagnolo

Lagotto Romagnolo: ein Hund mit Locken
Der Lagotto Romagnolo ist nicht nur unheimlich flauschig, sondern auch eine echte Supernase! ©Eudyptula/iStock

Oh, wie süß, noch ein Pudel! Entschuldigung, aber das ist kein Pudel, sondern ein Lagotto Romagnolo. Die italienische Hunderasse hat eine verblüffende Ähnlichkeit zu den mittelgroßen Pudeln, ist jedoch nur entfernt verwandt mit ihnen. Vielmehr gehört der lockige Vierbeiner zur Gruppe der Wasserhunde.

Die aufgeweckten und liebenswürdigen Hunde wurden ab dem 17. Jahrhundert besonders bei der Jagd am und im Wasser eingesetzt. Der fröhliche Vierbeiner gilt zudem als außerordentlich talentierte Schnüffelnase. Bis heute wird der Hund in Italien für die Suche nach Trüffeln eingesetzt.

Du möchtest noch mehr über die zuckersüßen Hunde erfahren? In unserem Rasseporträt über den Lagotto Romagnolo haben wir für Dich alle wichtigen Informationen zusammengefasst.

Bedlington Terrier

Vier Bedlington Terrier
Bitte einmal die kleinen Schäfchen abholen. Danke. ♥ ©slowmotiongli/iStock

Grüne Wiesen, blühende Blumen und ein weißes, wolliges Schaf, das friedlich grast. Ein Bild der Friedlichkeit – zumindest bis das Schaf anfängt zu bellen. Ein Schaf, das bellt? Dann handelt es sich wohl eher um den Bedlington Terrier.

Die Hunde aus dem nördlichen England haben ein sehr dichtes, gelocktes Fell, das geradezu vom Körper absteht. Die Farben des Fells sind meistens Weiß-Grau mit Einfärbungen aus Grau-Blau, Sandfarben oder Leber.

Dank des wolligen Auftritts werden die Hunde – natürlich stets liebevoll – gern mit Schafen oder Lämmern verglichen. Lieb wie ein Lamm ist der lockige Hund auf jeden Fall. Im Gegensatz zu den eher gemütlichen Schafen ist der Bedlington Terrier jedoch ein richtiger Wirbelwind, der viele Aktivitäten einfordert.

Airedale Terrier

Airedale Terrier
Freundlich, pfiffig und unheimlich lockig ist der Airedale Terrier. ©mb-fotos/iStock

Wer von seinen Fans gern „König (oder Königin) der Terrier“ genannt wird, muss ganz besonders sein. Und das ist der Airedale Terrier auch. Der Hund zählt nicht nur zu den größten Vertretern seiner Terrier-Familie, sondern er hat auch ein sehr kringeliges und welliges Fell.

Richtige Locken wirst Du bei dieser Hunderasse aber tatsächlich nicht finden. Diese gelten nämlich – und unglaublicherweise! – als Fehler in der Zucht. Die Hunde hatten ursprünglich viel mehr Kräusel und Locken. Sie wurden mit der Zeit jedoch kürzer und glatter gezüchtet.

Zum Anbeten ist der Airedale Terrier dennoch nach wie vor. Mehr über seinen warmen, fröhlichen und neugierigen Charakter erfährst Du in unserem Artikel über den Airedale Terrier.

Irish Water Spaniel

Wer „Locken“ sagt, muss auch immer „Water Spaniel“ sagen. Hier gibt es nämlich gleich zwei Hunderassen, bei denen die Locken nur so locken: der Irish und der American Water Spaniel.

Beide Hunderassen gelten als eigenständig, weshalb sie hier auch einzeln beschrieben werden. Der Irish Water Spaniel ist größer als sein amerikanischer Verwandter. Mit einer durchschnittlichen Widerristhöhe von 58 cm könnte er gut zu den großen Hunderassen gehören.

Seine Locken sind wahre Ringellöckchen, die von den Pfoten bis zum Kopf gehen. Nur die Schnauze ist in der Regel glatt und frei von Bart. Dies unterscheidet ihn von den meisten anderen Wasserhunden. Ebenso glatt ist übrigens seine Rute. Sie wird deshalb von seiner Fangemeinde auch liebevoll Rattenschwanz genannt.

American Water Spaniel

American Water Spaniel
Der American Water Spaniel bringt wie viele Wasser-Arbeitshunde reichlich Kringel und Kräusel mit. ©awsguy1/CC BY-SA 3.0

Der American Water Spaniel stammt vermutlich teilweise von seinem irischen Vertreter ab. Die beiden Hunderassen sehen sich ziemlich ähnlich. Es gibt aber auch einige größere Unterschiede. So ist der American Water Spaniel mit einer Widerristhöhe von durchschnittlich 41 cm wesentlich kleiner. Das Fell der Vierbeiner gibt es in zwei Varianten: dichte Ringellöckchen oder wellig.

Die lockige Rasse stammt ursprünglich aus dem US-amerikanischen Wisconsin. Dort ist der Hund mit den besonderen Haaren auch der offizielle „State Dog“. Der American Water Spaniel wäre ähnlich wie viele andere seltene Hunderassen fast ausgestorben. Zum Glück gab es auch hier einige leidenschaftliche Züchter, die die Rasse wieder aufpäppelten. Heute ist der Lockenschopf vor allem im mittleren Westen der USA zu finden.

Mudi

Hunde mit Locken: Mudi
Dieser Mudi ist noch klein – seine Locken finden wir aber jetzt schon einfach riesig! ♥ ©LexiTheMonster/iStock

Er sieht ein bisschen aus wie der Deutsche Schäferhund. Nur in klein. Und in Schwarz. Und mit Locken. Der Mudi ist eine Rasse aus Ungarn. Der Hund zählt dort seit Jahrhunderten als Allrounder für ungarische Bauern und Hirten. Ob Schafe hüten, Hof bewachen oder bei der Jagd auf Wild – der Mudi kann alles.

Es wird vermutet, dass die Rasse von altdeutschen Schäferhunden abstammt, die mit damaligen deutschen Siedlern nach Ungarn kamen. Das Fell des Mudis gibt es von gewellt bis lockig, je nach Lust und Laune. Auch die Farben der Haare variieren beim Hund von schwarz über grau bis hin zu blond oder sogar weiß.

Hrvatski Ovčar

Hrwatski Ovcar: kroatischer Schäferhund
Hunde mit Locken? Da darf der Kroatische Schäferhund natürlich nicht fehlen! ©Michala Mračková/gemeinfrei

Eng verwandt mit dem Mudi und so gut wie gleich im Aussehen ist der Hrvatski Ovčar. Mittlerweile gelten die beiden jedoch als eigenständige Hunderassen. Übersetzt als kroatischer Schäferhund hat auch der Hrvatski Ovčar wunderschöne Wellen bis leichte Locken im Fell.

Außerhalb des Balkans ist der kroatische Schäferhund (ebenso wie der Mudi in Ungarn) kaum bekannt. Doch für die einheimischen Hirten und Bauern ist der lockige Vierbeiner ein ausgesprochen talentierter Hütehund mit einem gutmütigen Charakter.

Perro de Agua Español

Spanischer Wasserhund
Der Spanische Wasserhund liebt das Wasser! Hier scheint er zu fragen, wann man denn nun endlich den See erreicht, der ihm versprochen wurde. ©Moonshot11/iStock
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Man ahnt es schon: Perro de Agua Español ist die wohlklingende Übersetzung für Spanischer Wasserhund. Typisch für Wasserhunde hat er eindeutig einen der besten Locken-Looks überhaupt. Untermalt wird das Ensemble von unterschiedlichen Farbabzeichen, was die Locken noch einmal betont.

Die Hunde gelten als richtige Frohnaturen, die schnell und gern lernen und hervorragend mit ihrer Familie zurechtkommen. Gleichzeitig benötigen die Hunde viel Beschäftigung, denn sie sind richtige Arbeitstiere. Ihre Lockenpracht macht ihre Pflege zudem etwas aufwendig. Wird das Fell nicht regelmäßig geschoren, können sich schnell Knoten und Filz bilden. Und das ist dann eine Locke zu viel.

Cão de Água Português

Portugiesischer Wasserhund
Hunde mit Locken bringen es sogar bis ins Weiße Haus: Der Portugiesische Wasserhund war einst der First Dog der USA. ©LynMc42k/iStock

Eine Nummer größer als der Spanische Wasserhund ist der Cão de Água Português. Den Portugiesischen Wasserhund gibt es mit zwei Fellvarianten: langhaarig und gewellt oder kurzhaarig und gekräuselt. Die Geschichte der portugiesischen Hunderasse ist uralt und soll sogar bis zur vorchristlichen Zeit zurückgehen.

In Portugal waren die Hunde beliebte Begleiter von Fischern, bis sie in den 1970er-Jahren fast ausgestorben wären. Heute hat sich der Bestand weitgehend erholt. Besondere Berühmtheit erlangte die Rasse zudem, als der damalige US-Präsident Barack Obama den Portugiesischen Wasserhund „Bo“ zum First Dog machte.

Deutscher Wachtelhund

Hunde mit Locken: Deutscher Wachtelhund
Wunderschön und wunderbar lockig ist auch der Deutsche Wachtelhund. ©uschel/Pixabay

Pst, es müssen ja nicht überall Locken sein. Der Deutsche Wachtelhund ist im Gesamten vielleicht nicht so lockerflockig wie andere Hunderassen. Besonders an den Ohren und am Rücken bilden sich bei der Hunderasse aus der Spaniel-Familie jedoch oft kringelige und wellige Haare, die man einfach erwähnt haben muss.

Lockige (und lange) Schlappohren bei ansonsten überwiegend glattem Fell sind übrigens auch bei anderen Spaniels üblich. So sieht man diese gelockten oder zumindest gewellten Schlappohren-Haare etwa beim Cavalier King Charles Spaniel, dem English Springer Spaniel oder dem Boykin Spaniel.

Kerry Blue Terrier

Kerry Blue Terrier
Noch so ein Wirbelwind mit Wirbeln im Fell ist der Kerry Blue Terrier. ©slowmotiongli/iStock

Die Geschichte von Hunderassen ist in der Regel von Legenden und Mythen durchdrungen. Nicht alle müssen akkurat sein, aber schön sind sie trotzdem. Eine dieser Legenden besagt, dass in Irland einst ein tapferer, mutiger Hund von einem spanischen Schiffswrack an die irische Küste geschwommen sei. Sein lockiges Fell und sein starker Charakter gefielen den Einheimischen so gut, dass sie den Hund mit ihren eigenen Hunden kreuzten. Der Kerry Blue Terrier war geboren.

Ob das so richtig ist, weiß man heute natürlich nicht. Wunderschön ist der agile Terrier mit dem Fell wie lockige Wolle und dem markanten Blaustich aber allemal.

Wetterhoun

Wetterhoun: Hund mit Locken
Auch der Wetterhoun schmückt sich mit der perfekten Dauerwelle im Fell. ©Tales by Pictures/iStock

Geht es um lockiges Fell, darf einfach kein Mitglied aus der Familie der Wasserhunde fehlen. Immerhin gehört ein dichtes und lockiges Fell bei diesen Hunderassen einfach zur Standardausrüstung.

Auch der Wetterhoun wird als Wasserhund bezeichnet. Er stammt aus der niederländischen Provinz Friesland. Die (frühere) Hauptaufgabe der Hunde war es, bei der Jagd auf Otter und europäische Iltisse (eine Marderart) zu helfen. Heutzutage gilt der Vierbeiner als anspruchsvoller, aber liebevoller und gutmütiger Haushund. Er hat einen starken Willen sowie Wach- und Schutztrieb. Deshalb sollte der Hund ausschließlich in erfahrene Hände abgegeben werden.

Große Hunde mit Locken

Barbet

Hunderassen mit Locken: Barbet
Nase? Check! Zunge? Check! Augen? Wir suchen mal, Moment. ©Fotoeventis/iStock

Achtung, wer Locken mag, verliebt sich sofort in diesen Hund. Der Barbet aus Frankreich ist der Inbegriff des lockigen Hundes, denn sein Fell ist wunderbar dicht und drahtig. So dicht, dass ihm die Haare sogar über die Augen hängen. Was manchmal nicht so gut ist. Die Barbets müssen deswegen regelmäßig zum Hundefriseur. Ansonsten könnte es sein, dass der Hund einfach überall ganze Wollknäuel liegen lässt. Oder gegen die Wand läuft, weil er nichts mehr sieht.

Nicht, dass man es diesen Vierbeinern verübeln könnte. Mit ihren treuen Augen und ihrem liebevollen und anhänglichen Charakter sind sie optimale Familienhunde.

Die Geschichte der Hunde reicht ganze Jahrhunderte zurück. Bis heute wird vermutet, dass der lockige Barbet ein Vorfahre des Pudels sein könnte. Belegt ist das nicht, aber wer einmal sein Fell gestreichelt hat, weiß Bescheid.

Curly Coated Retriever

Hunde mit Locken: Curly Coated Retriever
Der trägt die Lockigkeit sogar im Namen: Der Curly Coated Retriever. ©u_3uh5d1xl/Pixabay

Wer die Bezeichnung „lockig“ (curly) schon im Namen trägt, gehört auf jeden Fall in unsere Liste. Der Curly Coated Retriever zählt zu den ältesten Vertretern aller Retriever. Das Fell aus festen Korkenzieherlocken macht die „Curlys“ zu sehr begabten und ausdauernden Begleitern bei der Jagd auf Enten und andere Wasservögel. Feuchtigkeit und Kälte perlt einfach an den Hunden ab. Typisch wie alle Retriever-Rassen lieben sie auch das Apportieren und Spiel und Spaß im Wasser.

Der Curly Coated Retriever ist vor allem in England, in Australien und in Nordeuropa beliebt. Er wird meist als Haus- und Familienhund gehalten.

Barsoi

Auch ein Barsoi hat Locken
Da wird jedes Schaf neidisch: Der Barsoi hat beeindruckend kringeliges Fell. ©Hakase_/iStock
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Er besitzt zwar nicht unbedingt Superlocken wie einige andere Vertreter in dieser Sammlung. Aber bei den ganzen Terriern, Wasserhunden, Spaniels und Schoßhündchen muss auch einfach noch ein Windhund her. Der Barsoi ist ein Musterbeispiel für einen Windhund. Seine Beine und Schnauze sind unendlich lang und wenn er rennt, meint man, ein Leopard sause vorbei.

Ganz so, wie es sich für einen eleganten Vertreter seine Rasse gehört, bilden sich beim Barsoi feine und leichte Locken aus. Nicht so dicht und ringelig wie bei den Wasserhunden, sondern vielmehr wellig und geschmeidig. Ein Fell, das eben gut im Wind flattern kann.

Kuvasz

Hunde mit Locken: Kuvasz
Der Kuvasz ist einer der Hunde mit Locken, die so schnell nichts aus der Ruhe bringt. ©La Su/iStock

Der Kuvasz ist fast schon eine richtige Fellexplosion. Das liegt nicht nur an seiner wilden Mähne, die je nach Laune der Natur wellig bis struppig und lockig wächst, sondern auch an seiner Statur. Bis zu 76 cm groß und 62 kg schwer können ausgewachsene Rüden werden. Bis zu den größten Hunderassen der Welt fehlt da nicht mehr viel.

Die Hunderasse aus Ungarn wurde ursprünglich als Schutzhund von Viehherden und von Haus und Hof eingesetzt. Heutzutage wird der Vierbeiner auch als reiner Haushund gehalten. Hier muss jedoch unbedingt der stolze, intelligente und sportliche Charakter der Hunde beachtet werden. Ihr Schutztrieb ist nach wie vor stark ausgeprägt. Fremde Menschen wird der Kuvasz also erst mal nicht ohne Weiteres sein weiches Fell streicheln lassen.

Bobtail

Bobtail
Obacht vor dem Riesenwuschel! Bei Kontakt bitte nach Herzenslust durchknuddeln. ©chendongshan/iStock

Apropos Fellexplosion: Auch der Bobtail sieht aus wie weichgespült. Streng genommen hat dieser Hund keine Locken, sondern eher Zotteln. Aber wir wollen ja nicht so sein. Es gibt nämlich wohl keinen Hund, der bei Hundefreunden direkt so viel gute Laune und Verzückung auslöst wie der altenglische Hütehund. Das liegt an drei Dingen:

  • seinem zottigen, langwachsenden Fell in der klassischen Grau-Weiß-Kombi,
  • dem verschmitzten Lächeln, das unter all dem struppigen Haar hervorblitzt und
  • der Angewohnheit vieler Bobtail-Menschen, ihren Hunden am Kopf die Haare zu einem Zopf zusammenzubinden, damit die Hunde freie Sicht haben.

Da muss man doch vor Begeisterung direkt zum Knuddeln ansetzen!

Labradoodle

Labradoodle mit Locken
Den Labradoodle verteufeln einige Menschen als „Mode-Mischling“. Wir finden, damit tut man dem herzigen Kerlchen Unrecht. ©Jon Spalding/iStock

Wie könnte man diesen Hund aus dieser Liste weglassen? Der Labradoodle zählt zwar offiziell nicht als eigenständige Hunderasse, aber seine Locken sind trotzdem wunderschön. Als sogenannte Hybridrasse ist der Labradoodle aus dem Großpudel und dem Labrador entstanden. Ursprünglich wurde der drollige Vierbeiner als geeigneter Hund für Allergiker gezüchtet. Mittlerweile zählt er jedoch auch als beliebter Familienhund.

Der Labradoodle ist eine wahre Hundetüte, pardon: Wundertüte. Man weiß nie, was am Ende rauskommt: drahtige Pudellocken, coole Beach-Waves oder sogar in einigen Fällen glattes Fell. Egal aber, ob geringelt, gewellt oder geglättet: Der Labradoodle ist ganz unabhängig von seinen Haaren eine liebenswürdige Knutschkugel durch und durch.

Du möchtest auch abgeknutscht werden? In diesem Artikel erfährst Du noch mehr über den Labradoodle.

Komondor

Hunde mit Locken: Komondor
Ein Hund wie ein Vorhang: Mit einem Komondor hat man reichlich haarige Aufgaben. ©slowmotiongli/iStock

Sind das überhaupt noch Locken? Kommen wir zu einem der außergewöhnlichsten Hunde in der Hundewelt. Der Komondor aus Ungarn ist eine große Hüte- und Schutzhunderasse und gleichzeitig eine der ältesten Hunderassen Ungarns. Seine Vorfahren stammen vermutlich (wie beim Kuvasz) von asiatischen Hunderassen ab.

Sind die Hunde aus dem Welpenalter raus, beginnt das zottige Fell mit der Zeit, sich immer mehr zu locken. Da das Haar nicht ausfällt (und es traditionell nicht geschoren wird), beginnt das Fell, sich immer mehr zu verfilzen. Am Ende können sich 20 bis 27 cm lange Zöpfe, Schnüre oder Rastalocken bilden. Böse Zungen vergleichen den Komondor gern mit einem Wischmopp.

Häufig muss man bei der Pflege die einzelnen Schnüre des Fells von Hand voneinander trennen. Ansonsten würde der Vierbeiner unter einer ganzen Fellmatte verschwinden.

Der ungewöhnliche Look der Hunde hat seinen Ursprung in der jahrhundertealten Geschichte des Komondors. Durch die dicken Filzzöpfe ist der Hund optimal vor Nässe, Kälte und sogar vor Bissen von wilden Tieren wie dem Wolf geschützt. Ein solcher Look ist selten, jedoch gar nicht so ungewöhnlich. Ähnlich verfilzte Haare haben auch andere Vierbeiner, etwa der ungarische Puli oder der Bergamasker Hirtenhund aus Italien.

Großpudel

Großpudel
Riesengroße Liebe für diesen riesengroßen Hund mit riesig tollen Löckchen! ©K_Thalhofer/iStock

Da ist er ja endlich! Der Großpudel ist der größte Vertreter der Pudelfamilie. Außerdem ist er einer der ältesten Vertreter der Wasserhunde. Ob er als Vor- oder Nachfahre vieler heutiger Wasserhunde gilt, kann heute jedoch nicht mehr festgestellt werden. Vermutlich steckt in jedem lockigen Wasserhund ein bisschen Pudel und umgekehrt.

Auf jeden Fall verbirgt sich unter all der gelockten Pracht des Pudels eine außergewöhnliche Intelligenz: Der Großpudel zählt nicht nur zu den lockigen Hunden, sondern auch zu den intelligentesten Hunderassen der Welt. Aus diesem Grund werden die Hunde besonders gern als Diensthunde ausgebildet, etwa als Blindenhunde, als Rettungshunde oder als Servicehunde.

Unschlagbar ist der Pudel (egal welcher Größe) jedoch als Familienhund. Einmal die Hand in dieses weiche, lockige, wollige, gekräuselte Fell gesteckt, ist die Welt einfach gleich viel schöner. ♥


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