5 Gründe für ein Tier aus dem Tierheim

Wer über einen neuen vierbeinigen Begleiter nachdenkt, sollte zuallererst ins Tierheim gehen. Gründe für ein Tier aus dem Heim gibt es jede Menge!

Ein Hund aus dem Tierheim
Gib den Tieren aus dem Heim bitte eine zweite Chance. ©Manuel-F-O/iStock

Bist Du auf der Suche nach einem neuen, vierbeinigen Gefährten? Unabhängig davon, ob es eine schwanzwedelnde Fellnase oder eine schnurrende Samtpfote sein soll: Wir haben jede Menge Gründe für Dich, weshalb die Adoption eines Tieres aus dem Heim die bessere Alternative zum Kauf beim Züchter ist.

1. Du gibst dem Tier eine zweite Chance

In vielen Köpfen hat sich das Vorurteil festgesetzt, dass Tiere aus dem Heim verhaltensgestört sind. Zwar ist jedes dieser Lebewesen durch seine Vorgeschichte geprägt, doch die Gründe, weshalb ein tierischer Kamerad im Tierheim auf ein neues Zuhause warten muss, sind ganz unterschiedlich. Das Tier trägt daran in den seltensten Fällen die Schuld.

Vielleicht wurde der Hund ausgesetzt oder der ehemalige Besitzer ist verstorben und es gibt niemanden, der das Tier aufnehmen kann. Auch gesundheitliche Probleme der Halter sind oft ein Grund, weshalb völlig normale und gesunde Tiere im Heim landen. Sehr häufig handelt es sich also um keine „Problemtiere“.

Doch selbst wenn das Tier einen „Knacks“ davongetragen hat – Du kannst dem Hund oder der Katze mit viel Einfühlungsvermögen, Geduld und Zuneigung neuen Mut und eine zweite Chance geben. Nach allem, was diese Tiere mit uns Menschen z. T. schon erlebt haben, haben sie diese mehr als verdient. Mit etwas professioneller Unterstützung lassen sich evtl. vorhandene Verhaltensstörungen zudem oft beheben.

Und die Mühe lohnt sich: Mit der Adoption einer Tierheimseele schenkst Du Dir selbst einen ewig dankbaren Weggefährten. 

2. Du hilfst gleich mehreren Tierseelen

Jährlich landen mehrere überall auf der Welt Hunderttausende Tiere in Tierheimen und warten dort hoffnungsvoll auf Menschen, die sie in ein neues Zuhause mitnehmen. Tierheime haben aber nur begrenzte Kapazitäten, weshalb mancherorts kranke und ältere Tiere eingeschläfert werden, falls die Räumlichkeiten nicht ausreichen. In Deutschland ist dies zwar verboten, im europäischen Ausland kommt es jedoch immer wieder zur sog. Euthanasie.

Wenn Du Dich für eine einsame Seele aus dem Heim entscheidest, rettest Du daher womöglich sogar zwei Tierleben: Du gibst dem ausgesuchten Tier eine neue, sichere Bleibe. Gleichzeitig gibt dieses Tier Platz für einen anderen bedürftigen Vierpfoter frei. So erhält auch diese Katze oder dieser Hund eine zweite Chance mit der Aussicht auf ein liebevolles Zuhause.

Und auch wenn Du ein Tier aus einem deutschen Heim rettest, tust Du den dort verbliebenen Vierbeinern einen Gefallen. Denn jedes Tier, das dort weniger auf neue Halter wartet, bedeutet weniger Enge und weniger Stress. So können sich die verbliebenen Tiere entspannter zeigen und eher auf ein neues Heim hoffen.

Die zweite Chance
  • von der Leyen, Katharina (Autor)

3. Du hast die größte Auswahl

Möglicherweise hast Du noch keine genaue Vorstellung davon, wie Dein zukünftiger Gefährte aussehen und welche Persönlichkeit in ihm stecken sollte. Dann bist Du im Tierheim genau richtig, denn nirgendwo ist die Auswahl größer. Im Heim warten zahlreiche kleine und große Tiere von jung bis alt, aus denen Du das für Dich ideal passende auswählen kannst. 

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Nimm Dir daher genug Zeit bei der Wahl Deines neuen Lieblings und lass Dich vor allem nicht nur von optischen Eindrücken leiten. Suche stattdessen ein Tier, das vor allem charakterlich und auch zu Deinem Erfahrungsschatz mit dieser Tierart passt. Holst Du das erste Mal ein Tier zu Dir, ist eine Katze für Anfänger oder ein Anfängerhund besser geeignet als ein Vierpfoter, der erfahrene Halter braucht.

Im besten Fall funkt es direkt bei der ersten Begegnung zwischen Dir und einem einsamen Tierheimbewohner. Lass Dir bei der Wahl unbedingt auch von den Mitarbeitern des Tierheims helfen. Sie kennen die Eigenheiten ihrer Schützlinge und können Dich gut beraten.

4. Du unterstützt keine unseriösen Züchter

Es ist eine traurige Tatsache, dass das Züchten von reinrassigen Tieren häufig ein tierquälendes und profitorientiertes Geschäft ist. Die wehrlosen Lebewesen werden nicht selten unter unmenschlichen und nicht artgerechten Bedingungen aufgezogen, oft viel zu früh von der Mutter getrennt und dann für viel Geld verkauft. Wie es den Tieren dabei ergeht, ist den Händlern nicht wichtig, denn für sie zählt nur der möglichst hohe Gewinn. 

Das Hauptziel von Tierheimen besteht darin, notleidenden Tieren zu helfen und ihnen die Chance auf ein besseres Leben zu ermöglichen. Mit der Rettung eines Heimtieres steuerst Du Deinen Teil dazu bei. Entscheidest Du Dich für einen Hund oder eine Katze aus dem Heim, stellst Du sicher, dass Du die tierunwürdigen Verhältnisse bei unseriösen Tierzüchtern nicht unterstützt.

5. Du hast geringere Anschaffungskosten

Zu guter Letzt: Die Adoption eines Tierheimtieres hat auch finanzielle Vorteile für Dich. Während Du für Rassetiere beim Züchter hohe Summen bezahlen musst, ist die Anschaffung einer einsamen Tierheimseele deutlich günstiger.

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Die Schutzgebühr, die im vollen Umfang zurück in den Tierschutz fließt und der Deckung der Kosten dient, liegt bei Hunden je nach Größe ungefähr zwischen 200 und 300 Euro, bei Katzen meist nur zwischen 70 und 100 Euro.

Zudem werden von den Tierheimen z. T. die Kosten für Medikamente – in einigen Fällen sogar lebenslang – übernommen, wenn feststeht, dass das Tier krank und darauf angewiesen ist. Sämtliche Tierheimtiere sind zudem tierärztlich durchgecheckt, werden meist auch gleich gechipt, geimpft und entwurmt.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Du einem Vierbeiner aus dem örtlichen Tierheim eine zweite Chance geben würdst. Wo das nächste Tierheim ist, erfährst Du auf dieser Seite des Tierschutzbundes. Von ganzem Herzen vielen Dank! ♥


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