5 Gründe für ein Tier aus dem Tierheim

Wer über einen neuen vierbeinigen Begleiter nachdenkt, sollte zuallererst ins Tierheim gehen. Gründe dafür gibt es genügend.

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Sie sind auf der Suche nach einem neuen, vierbeinigen Gefährten? Unabhängig davon, ob es eine schwanzwedelnde Fellnase oder eine schnurrende Samtpfote sein soll: Die folgenden Argumente zeigen, weshalb die Adoption eines Tieres aus dem Heim die bessere Alternative zum Kauf beim Züchter ist.

1. Sie geben dem Tier eine zweite Chance

In vielen Köpfen hat sich das Vorurteil festgesetzt, dass Tiere aus dem Heim verhaltensgestört sind. Zwar ist jedes dieser Lebewesen durch seine Vorgeschichte geprägt, doch die Gründe, weshalb ein tierischer Kamerad im Tierheim auf ein neues Zuhause warten muss, sind ganz unterschiedlich. Das Tier trägt daran in den seltensten Fällen die Schuld: Vielleicht wurde der Hund ausgesetzt oder der ehemalige Besitzer ist verstorben und es gibt niemanden, der das Tier aufnehmen kann. Auch gesundheitliche Probleme der Halter sind oft ein Grund, weshalb völlig normale und gesunde Tiere im Heim landen. Sehr häufig handelt es sich also um keine „Problemtiere".

Doch selbst wenn das Tier einen "Knacks" davongetragen hat - Sie können dem Hund oder der Katze mit viel Einfühlungsvermögen, Geduld und Zuneigung neuen Mut und eine zweite Chance geben. Nach allem, was diese Tiere mit uns Menschen z. T. schon erlebt haben, haben sie diese mehr als verdient. Mit etwas professioneller Unterstützung lassen sich evtl. vorhandene Verhaltensstörungen zudem oft beheben. Und die Mühe lohnt sich: Mit der Adoption einer Tierheimseele schenken sich selbst einen ewig dankbaren Weggefährten. 

2. Sie helfen gleich mehreren Tierseelen

Jährlich landen mehrere hunderttausend Tiere in Tierheimen und warten dort hoffnungsvoll auf Menschen, die sie in ein neues Zuhause mitnehmen. Tierheime haben aber nur begrenzte Kapazitäten, weshalb mancherorts kranke und ältere Tiere eingeschläfert werden, falls die Räumlichkeiten nicht ausreichen. In Deutschland ist dies zwar verboten, im europäischen Ausland kommt es jedoch immer wieder zu Euthanasien.

Wenn Sie sich für eine einsame Seele aus dem Heim entscheiden, retten Sie daher womöglich sogar zwei Tierleben: Sie geben Ihrem ausgesuchten Tier eine neue, sichere Bleibe, und aufgrund seiner Rettung wird ein Platz für ein anderes, bedürftiges Tier frei. Dieses erhält dadurch ebenfalls eine zweite Chance mit der Aussicht auf ein liebevolles Zuhause.

Und auch wenn Sie ein Tier aus einem deutschen Heim retten, tun Sie den dort verbliebenen Vierbeinern einen Gefallen. Denn jedes Tier, das dort weniger auf neue Halter wartet, bedeutet weniger Enge und weniger Stress, sodass sich die verbliebenen Tiere entspannter zeigen und eher auf ein neues Heim hoffen können.

3. Sie haben die größte Auswahl

Möglicherweise haben Sie noch keine genaue Vorstellung davon, wie Ihr zukünftiger Gefährte aussehen und welche Persönlichkeit in ihm stecken sollte. Dann sind Sie im Tierheim genau richtig, denn nirgendwo ist die Auswahl größer. Im Heim warten zahlreiche kleine und große Tiere von jung bis alt, aus denen Sie das für Sie ideal passende auswählen können. 

Nehmen Sie sich daher genug Zeit bei der Wahl Ihres neuen Lieblings und lassen Sie sich vor allem nicht nur von optischen Eindrücken leiten, sondern suchen Sie sich ein Tier, das vor allem charakterlich zu Ihnen passt.  Im besten Fall funkt es direkt bei der ersten Begegnung zwischen Ihnen und einem einsamen Tierheimbewohner. Zusätzlich sollten Sie sich von den Mitarbeitern des Tierheims bei der Entscheidung helfen lassen, denn diese kennen die Eigenheiten ihrer Schützlinge und können Sie gut beraten.

4. Sie unterstützen keine unseriösen Züchter

Es ist eine traurige Tatsache, dass das Züchten von reinrassigen Tieren häufig ein tierquälendes und profitorientiertes Geschäft ist. Die wehrlosen Lebewesen werden nicht selten unter unmenschlichen und nicht artgerechten Bedingungen aufgezogen, oft viel zu früh von der Mutter getrennt und dann für viel Geld verkauft. Wie es den Tieren dabei ergeht, ist den Händlern nicht wichtig, denn für sie zählt nur der möglichst hohe Gewinn. 

Das Hauptziel von Tierheimen besteht darin, notleidenden Tieren zu helfen und ihnen die Chance auf ein besseres Leben zu ermöglichen. Mit der Rettung eines Heimtieres steuern Sie Ihren Teil dazu bei. Entscheiden Sie sich für einen Hund oder eine Katze aus dem Heim, stellen Sie sicher, dass Sie die tierunwürdigen Verhältnisse bei unseriösen Tierzüchtern nicht unterstützen.

5.  Sie haben geringere Anschaffungskosten

Zu guter Letzt: Die Adoption eines Tierheimtieres hat auch finanzielle Vorteile für Sie. Während Sie für Rassetiere beim Züchter hohe Summen bezahlen müssen, ist die Anschaffung einer einsamen Tierheimseele deutlich günstiger. Die Schutzgebühr, die im vollen Umfang zurück in den Tierschutz fließt und der Deckung der Kosten dient, liegt bei Hunden je nach Größe ungefähr zwischen 200 und 300 Euro, bei Katzen meist nur zwischen 70 und 100 Euro.

Zudem werden von den Tierheimen z. T. die Kosten für Medikamente - in einigen Fällen sogar lebenslang - übernommen, wenn feststeht, dass das Tier krank und darauf angewiesen ist. Sämtliche Tierheimtiere sind zudem tierärztlich durchgecheckt, werden meist auch gleich gechipt, geimpft und entwurmt.